CFO verlässt nach knapp 20 Jahren die Nürnberger Versicherung

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Jürgen Voß, der seit 2019 als CFO der Nürnberger Versicherung tätig ist, wird das Unternehmen Ende 2025 verlassen. Das gab die Versicherung am Montag bekannt. Voß trat 2006 als Bereichsleiter bAV-Firmen- und Verbandsakquise in das Unternehmen ein. 2017 wurde er Teil des Vorstands, nachdem er zahlreiche Führungspositionen innehatte. Er bleibt dem Unternehmen jedoch auch nach seinem Ausscheiden erhalten, indem er weiterhin dem Aufsichtsratsvorsitz der Fürst Fugger Privatbank AG innehält, an der die Nürnberger 99 Prozent hält. Die Trennung erfolgt nach Darstellung des Unternehmens „im besten gegenseitigen Einvernehmen“.

Große Verluste in der Schadenssparte

Dennoch kommt die Entscheidung zum Ausscheiden von Voß im gleichen Atemzug mit der Veröffentlichung der „gemischten Bilanz“ 2024. Während die Geschäftsfelder Leben, Kranken und Bankdienstleistungen positive Ergebnisse lieferten, musste die Schaden- und Unfallsparte einen erheblichen Verlust von 157,4 Millionen Euro verbuchen. Hauptursachen hierfür waren gestiegene Schadenaufwendungen aufgrund von Inflation, Großschäden und Abwicklungen von Vorjahresschäden. Das Konzernergebnis sank insgesamt von 42,8 Millionen Euro auf minus 77,0 Millionen Euro. Die Konzernerträge aus Kapitalanlagen stiegen jedoch um 8,7 Prozent auf 813 Millionen Euro.

CEO Harald Rosenberger gibt sich optimistisch und prognostizierte für 2025 ein Konzernergebnis von rund 40 Millionen Euro. „Die Nürnberger ist und bleibt ein solides Unternehmen mit einer Solvenzquote von deutlich über 200 Prozent“, so Rosenberger weiter.Die Bruttobeiträge stiegen um 3,3 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro, der Konzernumsatz erhöhte sich um 4,3 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Aufgrund eines Rückgangs im Einmalbeitragsgeschäft und der Sanierung im Schadenbereich gingen die Neu- und Mehrbeiträge leicht auf 488,3 Millionen Euro zurück. Die angespannte finanzielle Lage spiegelt sich auch bei den Dividenden wider: Sie wird deutlich eingekürzt, von derzeit 3,5 Euro je Wertpapier auf gerade einmal 14 Cent.

Arrian Correns ist seit 2024 Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- und Investmentnachrichten. Seine ersten Schritte im Journalismus machte der studierte Staatswissenschaftler im Lokaljournalismus. 2023 wechselte er mit dem Volontariat im Fachverlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den Finanzjournalismus. In dieser Zeit schrieb Arrian Correns auch für die dpn-Schwesterpublikationen „FINANCE Magazin“ und „Die Stiftung“. Arrian Correns befasst sich heute vor allem mit Themen der institutionellen Kapitalanlage und der Digitalisierung der Investmentbranche.

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