Blackrock wird zum Infrastruktur-Giganten

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Es ist ein Mega-Deal und gleichzeitig der größte, den Blackrock seit dem Kauf des ETF-Riesen Barclays Global Investors im Jahr 2009 tätigte: Der US-Finanzkonzern übernimmt für 12,5 Milliarden US-Dollar den Infrastrukturspezialisten Global Infrastructure Partners (GIP). 3 Milliarden Dollar bezahlten die New Yorker in bar, die restlichen 9,5 Milliarden Dollar in Form von zwölf Millionen eigenen Aktien. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2024 abgeschlossen werden.

GIP verwaltet mit 100 Milliarden Dollar doppelt so viele Assets im Bereich Infrastruktur wie Blackrock. Alternative Anlagen machen beim Branchenriesen bisher lediglich 3 Prozent aus. Das ändert sich mit der Übernahme nun schlagartig. Blackrock steigt zu einem der weltweit größten Investoren für die Bereiche Energie, Transport und digitale Infrastruktur auf.

Blackrock-Chef Larry Fink rechnet in Zukunft mit einer enormen Nachfrage nach digitaler Infrastruktur, Logistik-Drehkreuzen und neuen Anlagen für die Energiewende. Besonders spannend für ihn: GIP investiert in Häfen, Airports, Abfallwirtschaft und erneuerbare Energien. Zum Portfolio gehört unter anderem der Londoner Flughafen Gatwick. Sollte Finck Recht behalten, könnte der Deal ähnlich einschneidend sein wie die Barclays-Übernahme 2009. Mit ihr machte Finck sein Haus vor 15 Jahren zum globalen Marktführer für ETFs.

Patrick Daum ist Chef vom Dienst bei dpn-online. Er berichtet über alle Themen rund um das institutionelle Asset Management.

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