Insti-Fonds durchbrechen die 2,2-Billionen-Euro-Schallmauer

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Die offenen Spezialfonds der 116 Fondsgesellschaften, die dem Branchenverband BVI angehören, verzeichneten in der ersten Jahreshälfte einen Netto-Zufluss in Höhe von 14,7 Milliarden Euro. Das teilte der Verband vor kurzem mit. Das Gesamtvolumen der Spezialfonds wuchs damit auf rund 2.208 Milliarden Euro. Die größte Anlegergruppe sind Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherer. Insgesamt verwalten die Fondsgesellschaften des BVI Vermögen in Höhe von 4.625 Milliarden Euro.

Das verwaltete institutionelle Vermögen in geschlossenen Spezialfonds wuchs immerhin um 1,4 Milliarden Euro auf nunmehr 59 Milliarden Euro. Die „Instis“ dominieren damit laut BVI die geschlossene Fondslandschaft, verantworten sie doch 94 Prozent der Mittel. Sie sind damit auch maßgeblich für das Wachstum der geschlossenen Fonds verantwortlich. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre mehr als verdreifachten sich die AUM in diesen.

Institutionelles Neugeschäft hinkt dem Retailgeschäft hinterher

Getrieben wird diese Entwicklung laut BVI vor allem durch die Popularität von Private-Equity-Fonds. Die Alternative-Sparte macht inzwischen 46 Prozent der Mitgliedervermögen in geschlossenen Fonds aus. Immobilieninvestments hingegen haben es weiterhin schwer. Nach den massiven Mittelabflüssen der vergangenen Jahre machen sie nun nur noch rund ein Drittel innerhalb der geschlossenen Vehikel aus – 2020 waren es noch die Hälfte. Wenngleich laut BVI geschlossene Spezialimmobilienfonds in der ersten Jahreshälfte wieder Zuflüsse in Höhe von rund 690 Millionen Euro verzeichneten.

Grundsätzlich bleiben die Mittelzuflüsse aus dem institutionellen Geschäft weiter hinter jenen der Publikumsfonds zurück, die in den ersten zwei Quartalen um knapp 50 Milliarden Euro wuchsen. Insbesondere Rentenfonds und Aktienfonds legten im Retailgeschäft deutlich zu.

Arrian Correns ist seit 2024 Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- und Investmentnachrichten. Seine ersten Schritte im Journalismus machte der studierte Staatswissenschaftler im Lokaljournalismus. 2023 wechselte er mit dem Volontariat im Fachverlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den Finanzjournalismus. In dieser Zeit schrieb Arrian Correns auch für die dpn-Schwesterpublikationen „FINANCE Magazin“ und „Die Stiftung“. Arrian Correns befasst sich heute vor allem mit Themen der institutionellen Kapitalanlage und der Digitalisierung der Investmentbranche.

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