Private Investitionen als Rettungsanker für öffentliche Infrastruktur

Artikel anhören
Artikel zusammenfassen
LinkedIn
URL kopieren
E-Mail
Drucken

In Deutschland besteht erheblicher Investitionsbedarf in die Infrastruktur. Allein für Autobahnen, Eisenbahn und Energieinfrastruktur werden in den kommenden zehn Jahren rund 400 Mrd. Euro benötigt. Der Gesamtbedarf dürfte allerdings noch höher sein. Denn bislang gibt es keine übergreifende Erfassung von Infrastrukturaufwendungen und dem Gesamtbedarf. „Deutschlands Infrastruktur lebt fast nur noch von ihrer Substanz“, bringt es Professor Lars P. Feld von der Universität Freiburg in seiner Studie zum öffentlichen Investitionsbedarf auf den Punkt, die er im Auftrag von Union Investment erstellt hat.

Lars P. Feld, Universität Freiburg

Aus eigener Kraft dürfte der Staat die Ausgaben kaum stemmen können. „Unzureichende Infrastruktur ist ein limitierender Faktor für zukünftiges Wachstum“, betont Hans Joachim Reinke. Der Vorstandsvorsitzende von Union Investment hebt private Investitionen über gezielte Fondsmodelle hervor, die laut der Untersuchung einen wertvollen Beitrag leisten können. „Als Kapitalsammelstelle bringen Fondsgesellschaften das vorhandene Geld dahin, wo es eingesetzt werden sollte. Deswegen werden sie zukünftig eine wichtige Rolle bei der Finanzierung von Infrastruktur spielen“, so Reinke. Das Kapital stamme zwar hauptsächlich immer noch von institutionellen Anlegern, jedoch sei Infrastruktur kein Thema ausschließlich für Profis. Neuerdings hätten nämlich auch Privatkunden die Möglichkeit, auf einem vereinfachten Weg in Infrastruktur zu investieren.

Sie möchten diesen Artikel weiterlesen?
Sie haben bereits ein Nutzerkonto?
LinkedIn
URL kopieren
E-Mail
Drucken