Im zweiten Quartal 2023 verzeichneten REITs eine leicht positive Rendite von 0,5 Prozent und schlossen das erste Halbjahr mit einer Gesamtperformance von 1,6 Prozent ab. Japan stach als Top-Performer hervor und erzielte 7,4 Prozent Rendite. Deutschland belegte den zweiten Platz mit einer Rendite von 6,5 Prozent. Diese starke Performance wurde durch verbesserte Bewertungen der Mehrfamilienhäuser-REITs und eine hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum begünstigt, wie Experten vom Immobilieninvestor Hazelview Investments erklärten. Auf der Verliererseite zwischen April und Juni 2023 stand neben Kanada, Singapur und Großbritannien besonders Hongkong, das einen erheblichen Verlust von 9,8 Prozent hinnehmen musste. Auch europäische Länder wie Finnland, Schweden und Belgien verzeichneten im Vergleich zu Deutschland schwache Ergebnisse.
Claudia Reich Floyd, Portfoliomanagerin für globale Immobilienaktien und Leiterin des Deutschland-Büros von Hazelview Investments, kommentiert, dass die Kurse der börsennotierten Immobilienaktien im zweiten Quartal weltweit von den besser als erwarteten Unternehmensergebnissen profitierten, wenngleich sie nicht mit den Zuwächsen der großen Tech-Werte mithalten konnten. REITs seien laut der Portfoliomanagerin derzeit aus drei Gründen attraktiv: Zum einen seien die Fundamentaldaten und Cashflows von Gewerbe- und Wohnimmobilien stabil, zum anderen werden REITs gegenüber anderen börsennotierten Wertpapieren mit einem hohen Abschlag gehandelt, und sie sind momentan um 21 Prozent niedriger bewertet als Core-Immobilien im direkten Markt. Diese Bewertungslücke sei historisch hoch und könnte zu einer Aufwertung von etwa 27 Prozent führen, so Reich Floyd.
