Insti-Vertrieb der Deka schreibt wieder schwarze Zahlen

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Die DekaBank verzeichnete im vergangenen Jahr Zuflüsse in Höhe von 11,4 Milliarden Euro im Privatkundensegment, aber auch das institutionelle Geschäft erfuhr wieder eine Netto-Belebung. Das berichtete der Vorstand des Finanzdienstleisters der Sparkassen-Finanzgruppe auf ihrer Bilanzpressekonferenz die Woche in Frankfurt.

Zum Ende des vergangenen Jahres belief sich das wirtschaftliche Ergebnis auf 892 Millionen Euro, was rund 8,2 Prozent weniger als im Vorjahr ist. Für den Deka-Vorstand ist das Ergebnis dennoch eine positive Überraschung, lag eine erste Prognose aus dem März des vergangenen Jahres noch bei gerade einmal 700 Millionen Euro. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Turbulenzen im Zuge von Donald Trumps erratischer Wirtschaftspolitik mit rückläufigen Gewinnen rund um die 800-Millionen-Euro-Marke.

Verwahrstelle erfährt großem Zuwachs

Letztes Jahr sorgte eine Zahl in den Bilanzen der Sparkassen-Tochter für Aufsehen: Nettoabflüsse in Höhe von 17,3 Milliarden Euro standen bei den Vertriebsleistungen im institutionellen Geschäft in den Büchern, weil ein Großmandat verloren ging. Deka-Chef Georg Stocker zeigte sich damals betont gelassen. Weil großvolumige Mandate meist nur auf eine niedrige Rendite ausgelegt sind, sei der Abgang aus Ertragssicht „nicht relevant“.

In der aktuellen Bilanz standen wieder Netto-Zuflüsse in Höhe von 2,5 Milliarden Euro in den Büchern, was immer noch deutlich unter den Werten von 2022 (6,6 Milliarden Euro) und 10,7 Milliarden Euro im Jahr 2021 liegt. Das in der Deka-Verwahrstelle betreute Vermögen institutioneller Kunden stieg um fast 13 Prozent auf 327,4 Milliarden Euro.

Neuaufstellung im institutionellen Geschäft

Doch der Wegfall des Großmandats scheint nicht ohne Spuren an der Deka vorbeigegangen zu sein, vor allem da es nicht der erste Fall dieser Art war. Bereits 2022 ging ein Milliardenmandat an die Helaba. Die Deka fing Ende vergangenen Jahres an, ihr institutionelles Geschäft umzubauen. Neben mehreren personellen Veränderungen – unter anderem verließ der Bereichsleiter des institutionellen Geschäfts, Thomas Leicher, das Haus – beschloss die Deka die Aufspaltung des institutionellen Geschäfts und des institutionellen Vertriebs.

Während das Geschäft mit Kunden aus dem Sparkassen-Unternehmen weiterhin dem Vertriebsdezernat der DekaBank unterliegt, werden externe Kunden zukünftig Deka-Tochterunternehmen wie die Deka Investment oder Deka Immobilien zugeordnet. Allgemein möchte das Unternehmen sich im institutionellen Geschäft auf „wertorientierte“ Mandate setzen, betonte Stocker auch auf der Pressekonferenz.

Arrian Correns ist seit 2024 Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- und Investmentnachrichten. Seine ersten Schritte im Journalismus machte der studierte Staatswissenschaftler im Lokaljournalismus. 2023 wechselte er mit dem Volontariat im Fachverlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den Finanzjournalismus. In dieser Zeit schrieb Arrian Correns auch für die dpn-Schwesterpublikationen „FINANCE Magazin“ und „Die Stiftung“. Arrian Correns befasst sich heute vor allem mit Themen der institutionellen Kapitalanlage und der Digitalisierung der Investmentbranche.

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