SEC-Genehmigung treibt Bitcoin-Nachfrage an

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Es war vermutet worden, dass die Zulassung von Bitcoin-Spot-ETFs durch die US-Börsenaufsicht SEC die Nachfrage nach Bitcoin-Anlageprodukten antreiben wird. Spectrum Markets, ein paneuropäischer Handelsplatz für Wertpapiere, bestätigt diese Einschätzung nun: „In den Stunden nach der Entscheidung der SEC, den ersten Bitcoin-ETF zu genehmigen, erlebte Spectrum einen sprunghaften Anstieg der Aktivität bei Bitcoin-bezogenen Produkten, da Privatanleger unseren 24-Stunden-Handel nutzten, um schnell auf die erwarteten Nachrichten in einem regulierten Umfeld zu reagieren“, berichtet Michael Hall, Head of Distribution bei Spectrum Markets. Der Spectrum European Retail Investor Index (SERIX) kletterte im Januar auf 109 Punkte – wobei ein Wert oberhalb von 100 Punkten für eine optimistische und unterhalb davon für eine pessimistische Stimmung steht. Zum Vergleich: Die SERIX-Werte für den DAX und den Nasdaq 100 notierten mit 99 bzw. 98 Punkten deutlich tiefer.

Am 11. Januar genehmigte die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC ETFs auf Bitcoin und öffnete damit das Anlageuniversum für zahlreiche Investoren, darunter auch institutionelle Anleger. Dass professionelle Investoren nun diese Vehikel nutzen dürfen, feuert die Nachfrage privater Investoren natürlich an. Der Handel mit Bitcoin-Turbos ist im Januar auf der Spectrum-Plattform um das 2,5-Fache gestiegen, verglichen mit dem Monatsdurchschnitt des Vorjahres. „Wir unterstützen die Entscheidung der SEC, da die Ermöglichung des Zugangs zu Bitcoin für US-Investoren über eine hoch regulierte und transparente Anlageform wie einen ETF der weltweit wachsenden Nachfrage nach verbesserten regulatorischen Standards für diese Anlageklasse entspricht“, ergänzt Hall. „In der EU ist ein börsengehandelter Bitcoin-Fonds im Rahmen der bestehenden Vorschriften nach wie vor nicht möglich, da die OGAW-Vorschriften keinen einheitlichen Referenzpreis für einen ETF-Basiswert zulassen.“ Um mit den USA wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten die EU-Vorschriften angepasst werden, damit Handelsströme von Europa nicht nach Übersee umgeleitet werden.

Laut aktueller Daten von CoinShares sammelten die neuen Bitcoin-Spot-ETFs allein in der vergangenen Woche Nettozuflüsse in Höhe von 1,1 Milliarden Euro ein. Insgesamt sind die Assets under Management in digitalen Anlageprodukten auch dank der jüngsten Preissteigerungen auf 59 Milliarden US-Dollar angewachsen und haben damit den höchsten Stand seit Anfang 2022 erreicht.

Patrick Daum ist Chef vom Dienst bei dpn-online. Er berichtet über alle Themen rund um das institutionelle Asset Management.

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