Die Airbus SE managt für mehrere deutsche Tochtergesellschaften direkte Pensionszusagen zugunsten ihrer Beschäftigten im P3-Pensionsplan. Die Gesellschaften investieren im Rahmen des Airbus Pension Trust e.V. – eines Contractual Trust Arrangements oder kurz CTA – in Vermögenswerte, die zur Deckung der Pensionszusagen für die Beschäftigten in Deutschland erforderlich sind. Dabei agiert Airbus CTA als Treuhänder, während das Pension Asset Review Committee des Luft- und Raumfahrtkonzerns die Grundsätze und die Strategie der Anlage der direkt oder indirekt gehaltenen Gelder zentral festlegt.
ALM-Studie und SAA
Mindestens alle drei Jahre erstellt Airbus eine Asset-Liability-Modelling(ALM)-Studie. Damit passt der Konzern die strategische Asset Allocation (SAA) an die Struktur und die Merkmale der Pensionsverpflichtungen an. Die Optimierung der SAA stützt sich auf ein aktuarielles Gutachten für die Pensionsverpflichtungen, den aktuellen Deckungsgrad und Annahmen zu Rendite, Volatilität und Korrelationseffekten verschiedener investierbarer Asset-Klassen.
Zudem ermittelt die ALM-Studie die Bandbreiten für den taktischen Handlungsspielraum bei Investments in liquide Asset-Klassen. Mit Hilfe der Bandbreiten lässt sich das aktive Risiko des Anlageportfolios begrenzen. Dabei zeigt sich ein Zielkonflikt: Größere Bandbreiten bedeuten mehr Risiko, engere Bandbreiten erhöhen hingegen die Transaktionskosten, da das Portfolio häufiger neu zu gewichten ist. „Im Einzelnen errechnen wir die Bandbreiten der Asset-Klassen auf der Basis ihrer jeweiligen Volatilität“, erklärt Marcus Wilhelm. „Für illiquide Asset-Klassen definiert die SAA jedoch keine Bandbreiten.“ „Für Private Debt, Private Equity, Hedgefonds und Core Real Estate kann die SAA nur ein ungefähres Ziel sein, weil ein Rebalancing des Portfolios mit hohen Kosten verbunden wäre“, ergänzt Oliver Poetsch. „Über sie hat der Konzern die Möglichkeit, eine Illiquiditätsprämie zu vereinnahmen.“
