Nomura übernimmt Macquaries Geschäft in USA und Europa

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Die größte Investmentbank Japans, Nomura, hat die Übernahme von Macquaries Public Asset Management-Geschäft in den USA und Europa für rund 1,8 Milliarden USD bekannt gegeben. Der japanische Finanzkonzern erweitert damit sein verwaltetes Vermögen auf insgesamt rund 770 Milliarden USD. Die Akquisition umfasst rund 180 Milliarden USD an Assets under Management, aufgeteilt in 50 Prozent Aktien, 40 Prozent festverzinsliche Wertpapiere und 10 Prozent Multi-Asset-Strategien.

Das verwaltete Vermögens Nomuras außerhalb Japans verdoppelt sich durch den Deal fast. Die Hälfte des Vermögens stammt aus dem Retail-Segment, 35 Prozent von institutionellen Investoren aus der Versicherungsbranche und 15 Prozent von anderen institutuionellen Investoren.

Zugang zur US-amerikanischen Versicherungsbranche

„Diese Akquisition wird mit unseren globalen Wachstums- und Diversifizierungszielen bis 2030 in Einklang stehen“, so Kentaro Okuda, Präsident und CEO von Nomura. Besonders relevant für den deutschen Markt ist, dass Nomura durch die Übernahme Zugang zu etablierten Netzwerken in der US-amerikanischen Versicherungsbranche erhält. Dies könnte auch Auswirkungen auf institutionelle Anleger in Deutschland haben, die zunehmend nach global diversifizierten Anlagelösungen suchen.

Das Geschäft von Macquarie, das mehr als 700 Mitarbeiter beschäftigt, bietet Nomura nicht nur Zugang zu neuen Märkten, sondern auch zu bestehenden Beziehungen zu US-amerikanischen Intermediären und institutionellen Investoren. Darüber hinaus setzt Nomura auf die Weiterentwicklung von aktiven ETFs und datengetriebenen Anlagestrategien, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern.

Arrian Correns ist seit 2024 Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- und Investmentnachrichten. Seine ersten Schritte im Journalismus machte der studierte Staatswissenschaftler im Lokaljournalismus. 2023 wechselte er mit dem Volontariat im Fachverlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den Finanzjournalismus. In dieser Zeit schrieb Arrian Correns auch für die dpn-Schwesterpublikationen „FINANCE Magazin“ und „Die Stiftung“. Arrian Correns befasst sich heute vor allem mit Themen der institutionellen Kapitalanlage und der Digitalisierung der Investmentbranche.

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