Die österreichischen Pensionskassen verwalteten zum Ende des vierten Quartals 2025 ein Vermögen von 30,37 Milliarden Euro und damit 2,7 Prozent mehr als im Vorquartal. Das Kapital wird von acht Anbietern – fünf überbetrieblichen und drei betrieblichen Pensionskassen – verwaltet. Gleichzeitig stieg die Zahl der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten auf rund 1,13 Millionen Personen (+1,1 Prozent). Rund 159.000 Personen beziehungsweise 14 Prozent beziehen bereits eine laufende Pensionsleistung.

In der Kapitalanlage dominieren Aktien, gefolgt von Schuldverschreibungen. Rund 32,2 Prozent der Vermögenswerte sind (nach Absicherungsgeschäften) in Fremdwährungen investiert. Der Großteil des Vermögens (95 Prozent) wird über Investmentfonds gehalten. Für das Gesamtjahr 2025 erzielten die Pensionskassen eine Veranlagungsperformance von 4,8 Prozent, davon 2,4 Prozent im vierten Quartal. Die durchschnittliche jährliche Rendite der vergangenen zehn Jahre liegt bei 3,4 Prozent.
BVKen mit defensiver Allokation
Auch die Betrieblichen Vorsorgekassen (BVK) konnten ihr verwaltetes Vermögen weiter ausbauen. Das Anwartschaftsvermögen belief sich zum Jahresende 2025 auf 23,56 Milliarden Euro, was einem Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 11,4 Prozent im Jahresverlauf entspricht. Insgesamt werden rund 11,5 Millionen Anwartschaften von sieben BVKen verwaltet. Das durchschnittliche Vermögen pro Anwartschaft beträgt rund 2.050 Euro.

Die Asset-Allokation der BVK ist vergleichsweise defensiv: Anleihen machen 62,8 Prozent des Portfolios aus, Aktien 17,7 Prozent. Ergänzt wird das Portfolio unter anderem durch Darlehen, Immobilien und Bankguthaben. Die Veranlagung erzielte zum Jahresende 2025 eine Rendite von 1,3 Prozent bzw. 3,6 Prozent im Jahresverlauf. Über die vergangenen zehn Jahre lag die durchschnittliche jährliche Performance bei 1,7 Prozent. Die durchschnittliche Kapitalgarantierücklage der BVK beträgt derzeit 0,99 Prozent der gesamten Anwartschaftssumme.
Goran Culjak ist Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- & Investmentnachrichten. Davor arbeitete er bei PLATOW als Fachredakteur für Versicherung und Altersvorsorge und etablierte die Risikomanagementkonferenz. Der Diplom-Betriebswirt (FH) startete 2004 als Pressereferent bei Union Investment seine berufliche Laufbahn.

