Neuer Gesellschafter für Berenberg

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Die Hamburger Privatbank Berenberg ordnet nach dem Bilanzskandal ihren Gesellschafterkreis neu. Im Juni hatte die BaFin die gesamte Geschäftsführung, bestehend aus Hendrik Riehmer, David Mortlock und Christian Kühn, abberufen. Während Mortlock und Kühn gemeinsam mit anderen ehemaligen persönlich haftenden Gesellschaftern weiterhin knapp 7 Prozent am Geldhaus halten, besitzt Ex-Bankchef Riehmer keine Kapitalanteile an Berenberg mehr.

Wie die Hamburger zu Wochenbeginn mitteilten, hat die Döhle Gruppe den bisherigen Anteil von Riehmers an der PetRie Beteiligungsgesellschaft – dem zentralen Vehikel für Kernbeteiligungen an der Privatbank – erworben und hält künftig 9,98 Prozent an Berenberg. Riehmers weitere Gesellschaftsanteile in Höhe von knapp 1 Prozent wurden von der Familie v. Berenberg übernommen.

„Die Döhle Gruppe ist ein hanseatisches Schifffahrts- und Kaufmannshaus im besten Sinne“, kommentiert Dr. Hans-Walter Peters, Gesellschafter von Berenberg und Geschäftsführer der PetRie Beteiligungsgesellschaft, den Anteilswechsel. „Die Gesellschafter freuen sich, einen solchen Partner in ihrem Kreis zu haben.“ Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Es handelt sich um eine reine Finanzbeteiligung, Einblick in das Kundengeschäft wird Döhle nicht haben.

Damit verteilen sich die Gesellschaftsanteile von Berenberg wie folgt:

  • Familie v. Berenberg: 31,86 Prozent
  • PetRie Beteiligungsgesellschaft mbH und Dr. Hans-Walter Peters: 21,41 Prozent
  • Christian Fürst zu Fürstenberg: 14,25 Prozent
  • Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma: 14,25 Prozent
  • Compagnie du Bois Sauvage S. A.: 11,40 Prozent
  • David Mortlock, Christian Kühn und ehemalige phG: 6,83 Prozent

Patrick Daum ist Chef vom Dienst bei dpn-online. Er berichtet über alle Themen rund um das institutionelle Asset Management.

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