Es tut sich was in der Geschäftsführung von LBBW Asset Management. Wie die Fondsgesellschaft der Landesbank Baden-Württemberg mitteilte, wurde der Vertrag von Geschäftsführer Dirk Franz vorzeitig verlängert. Der bisherige COO wir zudem ab dem 1. Juli 2023 stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Stuttgarter sein. Teil der Geschäftsführung soll baldmöglichst auch Ulrike Modersohn werden, die im April dieses Jahres von MSC zu LBBW AM wechselte und als Generalbevollmächtigte den neu geschaffenen Bereich Relationship Management verantwortet.
„Großes Los“ für CIO Scherer
Spätestens zum 1. September wird ein Platz im Führungsgremium des Asset Managers frei. Denn CIO Bernhard Scherer verlässt das Unternehmen in Richtung Wüste: Im Mittleren Osten soll er bei einem Staatsfonds eine leitende Position übernehmen. Um welchen Staatsfonds es sich handelt, wollte ein Sprecher von LBBW AM auf dpn-Nachfrage nicht verraten. Es sei jedoch ein großer und Scherer habe damit ein großes Los gezogen, weshalb man ihn gerne ziehen lasse.
In jedem Fall wird Scherer künftig mehr Assets verwalten als die gut 80 Milliarden Euro bei LBBW AM. Der Abu Dhabi Investment Authority, größter Staatsfonds der Region, ist etwa 790 Milliarden US-Dollar schwer. Der Kuwait Investment Authority verwaltet 750 Milliarden Dollar, der saudi-arabische Public Investment Fund mehr als 600 Milliarden Dollar und der Qatar Investment Authority 475 Milliarden Dollar.
Patrick Daum ist Chef vom Dienst bei dpn-online. Er berichtet über alle Themen rund um das institutionelle Asset Management.

