Zu Jahresbeginn hat die Aberdeen Group beschlossen, das eigene leistungsbezogene Defined-Benefit-Pensionssystem fortzuführen und Überschusswerte zu nutzen. Nun vermeldete sie die Übernahme des Pensionsplans der Stagecoach Group. Aberdeen wird die Verantwortung für die Finanzierung des Plans sowie die Verwaltung der Vermögenswerte in Höhe von 1,2 Milliarden Britischen Pfund übernehmen.
Der Pensionsplan des Verkehrsbetreibers verfügt über einen substanziellen Überschuss und soll als Run-on-Modell aktiv bleiben. Dieses Modell gewährleiste die langfristige Sicherheit des Pensionsplans, biete seinen über 22.000 Mitgliedern verbesserten Inflationsschutz und umfasse eine zusätzliche Rentenerhöhung von rund 1,5 Prozent zu Beginn für alle Mitglieder.
Aberdeen erhält einen Minderheitsanteil an künftig ausgeschütteten Überschüssen, während der Hauptteil zugunsten der Mitglieder verwendet wird. Die Vereinbarung nutzt sowohl die Pensionsanlagelösungen von Aberdeen als auch die spezielle Fachkompetenz des Unternehmens im Bereich Private Markets. Dadurch ergeben sich Möglichkeiten für Investitionen in Infrastruktur, Private Credit Investments und Immobilien.
Die Initiative unterstützt darüber hinaus das übergeordnete Ziel der britischen Regierung, Pensionsvermögen produktiver anzulegen: „Die Partnerschaft entspricht dem Ziel des Vereinigten Königreichs, Pensionskapital verstärkt für wirtschaftliche Zwecke einzusetzen“, so Jason Windsor, CEO der Aberdeen Group. „Wir glauben an das Run-on-Modell für gut finanzierte Pensionspläne und wenden diesen Ansatz bereits erfolgreich für unser eigenes System an.“ Mit einem weltweit verwalteten Vermögen von mehr als 200 Milliarden Pfund für Pensions- und Versicherungskunden sieht sich Aberdeen strategisch gut aufgestellt, um durch breit diversifizierte Anlagen nachhaltigen Mehrwert zu generieren.
Patrick Daum ist Chef vom Dienst bei dpn-online. Er berichtet über alle Themen rund um das institutionelle Asset Management.

