Die Allianz hat im Geschäftsjahr 2024 erneut eine Steigerung ihrer Kapitalanlageerträge verzeichnet. Der Jahresüberschuss stieg von 8,1 auf 8,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch das Kapitalanlageergebnis legte zu. Es erhöhte sich von 8,8 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf 9,6 Milliarden Euro. Die Zunahme um 9,4 Prozent ist im Wesentlichen auf höhere Erträge aus verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zurückzuführen. Diese stiegen um 1,4 Milliarden Euro auf 7,9 Milliarden Euro. Den größten Einzelbeitrag lieferte dabei die niederländische Tochtergesellschaft Allianz Europe B.V. mit einer Dividendenausschüttung in Höhe von 6,3 Milliarden Euro.
Zusätzliche Erträge resultierten aus anderen Kapitalanlagen wie Anleihen, Rückversicherungsforderungen, konzerninternen Cashpools und Darlehen. Diese Ertragskategorie erhöhte sich um 41 Prozent auf insgesamt 1,25 Milliarden Euro.
Parallel dazu stiegen die Aufwendungen für Kapitalanlagen leicht auf 2,44 Milliarden Euro. Maßgeblich dafür waren höhere Zinskosten, unter anderem durch den internen Cashpool und ausgegebene Nachranganleihen.
Struktur des Kapitalanlageportfolios
Zum 31. Dezember 2024 belief sich das gesamte Kapitalanlagevolumen der Allianz auf 129,2 Milliarden Euro – ein Anstieg von 7,1 Prozent.
Die Anlageschwerpunkte lagen vor allem in drei Bereichen:
Den größten Anteil machten Beteiligungen und verbundene Unternehmen mit einem Buchwert von 78,1 Milliarden Euro aus.
An zweiter Stelle standen Anleihen mit einem Gesamtwert von 28,5 Milliarden Euro. Davon entfielen 12,1 Milliarden Euro auf Staatsanleihen. Die größten Positionen hielten dabei Frankreich mit 2,8 Milliarden Euro, Deutschland mit 1,8 Milliarden Euro, die Niederlande mit 1,4 Milliarden Euro und Japan mit 1,2 Milliarden Euro.
Zusätzlich waren 16,8 Milliarden Euro als Depotforderungen aus übernommenem Rückversicherungsgeschäft ausgewiesen. Diese stammen in erster Linie aus konzerninternen Rückversicherungsverträgen und spiegeln das gestiegene interne Geschäftsvolumen wider.
Die Zahlen des Geschäftsjahres 2024 zeigen damit eine insgesamt stabile Entwicklung der Kapitalanlageaktivitäten der Allianz. Getragen von internen Erträgen, strukturierten Investitionen und einer breiten geografischen Streuung.
Justin Geschwill ist Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- & Investmentnachrichten. Er berichtet seit 2026 über zentrale Themen aus Asset Management und Pension Management. Zuvor war er Redaktionsvolontär bei der F.A.Z. Davor war er bei Infineon Technologies als Finance Business Partner tätig. Sein Studium der Betriebswirtschaftslehre absolvierte er im Rahmen eines dualen Studiums bei Infineon Technologies in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart.

