Mittelstand und KI im Private-Equity-Fokus

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Es sind herausfordernde Zeiten für Private-Equity-Investoren. Die gestiegenen Zinsen haben das Umfeld durcheinandergewirbelt. Der Appetit auf Beteiligungskapital wurde im vergangenen Jahr schwächer. Exits sind inzwischen deutlich schwieriger umzusetzen. Doch das Tal könnte durchschritten sein: Laut des Mitte Juni 2023 veröffentlichten „Global Private Equity Barometer“ von Coller Capital sieht eine Mehrheit der institutionellen Investoren die Aussichten für Private Equity in den Jahren 2023 und 2024 positiv. Während 57 Prozent der 110 in Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik (inklusive Naher Osten) befragten Investoren zuversichtlich auf das laufende Jahr blicken, sind es für 2024 sogar 71 Prozent.

Die größten Chancen haben sie mit einer deutlichen Mehrheit von 87 Prozent in der Gesundheits- und Pharma-Branche ausgemacht. Der IT-Sektor folgt mit 75 Prozent vor Unternehmensdienstleistungen mit 73 Prozent. Nur eine abgeschlagene Minderheit von 21 Prozent setzt auf den Konsum. Jeweils 82 Prozent der Befragten rechnen 2023 und 2024 mit guten Anlagemöglichkeiten bei Fonds für den Mittelstand und Unternehmen in Sondersituationen. Ein Vergleich mit der Befragung von vor fünf Jahren zeigt aber auch: Das sich verändernde Umfeld hat Spuren hinterlassen. Sahen damals 93 Prozent die besten Chancen im unteren Mittelstand, sind es jetzt noch 81 Prozent. Auch die Aussichten für Wachstumskapital, große sowie Mega-Buy-outs sind förmlich zusammengebrochen (siehe Grafik). Große Sorgen äußern Investoren auch hinsichtlich der Verschuldung bei Buyout-Geschäften. 51 Prozent halten diese für zu hoch, nur 4 Prozent denken, dass das Verschuldungslevel zu niedrig sei.

Die befragten Investoren zeigten sich mehrheitlich durchaus zufrieden mit den von ihnen erzielten Renditen: 64 Prozent gaben an, dass ihr Buy-and-Build-Investment besser performt habe als ursprünglich erwartet. 39 Prozent erzielten sogar eine jährliche Nettorendite von über 16 Prozent – der höchste Wert seit zehn Jahren. Etwa drei Fünftel der institutionellen Investoren sehen in diesem und im nächsten Jahr die besten Möglichkeiten bei Investments in Familien- und Gründerunternehmen sowie bei Unternehmensverkäufen und Spin-offs.

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Patrick Daum ist Chef vom Dienst bei dpn-online. Er berichtet über alle Themen rund um das institutionelle Asset Management.

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