Der norwegische Staatsfonds GPFG hat das dritte Quartal 2026 mit einer Rendite von –0,5 Prozent abgeschlossen. Damit blieb er um 0,18 Prozentpunkte hinter seinem Referenzindex zurück.
Schwächster Posten unter den Asset-Klassen waren die festverzinslichen Anlagen mit –3,5 Prozent Rendite. Die Aktien erzielten 0,5 Prozent. Die nicht börsennotierten Immobilien kamen auf 0,4 Prozent. Am besten schnitt die nicht börsennotierte Infrastruktur für erneuerbare Energien mit 7,5 Prozent Rendite ab.
Trond Grande, stellvertretender CEO von Norges Bank Investment Management (NBIM), erklärte, das Ergebnis liege nahe null und sei nur leicht negativ ausgefallen. Grund für die negative Performance seien steigende Zinsen, die zu schwächeren Ergebnissen bei den festverzinslichen Anlagen führten. Auch bei den Aktien habe die Rendite nahe null gelegen, die Branchen hätten sich aber stark unterschieden. „Energieunternehmen legten am stärksten zu, während zinssensitive Sektoren wie Versorger und Immobilien nachgaben“, so Grande.
Der Fondswert sank im dritten Quartal um knapp 65 Milliarden Euro. Die bilanzielle Rendite betrug –27 Milliarden Euro. Die Aufwertung der Krone verringerte den Wert um weitere 46 Milliarden Euro. Gegenläufig wirkten Zuflüsse von 8 Milliarden Euro nach Abzug der Verwaltungskosten.
Zum Stichtag 30. September 2026 lag der Wert des Fonds bei 2 Billionen Euro. Davon entfielen 72,1 Prozent auf Aktien und 25,8 Prozent auf festverzinsliche Wertpapiere. Nicht börsennotierte Immobilien machten 1,6 Prozent aus, nicht börsennotierte Infrastruktur für erneuerbare Energien 0,5 Prozent.
Tonia Schöler ist Volontärin bei F.A.Z. Business Media und hat neben dpn – Deutsche Pensions- & Investmentnachrichten bereits für weitere Publikationen des Verlags gearbeitet, wie die Personalwirtschaft und F.A.Z. Konferenzen. Zuvor hat sie Ihr Masterstudium in Medienwissenschaften und Unternehmensführung an der Universität Siegen absolviert.
