„Fondsrisikobegrenzungsgesetz stärkt das Finanzsystem“

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Wie schauen Sie auf das Jahr 2026 aus einer makroökonomischen und geopolitischen Perspektive?

Philipp Bunnenberg: Wahrscheinlich läuft es auf genügend Wachstum hinaus, um eine globale Krise zu vermeiden, aber zu wenig, um über strukturelle Probleme in vielen Staaten einfach hinwegzusehen. Hohe Schuldenstände und gleichzeitiger Bedarf an hoher Neuverschuldung für Investitionen in die Verteidigung, Energiewende und Digitalisierung setzen die Fiskalpolitiker unter Druck. Strukturelle Reformen werden dann schnell ausgeblendet. Die Zinsen bleiben voraussichtlich längerfristig über der Nullzins-Ära der 2010er-Jahre. Da sich die Kerninflationen weiter Richtung der gewünschten Zielkorridore bewegt, lockern viele Zentralbanken den restriktiven Kurs. Das entlastet Haushalte und Unternehmen. Düsterer ist die geopolitische Perspektive, bestimmt durch eine anhaltend hohe Konfliktintensität. Kriege, Fluchtbewegungen, Unruhen und politische Instabilitäten auf fast allen Kontinenten bestimmen die letzten Wochen und sind kurzfristig nicht lösbar.

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