Der Immobiliensektor steht gegenwärtig vor Herausforderungen, die seine Robustheit auf die Probe stellen. Dies ist hauptsächlich auf die gestiegenen Zinssätze und den gleichzeitigen Rückgang der Vermögenswerte zurückzuführen. Diese beiden Faktoren bilden ein doppeltes Hindernis, das die Stabilität der Immobilienmärkte gefährdet.
Zyklische Sektoren, zu denen der Immobilienmarkt gehört, sind derzeit nicht ausreichend mit einer angemessenen Risikoprämie versehen. Dies verdeutlicht die Lage, in der sich Investoren und Marktteilnehmer im Immobiliensektor befinden. Die Bewertung und das Risikomanagement sind angesichts dieser Marktdynamiken von entscheidender Bedeutung, um künftige Chancen optimal zu nutzen und gleichzeitig potenzielle Risiken zu minimieren.
Adam Whiteley, Head of Global Credit bei Insight Investment, sagt dazu: „Generell erscheint uns die Kreditrisikoprämie in vielen zyklischen Sektoren nicht hoch genug, um attraktiv zu sein. Wir gehen zwar nicht davon aus, dass es zu einer Rezession kommt, oder wenn doch, dann nur zu einer sehr schwachen, aber wir glauben, dass eine wirtschaftliche Erholung nur langsam verlaufen wird. Ein nur begrenzt kräftiger Aufschwung könnte die zyklischen Sektoren mit schwierigem Gegenwind konfrontieren, der die Unternehmen daran hindert, eine starke Erholung zu verzeichnen. Trotz des hohen Zinsniveaus und der gedämpften Vermögenswerte sind wir jedoch der Ansicht, dass es im Immobiliensektor Bereiche gibt, die derzeit einen Wert darstellen, wenn man über die derzeitige Malaise hinaus bis zum nächsten allgemeinen Wirtschaftszyklus blickt.“
