Guido Schaefer, bislang Vorstandsmitglied des Provinzial Konzerns, verlässt das Unternehmen. Das gab das Unternehmen kürzlich in einer Pressemitteilung bekannt. Schaefer bat den Vorstand um seinen Ausstieg mit Verweis auf persönliche Gründe. Der 56-Jährige kam bereits 1997 zum Unternehmen. 2011 trat er als Vertreter der Provinzial Rheinland dem Vorstand bei. Seit der Fusion der Provinzial Rheinland und Provinzial Nord-West verantwortete er zunächst das Lebensversicherungsgeschäft über beide Teile des Konzerns. Seit der Fusion beider Geschäftsversicherungen war er Chef der Provinzial Lebensversicherung. Laut dem Unternehmen gehört die Provinzial mit Prämieneinnahmen von über 2 Milliarden Euro zu den zehn größten Lebensversicherern in Deutschland.
Finanzvorstand übernimmt Schaefers Aufgaben
„Wir verabschieden uns mit großem Bedauern von Guido Schaefer, dessen Expertise maßgeblich zur positiven Entwicklung des Konzerns beigetragen hat, und wünschen ihm im Namen aller Aufsichtsräte für seine persönliche Zukunft alles Gute“, kommentiert der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Provinzial Holding, Michael Breuer, den Abschied Schaefers. Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt Ulrich Scholten das Lebensversicherungs-Ressort. Scholten ist seit September 2020 Finanzvorstand des Unternehmens und zuständig für die Kapitalanlage, die von der eigenen Asset-Management-Gesellschaft verwaltet wird.
Laut Geschäftsbericht 2023 belaufen sich die verwalteten Kapitalanlagen bei der Provinzial AM auf rund 45 Milliarden Euro. Im selben Jahr standen dabei Gesamterträge in Höhe von 63,8 Millionen Euro in den Büchern. Das Geschäftsergebnis lag 2023 mit 32,8 Millionen Euro rund 19 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Provinzial AM verweist hierbei vor allem auf die Zunahme bei den Aufwendungen aufgrund der „Ausweitung der konzerninternen Dienstleistungsverrechnung“. Diese umfasste seit 2023 nämlich auch die immobilienspezifischen Verwaltungs- und Beratungsleistungen durch Tochter Provinzial Real Estate Management.
Arrian Correns ist seit 2024 Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- und Investmentnachrichten. Seine ersten Schritte im Journalismus machte der studierte Staatswissenschaftler im Lokaljournalismus. 2023 wechselte er mit dem Volontariat im Fachverlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den Finanzjournalismus. In dieser Zeit schrieb Arrian Correns auch für die dpn-Schwesterpublikationen „FINANCE Magazin“ und „Die Stiftung“. Arrian Correns befasst sich heute vor allem mit Themen der institutionellen Kapitalanlage und der Digitalisierung der Investmentbranche.

