KlinikRente bestätigt für das Jahr 2026 eine Gesamtverzinsung von 3,50 Prozent in der Direktversicherung und 3,60 Prozent in der Unterstützungskasse. Damit hält das zweitgrößte deutsche Versorgungswerk die bisherige Verzinsung aufrecht. Adrian Santoro, der seit dem 1. Januar 2026 Hubertus Mund als Geschäftsführer nachgefolgt ist, verweist auf eine langfristig ausgerichtete Kapitalanlagestrategie, die auf Sicherungsvermögen und breite Diversifikation setzt.
Im Geschäftsjahr 2025 betreuten die Kölner rund 144.000 Versicherte und verzeichneten einen laufenden Jahresbeitrag von etwa 180 Millionen Euro. Dem Versorgungswerk sind 6.782 Unternehmen angeschlossen, vor allem Einrichtungen des Gesundheitswesens. Im Bereich der bAV lag der Vertragsbestand bei über 105.000 Verträgen, im Segment der Einkommenssicherung bei über 38.000 Verträgen. Insgesamt summiert sich der Vertragsbestand auf 144.122 Verträge.

Im Gegensatz zur Einkommenssicherung gerät die bAV jedoch etwas ins Stocken. Die Zahl der bAV-Neuverträge ist 2025 im Jahresvergleich von 8.813 auf 8.077 zurückgegangen. Auch der Durchschnittsbeitrag entwickelte sich rückläufig. Dies zeigt, wie schwer es ist, neue Fachkräfte im Gesundheitswesen zu finden. Trotz des Rückgangs des bAV-Neugeschäfts sieht Santoro weiterhin eine hohe Marktdurchdringung der Branchenlösung.
Angaben zum gesamten Versorgungsvermögen macht die KlinkRente nicht. Die Kapitalanlagen der bAV stecken in Deckungsstöcken mehrerer Versicherer. Die Kölner treten als Konsortial-Versorgungswerk mit mehreren Versicherungsunternehmen in Erscheinung, in erster Linie sind das Allianz, R+V und Swiss Life. Darüber hinaus bedient sich KlinikRente als Beteiligung an den Kapitalmärkten des MetallRente-Fondsportfolios.
Goran Culjak war bis 2026 Redakteur bei dpn. Seine Zuständigkeit umfasste in erster Linie Themen rund um das Pensionsmanagement. Einen besonderen Fokus legte er auf die Berichterstattung zur betrieblichen Altersvorsorge.

