Innerhalb der vergangenen Dekade ist der Frauenanteil unter den weltweiten Fondsmanagern lediglich um rund 2,5 Prozentpunkte auf 12,9 Prozent gestiegen. Das berichtet das Branchenmagazin Citywire in seinem zehnten jährlichen Alpha Female Report. Das Medium analysierte dafür die Karrieren und die Performance von über 18.000 Portfolio- und Fondsmanagern.
Besonders schwach schneidet Deutschland ab: Mit nur 7 Prozent weiblichen Fondsmanagern liegt die Branche hierzulande am Ende der europäischen Vergleichsliste. So wird im Vereinigten Königreich bereits rund jeder sechste Fonds von einer Frau verantwortet. In Europa bleibt jedoch Spanien mit 22 Prozent Frauen in Führungspositionen im Asset Management Spitzenreiter. International zeigen sich noch größere Unterschiede. Taiwan erreicht mit 32 Prozent den insgesamt höchsten Frauenanteil, gefolgt von Singapur mit 25 Prozent.
Frauen wechseln deutlich häufiger den Job
Deutlich dynamischer entwickelte sich hingegen das von Frauen verantwortete Vermögen. Während 2016 lediglich 1,3 Billionen Pfund unter weiblicher Leitung standen, sind es heute rund 4 Billionen Pfund. Haupttreiber sind laut Citywire gemischte Teams: Ihr Anteil an allen Fonds ist seit 2016 von 6,7 auf 14,9 Prozent gestiegen, und sie verantworten 3,4 Billionen Pfund der weiblich geführten Assets.
Von Frauen verwaltete Fonds sind mit durchschnittlich 362 Millionen Pfund kleiner als rein männlich gemanagte Fonds mit 535 Millionen Pfund. Doch im Schnitt verwaltet eine Frau mit 2,067 Milliarden Pfund in Gänze rund zwei Millionen Pfund mehr als ein männlicher Kollege. Auch dies ist laut Citywire eine Folge der Zunahme gemischter Teams. Mit 44 Prozent Fluktuationsrate wechseln Frauen unterdessen deutlich häufiger den Arbeitgeber als Männer.
Arrian Correns ist seit 2024 Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- und Investmentnachrichten. Seine ersten Schritte im Journalismus machte der studierte Staatswissenschaftler im Lokaljournalismus. 2023 wechselte er mit dem Volontariat im Fachverlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den Finanzjournalismus. In dieser Zeit schrieb Arrian Correns auch für die dpn-Schwesterpublikationen „FINANCE Magazin“ und „Die Stiftung“. Arrian Correns befasst sich heute vor allem mit Themen der institutionellen Kapitalanlage und der Digitalisierung der Investmentbranche.

