Noch ist die Digitale Rentenübersicht nicht sehr bekannt und ihre Nutzung auch noch nicht weit verbreitet. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) haben immerhin 2,5 Millionen Menschen die Eingangswebsite aufgerufen. Ein kostenloses Zugangskonto, das für die Übersicht nötig ist, haben jedoch bisher nur 200.000 Personen genutzt und die Daten abgerufen. 6,5 Millionen Abfragen kamen so bisher zusammen. In diesen Zahlen fehlen noch viele Vorsorgeanbieter, heißt es in einem Bericht der F.A.Z. am Sonntag vom 29. Dezember 2024.
Mehr als 700 Vorsorgeeinrichtungen sollten seit Jahresbeginn ihre Daten liefern, von Versicherungen und Banken über Fondsgesellschaften, Pensions- und Versorgungskassen bis hin zu größeren Unternehmen mit betrieblicher Altersvorsorge. Mitte Dezember waren schon rund 530 davon technisch angebunden. Die DRV, unter deren Dach die Digitale Rentenübersicht geführt wird, ist optimistisch, den Rest zeitnah zu schaffen: „Der Anbindungsprozess läuft auf Hochtouren und bisher reibungslos.“ Eventuell kommen auch noch einige kleinere Einrichtungen dazu, die nicht zur Meldung verpflichtet sind, sich aber freiwillig anbinden lassen könnten. Zum vollständigen Beitrag „Was taugt die digitale Rentenübersicht?“ der F.A.Z. am Sonntag gelangen Sie hier.
Die Digitale Rentenübersicht bietet allen Bürgerinnen und Bürgern einen Überblick über ihre individuell erwartbare Vorsorgesituation im Alter aus den drei Säulen der Alterssicherung. Von Beginn an wurde das Online-Portal fortlaufend evaluiert und User wurden befragt. Den ersten Evaluationsbericht hat die DRV im August vorgelegt.
Die Digitale Rentenübersicht verschafft allen Bürgerinnen und Bürgern eine Übersicht über ihre persönlichen Altersvorsorgeansprüche aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Alterssicherung. Das Online-Portal kann somit eine gute Grundlage für eine weitergehende Beratung sein, um etwaige Lücken in der Altersversorgung frühzeitig erkennen und handeln zu können. Die Nutzung des Portals ist kostenlos.
Um festzustellen, ob die Digitale Rentenübersicht ihre Ziele erfüllt und den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer entspricht, wurde ein Evaluationsbericht bereits in der gesetzlichen Grundlage verankert. Der mittlerweile vorliegende Bericht enthält die Ergebnisse der Evaluation sowie daraus abgeleitete Empfehlungen.
Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:
- Die Vertrauenswürdigkeit des Online-Portals wird von Nutzerinnen und Nutzern als hoch angesehen
- Viele Bürgerinnen und Bürger gaben an, dass sich ihr Kenntnisstand über die eigene Altersvorsorgeansprüche wesentlich verbessert hat
- Die Informationen zu den individuellen Ansprüchen aus den drei Säulen der Rentenversicherung werden als verständlich eingeschätzt
„Der Evaluationsbericht zeigt, dass wir gemeinsam ein ausgezeichnetes Produkt für die individuell erwartbare Vorsorgesituation im Alter geschaffen haben. Das Feedback der Nutzerinnen und Nutzer ist wertvoll und wichtig, es hilft uns die Plattform weiter zu optimieren“, erklärt Stephan Fasshauer, Direktor der Deutschen Rentenversicherung Bund. Die User haben zudem Wünsche an die Zentrale Stelle für die Digitale Rentenübersicht (ZfDR) zur Weiterentwicklung der Digitalen Rentenübersicht gerichtet. Diese würden bewertet und geprüft, heißt es.
Goran Culjak ist Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- & Investmentnachrichten. Davor arbeitete er bei PLATOW als Fachredakteur für Versicherung und Altersvorsorge und etablierte die Risikomanagementkonferenz. Der Diplom-Betriebswirt (FH) startete 2004 als Pressereferent bei Union Investment seine berufliche Laufbahn.

