Der Klimawandel vollzieht sich in immer grösseren Ausmassen und ist inzwischen überall auf der Welt spürbar. Die Erde steuert auf eine Erwärmung um mindestens 3 Grad Celsius bis 2100 zu. Noch lassen sich die Folgen begrenzen. Die Bedeutung von Kapitalzuflüssen in nachhaltige Anlagen beschleunigt sich.

Der Klimawandel ist real. Viele Klimaveränderungen treten zum ersten Mal seit Tausenden von Jahren auf; einige von ihnen bräuchten Hunderte oder gar Tausende Jahre, um rückgängig gemacht zu werden. Das geht aus dem neuesten Klimabericht 2021 des Weltklimarats der Vereinten Nationen (Intergovernmental Panel on Climate Change; IPCC) hervor, der am Montag in Genf vorgestellt wurde.

Ausstoss von CO2-Emissionen muss stark reduziert werden

In den vergangenen Jahren haben klimatische Extremereignisse weltweit stark zugenommen. Umkehren lassen sie sich nicht mehr; selbst bei Umsetzung harter Massnahmen werden aktuelle Klimaentwicklungen noch Jahre andauern. Lässt sich der Klimawandel also nicht mehr aufhalten? Doch, denn noch lässt sich das Ausmass der Erderwärmung reduzieren, sagt der Klimarat. Dazu müsste der Ausstoss von CO2 und anderen Treibhausgasen stark reduziert werden, mahnt er. So könnten sich die globalen Temperaturen in 20 bis 30 Jahren stabilisieren und bestenfalls langfristig leicht sinken. Ansonsten liesse sich die Erderwärmung nicht auf die 1,5 Grad Celsius, die das Pariser Klimaabkommen festgesetzt hat, gegenüber der vorindustriellen Zeit begrenzen.

Institutionelle Investoren erachten nachhaltige Anlagen als zunehmend attraktiv

Gefordert ist neben der Politik auch die Finanzindustrie. Tatsächlich stehen bei globalen institutionellen Investoren Nachhaltigkeitskriterien ganz oben auf der Agenda. Das besagt die von UBS Asset Management in Auftrag gegebene Studie «Resetting the agenda – How ESG is shaping our future» der Economist Intelligence Unit. Danach sind sich drei Viertel der institutionellen Anleger weltweit einig, dass die Corona-Pandemie die Bedeutung von ESG (Environment, Social und Governance) und Kapitalzuflüssen in nachhaltige Anlagen beschleunigen wird. Das kommt nicht von ungefähr: Der Grossteil der Befragten (74 Prozent) bestätigt, dass Investitionen mit ESG-Kriterien in den drei Jahren vor 2020 eine bessere finanzielle Performance gezeigt haben als die entsprechenden traditionellen Investitionen. An der Umfrage nahmen 450 Investoren aus Nordamerika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum teil.

Nachhaltiges Investieren wird zum ‘must have’

Nachhaltigkeitskriterien bei Anlageentscheidungen zu berücksichtigen wird je länger desto weniger als Kompromiss gesehen, sondern als erfolgversprechende Chance für eine nachhaltigere Welt, sagt Suni Harford, Präsidentin UBS Asset Management. «ESG-Kriterien sind sowohl ein neuer Leistungsmarker als auch ein Wachstumstreiber, und institutionelle Investoren nutzen sie, um bessere Anlageentscheidungen zu treffen und ihre eigene Leistung zu bewerten», ergänzt sie. ESG-Kriterien werden also immer mehr zum Anlageschlüssel, um Kaufgelegenheiten über die verschiedene Anlageklassen hinweg wahrzunehmen.

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