Uniper, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände haben sich auf einen gemeinsamen Tarifvertrag zur Umsetzung der reinen Beitragszusage in der bAV geeinigt.

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) soll attraktiver werden. Das ist das Ziel von der auch als Sozialpartnermodell bezeichneten reinen Beitragszusage auf tariflicher Grundlage. In vielen Ländern gibt es die bereits seit Jahrzehnten, jetzt auch in Deutschland: Uniper, die Gewerkschaften Ver.di und IGBCE, der Arbeitgeberverband energie- und wasserwirtschaftlicher Unternehmungen e.V. (AVEW) sowie die Arbeitgebervereinigung Bayerischer Energieversorgungsunternehmen e.V. (AGV Bayern) haben sich auf einen gemeinsamen Tarifvertrag für die Umsetzung der reinen Beitragszusage in der bAV geeinigt.

Und so funktioniert es: Der Arbeitgeber zahlt die Beiträge für die Betriebsrente seiner Angestellten an einen externen Versorgungsträger, darf aber nicht für eine Leistung in bestimmter Höhe einstehen. Der Verzicht auf Garantien ermöglicht eine Beteiligung der Angestellten am Kapitalerfolg und damit eine höhere Versorgung in der Rente. Die Sozialpartner sind maßgeblich an der Durchführung und Steuerung beteiligt und stellen sicher, dass der Versorgungsträger – zum Beispiel ein Pensionsfonds – die eingezahlten Beiträge nach ökologischen, ethischen und sozialen Nachhaltigkeitskriterien anlegt.

Versorgungsträger für die Uniper-Beschäftigten ist die Metzler Sozialpartner Pensionsfonds AG. Die BaFin stellte im September 2022 die Unbedenklichkeit des Pensionsplans Metzler rBZ1 fest. Die Inhalte des Tarifvertrags sind schon seit Mai 2022 klar: Der tarifliche Arbeitgeberbeitrag setzt sich aus einem Grundbeitrag (2 Prozent des Bruttojahresentgelts), einem Matching-Beitrag (ein Drittel des Grundbeitrags bei Arbeitnehmereigenbeiträgen) sowie einem Kosten- und Sicherungsbeitrag von insgesamt 7 Prozent der geleisteten Beiträge zusammen.

Der durch den Sicherungsbeitrag des Arbeitgebers finanzierte Sicherungspuffer kann zum Ausgleich von Marktschwankungen in der Rentenphase genutzt werden. Wandeln die Angestellten zusätzlich eigenes Entgelt um, zahlt der Arbeitgeber einen Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent des umgewandelten Entgelts, soweit durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge eingespart werden.

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