Die Schweizer Asset Management Branche ist für den Schweizer Finanzplatz, die Realwirtschaft und die Vorsorgewerke sehr wichtig. Sie steht aber auch vor Herausforderungen, etwa beim Marktzugang und der Nachhaltigkeit.

Das Asset Management ist ein wachsendes Segment des Schweizer Finanzplatzes und trägt zu dessen Diversifizierung bei. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Finanzierung der Realwirtschaft und der Vorsorgewerke, sowie im Bereich Sustainable Finance, wie Iwan Deplazes, Präsident der Asset Management Association Switzerland (AMAS), an der diesjährigen Generalversammlung erklärte. Er stützt sich dabei auf die wichtigsten Erkenntnisse aus der Asset Management Study 2021. Die Branche erzielte im vergangenen herausfordernden Jahr ein Wachstum von 10,6 Prozent, und erreichte mit rund 2.8 Billionen Franken an verwalteten Vermögen einen neuen Höchststand. Laut Jürg Fausch vom Institut für Finanzdienstleistungen IFZ in Zug lagen die Hauptgründe für diese erfreuliche Entwicklung in den sich erholenden Finanzmärkten und den Neugeldern in Höhe von 100 Milliarden Franken.

Nachhaltiger Finanzplatz Schweiz bietet Chancen

Der Bundesrat sieht grosse Chancen für einen nachhaltigen Finanzplatz Schweiz und will den Regulierungsrahmen optimieren, wie seine Vertreterin Daniela Stoffel, Staatssekretärin für internationale Finanzfragen im Eidgenössisches Finanzdepartement, äusserte. Industrie und Verbände seien aufgefordert, Nachhaltigkeit voranzutreiben, und die Massnahmen des Bundesrates zu vertiefen und umzusetzen. Nachhaltige Vermögen nahmen zwischen 2016 und 2020 insgesamt um über 50 Prozent auf 35.3 Billionen US-Dollar zu. Entsprechend zeigte Prof. Markus Leippold vom Department of Banking and Finance der Universität Zürich die Wirkung und die Vorteile von Impact Investing auf. Die grösste Herausforderung auf dem Weg in Richtung ESG Investing sieht er allerdings in der schlechten Datenqualität.

Brückenschlag hin zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem

Mit Fokus auf die Themen ‘Wirkung und Transparenz’, ‘Missverhältnis von Angebot und Nachfrage’ sowie ‘Fintech für die Sustainable Development Goals’ fand zwischen dem 29. November und dem 2. Dezember in Genf zudem die zweite Ausgabe der Multi-Stakeholder-Bewegung ‘Building Bridges’ statt, deren Präsident Patrick Odier ist. Er ist auch Präsident des Verwaltungsrates der Banque Lombard Odier & Cie SA sowie Präsident von Swiss Sustainable Finance SSF. Die Bewegung will eine Brücke vom Wirtschaftssystem, das die Erde zerstört, zu einem das die Erde erhält und ihr hilft sich zu regenerieren, schlagen. Dazu will die Bewegung Einfluss auf die globale Agenda nehmen und alle relevanten Akteure zu einem konzertierten Vorgehen bewegen.

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