Die MAN Gruppe hat die gesamten Pensionsverpflichtungen des MAN Pensionsfonds auf den Willis Towers Watson Pensionsfonds übertragen.

Der Willis Towers Watson Pensionsfonds hat damit Pensionsvermögen in Höhe von etwa 619 Millionen Euro für rund 22.000 Betriebsrentner übernommen. Mit einem Sicherungsvermögen von rund 4,5 Milliarden Euro zählt der Willis Towers Watson Pensionsfonds eigenen Angaben zufolge damit zu den fünf größten Pensionsfonds in Deutschland. Im Dezember 2019 hatte sich auch innogy für den Fonds entschieden.

„Die regulatorischen Anforderungen an den Betrieb eines Pensionsfonds sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Nicht zuletzt daher lag es nahe, die Auslagerung auf einen spezialisierten Dienstleister zu prüfen, um Skalenvorteile zu nutzen und eine Entlastung vom Verwaltungsaufwand zu erzielen. Zudem können wir über einen externen Pensionsfonds flexibler auf etwaige Veränderungen in der Konzernstruktur reagieren“, begründet Horst Grögler, Head of Pension Asset Management bei MAN, den Schritt.

Willis Towers Watson betreute den MAN Pensionsfonds bereits seit der Gründung 2007. „Daher haben wir uns auch in Bezug auf diese Transaktion für Willis Towers Watson entschieden, um eine nahtlose Fortsetzung des bestehenden Betriebs zu gewährleisten“, so Grögler weiter.

Die Übertragung wurde innerhalb eines halben Jahres vorbereitet und zum 16. Dezember 2019 vollzogen. Auch nach der Übertragung behalte MAN weiterhin maßgeblichen Einfluss auf die Betreuung der Versorgungsberechtigten und die Anlage des Pensionsfondsvermögens. Für die aktuellen und zukünftigen MAN Betriebsrentner ändere sich durch den Wechsel auf einen externen Anbieter nichts, teilt Willis Tower Watson weiter mit. Rentenhöhen, Zahlungstermine und Ansprechpartner für Fragen zur Betriebsrente bleiben gleich.

Willis Towers Watson unterstützt den eigenen Angaben zufolge insgesamt mehr als 2.000 Unternehmen in Deutschland bei der betrieblichen Altersversorgung. Seit 2014 hat die Willis Towers Watson Pensionsfonds AG laut ihrem Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Karst zehn Fälle begleitet, in denen von anderen Pensionsfonds Bestände auf den eigenen übertragen wurden. Solche Bestandsübertragungen müssen durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigt werden. Seit 2002 wurde dies insgesamt erst 13 Mal in Deutschland durchgeführt, so Karst.

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