Der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch (FvS) hat sein Dienstleistungsangebot erweitert und will künftig den bAV-Markt mit eigenen Produktlösungen erschließen. So können Unternehmen künftig die Beiträge zur bAV ihrer Mitarbeiter in Form einer wertpapiergebundenen Direktzusage über die FvS-Vermögensverwaltung investieren. Dabei steht ihnen der gleiche Zugang offen, den auch die Mitarbeiter von FvS nutzen. Die jeweiligen Portfolios werden aktiv gemanagt, global diversifiziert und orientieren sich an den Bedürfnissen des jeweiligen Unternehmens. Das bAV-Angebot richtet sich nicht nur an die Mitarbeiter, sondern kann auch für Gesellschafter-Geschäftsführer genutzt werden.
Von besonderer Bedeutung sind Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Dienstleistung, heißt es. Die bAV ist deshalb jederzeit über einen digitalen Zugang einsehbar. In welche Anlageklassen und Einzeltitel wird investiert, in welchen Weltregionen – all das soll digital nachvollziehbar sein. Transparenz gilt auch bei der Vergütung: FvS stellt den Unternehmen ein komplettes Paket zur Verfügung, alle benötigten Unterlagen, die digitale Verwaltung und weitere Dienstleistungen. Diese wesentlichen Bestandteile werden mit einer fixen All-in-Gebühr abgegolten.
Zur Umsetzung des Komplettpaketes inklusive digitaler Verwaltung kooperiert der Vermögensverwalter mit der adesso benefit solutions GmbH. Diese hat FvS bereits bei der Entwicklung der internen bAV-Lösung ebenso wie bei dem Modell für deren Kunden beraten und wird dem Unternehmen auch künftig mit rechtlichen und aktuariellen Dienstleistungen zur Seite stehen. Außerdem übernimmt adesso die Bestandsbetreuung inklusive der Geschäftsvorfallbearbeitung.
Die gesamte Administration erfolgt auf einer Lösung der adesso insurance solutions GmbH. Der Standardsoftware-Experte kümmert sich um das Arbeitgeberportal und eine komplett automatisierte Erzeugung der bAV-relevanten Dokumente. Das Gesamtpaket wird durch die adesso partner trust GmbH abgerundet, die als CTA zur Insolvenzsicherung eingebunden werden kann.
Der Eintritt von FvS in den Mittelstandsmarkt sowie die Kooperation mit Adesso verdeutlicht, dass das bAV-Angebot bei KMUs noch immer großen Nachholbedarf hat. Gleichzeitig sind digitale bAV-Lösungen und Administration auf dem Vormarsch. Das hat auch die neue Generali-Studie „bAV im Mittelstand 2023 – Vorsorge und Personalplanung aus der Sicht von bAV-Verantwortlichen“ gezeigt, die von Generali Deutschland und F.A.Z. BUSINESS MEDIA diese Woche gemeinsam veröffentlicht wurde.
Goran Culjak ist Redakteur bei dpn – Deutsche Pensions- & Investmentnachrichten. Davor arbeitete er bei PLATOW als Fachredakteur für Versicherung und Altersvorsorge und etablierte die Risikomanagementkonferenz. Der Diplom-Betriebswirt (FH) startete 2004 als Pressereferent bei Union Investment seine berufliche Laufbahn.

