Tonia Schöler, Autor bei dpn Deutsche Pensions- & Investmentnachrichten Wed, 30 Sep 2026 11:12:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.2 Institutionelle Investoren richten Immobilienportfolios neu aus https://www.dpn-online.com/news/news/institutionelle-investoren-richten-immobilienportfolios-neu-aus-150890/ Thu, 01 Oct 2026 05:00:00 +0000 https://www.dpn-online.com/?p=150890 Foto: AdobeStock_marchello74

Eine Umfrage von Universal Investment zeigt, dass Immobilien in institutionellen Portfolios trotz des herausfordernden Marktumfeldes weiterhin gefragt bleiben.

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Eine Umfrage von Universal Investment zeigt, dass Immobilien in institutionellen Portfolios trotz des herausfordernden Marktumfeldes weiterhin gefragt bleiben.

Universal Investment hat für die jährliche Immobilienumfrage im Juli und August 2026 Pensionseinrichtungen, Versicherungen, Kreditinstitute und Unternehmen aus Deutschland mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt rund 355 Milliarden Euro zu ihrem Anlageverhalten und ihren Markterwartungen befragt. Diese halten nach eigenen Angaben durchschnittlich 23 Prozent ihrer gesamten Investments in Immobilien.

Für 67 Prozent der Befragten ist die Asset-Klasse Immobilien aufgrund der stabilen laufenden Erträge attraktiv. Auch gaben insgesamt 63 Prozent an, dass der Inflationsschutz und die geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen für Immobilien-Investments sprechen. Die laufende Cashflow-Rendite ist für jeden Zweiten (52 Prozent) von Bedeutung. Die realisierte Gesamtrendite (30 Prozent) und die unrealisierte Gesamtrendite (17 Prozent) hingegen spielen hier eine deutlich kleinere Rolle.

Mit Blick auf die Preise erwarten 91 Prozent der Befragten einen Rückgang. Auch sind 95 Prozent der Ansicht, dass Immobilien in Deutschland nicht fair gepreist sind. Das steht im Kontrast zum Vorjahr, als die Preise insgesamt über verschiedene Regionen hinweg deutlich attraktiver eingeschätzt wurden.

Büro raus, Wohnen rein

Was die bevorzugten Sektoren betrifft, wurde deutlich, dass Investoren planen, den Büroanteil innerhalb ihrer Immobilienportfolios von aktuell im Schnitt 34 Prozent perspektivisch auf knapp 28 Prozent zu reduzieren. Der Wohnanteil soll im Gegenzug von aktuell 36 Prozent auf durchschnittlich 41 Prozent steigen. Bei Logistikimmobilien wird nur 1 Prozent Zuwachs geplant. Einzelhandelsimmobilien (9 Prozent) sowie Hotels (2 Prozent) bleiben stabil.

Sektorale Allokation (ausgewählte Nutzungsarten):

Quelle: Universal Investment

Fester Trend der regionalen Diversifikation

Auch in der regionalen Verteilung ist Bewegung drin. Deutschland dominiert hier bei drei Vierteln der Befragten nach wie vor als Anlageregion die Immobilienportfolios. Das restliche Europa folgt mit 21 Prozent, Nordamerika mit 2 Prozent und Asien-Pazifik sowie sonstige Märkte mit jeweils 1 Prozent.

Perspektivisch wollen sich die Investoren jedoch international stärker diversifizieren. Nordamerika soll von 2 auf rund 4 Prozent steigen, Asien-Pazifik von 1 auf knapp 2 Prozent. Die Gewichtung des Heimatmarktes soll bei Neuinvestitionen hingegen etwas abnehmen, bleibt mit 73 Prozent aber nach wie vor dominant. Europa soll in den nächsten zwölf Monaten etwas höher gewichtet werden und knapp 22 Prozent ausmachen.

KI auf dem Vormarsch, ESG unter Druck

Technologisch zeigt die Umfrage einen klaren Trend: Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) gewinnt in der Immobilienbranche deutlich an Bedeutung. Drei Viertel der Befragten nutzen oder planen KI bereits im Reporting, 63 Prozent bei der Due Diligence von Anlagemöglichkeiten. Auch in der Portfoliosteuerung, im Risikomanagement und bei der Vertragsprüfung setzt sich KI mit je 44 Prozent zunehmend durch.

Differenzierter fällt das Bild beim Thema ESG aus. Nachhaltigkeit bleibt zwar grundsätzlich relevant, verliert aber an Dringlichkeit: Für 44 Prozent hat ESG leicht an Bedeutung eingebüßt, für 17 Prozent sogar stark, auch wenn es für diese Gruppe weiterhin wichtig bleibt. Nur für 30 Prozent ist ESG unverändert bedeutsam.

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Österreich beschließt größte bAV-Reform seit Einführung der Pensionskassen https://www.dpn-online.com/news/oesterreich/oesterreich-beschliesst-groesste-bav-reform-seit-einfuehrung-der-pensionskassen-150852/ Tue, 29 Sep 2026 05:00:00 +0000 https://www.dpn-online.com/?p=150852 v.l.n.r.: Christoph Pramhofer (NEOS), Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP), Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbands der Pensions- und Vorsorgekassen, Josef Muchitsch (SPÖ). Foto: WKO/APA-Fotoserive/Tesarek

Der österreichische Nationalrat hat die größte Reform der betrieblichen Altersvorsorge seit Jahrzehnten beschlossen. Die neuen Regelungen treten ab 1. Januar 2028 in Kraft.

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v.l.n.r.: Christoph Pramhofer (NEOS), Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP), Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbands der Pensions- und Vorsorgekassen, Josef Muchitsch (SPÖ). Foto: WKO/APA-Fotoserive/Tesarek

Der österreichische Nationalrat hat die größte Reform der betrieblichen Altersvorsorge seit Jahrzehnten beschlossen. Die neuen Regelungen treten ab 1. Januar 2028 in Kraft.

Die zentralen Neuerungen in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) wurden auf einer Pressekonferenz in Wien von Barbara Eibinger-Miedl, Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen, dem Nationalratsabgeordneten Josef Muchitsch von der SPÖ und Christoph Pramhofer von den NEOS sowie Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbands der Pensions- und Vorsorgekassen, präsentiert. Pramhofer sieht in der Reform einen wichtigen Modernisierungsschritt: „Bisher war die zweite Säule eher eine schmale Stütze in der Altersvorsorge. Mit dieser Reform machen wir daraus eine echte tragende Säule.“

Grundlage der Reform ist die sogenannte „Abfertigung Neu”. Hierbei handelt es sich um eine verpflichtende Zusatzpension, die als Überbrückungsgeld bei Jobverlust oder Jobwechsel verwendet werden kann. Dafür zahlt der Arbeitgeber ab dem zweiten Monat monatlich 1,53 Prozent des Bruttoentgelts, inklusive Sonderzahlungen, in eine betriebliche Vorsorgekasse ein. Bisher waren die Beiträge kapitalgarantiert und erzielten nach Angaben des NEOS-Abgeordneten Pramhofer im Schnitt eine jährliche Rendite von rund 2 Prozent.

Die zwei Säulen der Reform

Für die Asset-Management-Branche bringt die Reform eine maßgebliche Veränderung: Betriebliche Vorsorgekassen dürfen die Abfertigung Neu künftig nach den Veranlagungsgrundsätzen des Pensionskassengesetzes in einem Modell ohne Kapitalgarantie und ohne Zinsgarantie anlegen. Außerdem darf die Abfertigung Neu als Lebenszyklusmodell ausgestaltet werden. Dafür ist das Kapital bis zum Pensionsanfallsalter gebunden. Pramhofer erwartet durch das neue Modell, ohne Kapitalgarantie und ohne die Möglichkeit, bei einem Jobwechsel das Geld aus der Anlage herauszunehmen, eine durchschnittliche Jahresrendite von 4 Prozent. Zakostelsky ergänzte in der Pressekonferenz, die Veranlagung in der neuen Variante werde sehr ähnlich sein wie bei den Pensionskassen. Dort sind 5 Prozent jährliche Rendite möglich. Auch die Anlagestrategie werde bei der neuen Veranlagungsoption ähnlich der Pensionskasse sein und der Aktienanteil je nach Marktphase bei 40 bis 50 Prozent liegen. Die Teilnahme an dem neuen Modell ist für Arbeitnehmende vollständig freiwillig. Das bisherige Modell mit Kapitalgarantie bleibt als Standard erhalten. Wenn Arbeitnehmende nicht aktiv werden, ändert sich auch nichts an der bestehenden Absicherung.

Ein weiterer Baustein der Reform ist der Generalpensionskassenvertrag als neues Standardprodukt der Pensionskassen: Beschäftigte erhalten damit einen Rechtsanspruch, ihre Ansprüche aus der Abfertigung Neu kostenfrei zu übertragen und in eine lebenslange Zusatzpension via Pensionskasse umzuwandeln, auch wenn ihr Arbeitgeber keinen Pensionskassenvertrag hat. Bisher konnten Arbeitnehmer ihre Abfertigungsgelder nur dann in eine Pensionskasse transferieren, wenn im Unternehmen bereits ein entsprechender Vertrag existierte. Dies betraf bisher lediglich 25 Prozent der Arbeitnehmenden, 75 Prozent können ihre Anlagen aktuell nicht in eine Pensionskasse übertragen. Die Möglichkeit der Auszahlung bei Pensionsantritt besteht weiter, mit Kosten in Höhe von 6 Prozent Lohnsteuer.

Die jährlichen Veranlagungskosten der Vorsorgekassen müssen nach Beschluss der Parteien ÖVP, SPÖ und Neos mit Inkrafttreten des Gesamtpakets am 1. Januar 2028 von 0,8 auf 0,6 Prozent des veranlagten Vermögens sinken. Damit liegt die Gesamtkostenbelastung zwar noch immer über denen der Indexfonds (ETFs), doch Zakostelsky verwies darauf, dass die Kosten gegenüber aktiv gemanagten Fonds aber auf einem niedrigen Niveau seien.

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Cashflows in Spezialfonds sorgen für Ernüchterung  https://www.dpn-online.com/news/news/cashflows-in-spezialfonds-sorgen-fuer-ernuechterung-150811/ Thu, 24 Sep 2026 12:00:00 +0000 https://www.dpn-online.com/?p=150811 Foto: AdobeStock_iamchamp

Das Nettomittelaufkommen in Spezialfonds stieg im ersten Halbjahr zwar an, blieb aber deutlich hinter den Jahren vor 2023 zurück. Investorensegmente überraschen.

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Das Nettomittelaufkommen in Spezialfonds stieg im ersten Halbjahr zwar an, blieb aber deutlich hinter den Jahren vor 2023 zurück. Investorensegmente überraschen.

Das Beratungsunternehmen Kommalpha hat mit seiner Publikation „Spezialfondsmarkt Quarterly“ die Netto- und Bruttocashflows sowie ausgewählte Strukturmerkmale des deutschen Spezialfondsmarktes pro Quartal analysiert. Dieser hat für die vergangenen drei Jahre pro Quartal einen Durchschnitt des Nettomittelaufkommens von 11,9 Milliarden Euro ermittelt. Der Quartalswert des Nettomittelaufkommens des zweiten Quartals 2026 liegt um 0,9 Milliarden Euro unter diesem Quartalsmittelwert. Kommalpha sieht hierin „fast eine Punktlandung“. Die Berechnung erfolgt auf Basis der von der Deutschen Bundesbank zur Verfügung gestellten Daten und basiert auf dem Stichtag 30. Juni 2026. 

Die Halbjahresbilanz hingegen summiert sich für das laufende Jahr auf 19,4 Milliarden Euro. Das sind 3,2 Milliarden Euro mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (16,1 Milliarden Euro). Verglichen mit den Jahren 2023 bis 2025 sei die Bilanz zufriedenstellend, doch eine längere Rückschau führe zu leichter Ernüchterung: So lag das Halbjahresergebnis der Nettomittelaufkommen 2022 noch bei 47,5 Milliarden Euro, 2021 bei 45,3 Milliarden Euro und 2020 bei 34,6 Milliarden Euro. „Bei einer einfachen linearen Hochrechnung plus eines geschätzten Zusatzbetrages für das erfahrungsgemäß starke Jahresendquartal wird das Nettoneugeschäft des Jahres 2026 um die 50-Milliarden-Euro-Marke pendeln“, lautet die Einschätzung von Clemens Schuerhoff, Vorstand bei Kommalpha. „Damit könnte man sicher leben.”  

Grafik: Kommalpha, Stand: 30. Juni 2026, Quelle: Deutsche Bundesbank

Unerwartete Investorensegmente dominieren das Ranking 

Das Ranking der Halbjahresbilanz des Nettoneugeschäfts auf Ebene der Investorensegmente überrascht mit seinen Größenverhältnissen, die nicht dem Spezialfondsmarkt entsprechen. Auf dem ersten Platz liegen Sozialversicherungen & öffentliche/kirchliche Zusatzversorgungseinrichtungen mit 4,3 Milliarden Euro Nettomittelaufkommen in Spezialfonds. Laut Schuerhoff ein überraschendes Ergebnis, da es sich hier um eine kleine Kundengruppe handle, die sonst eher ein „Nischendasein“ gefristet habe. Den zweiten Platz belegen Kreditinstitute mit 3,9 Milliarden Euro Nettomittelaufkommen per Ende Juni 2026. Auf dem dritten Platz landen Corporates mit einem Nettoneugeschäft in Höhe von 3,5 Milliarden Euro in Spezialfonds.  

Kommalpha zieht hier das Zwischenfazit, dass sich im laufenden Jahr Investorensegmente auf den vorderen Rängen befinden, die in der Vergangenheit wenig prägend für das Nettoneugeschäft von Spezialfonds gewesen seien. Auf dem vierten Platz des Rankings geht es mit den Altersvorsorgeeinrichtungen mit 3,0 Milliarden Euro Nettomittelaufkommen weiter. Die größte Investorenkategorie habe sich damit wieder etwas berappelt, komme allerdings an die Wachstumsraten aus den 2010er-Jahren bei Weitem nicht ran. Auf Platz fünf folgt die zweitgrößte Kundengruppe im Spezialfondsmarkt: Versicherungen. Ihre Spezialfonds sammelten im laufenden Jahr 2,95 Milliarden Euro netto zum Datenstichtag ein. Kommalpha zufolge verzeichnen die beiden größten Investorensegmente damit weiterhin ein verhaltenes und unterdurchschnittliches Nettoneugeschäft in Spezialfonds. 
 
Gemischte Wertpapierspezialfonds liegen auf Ebene der Spezialfondskategorien beim Nettomittelaufkommen per Ende Juni 2026 mit 6,9 Milliarden Euro vorn. Das sei laut Kommalpha „vor dem Hintergrund der Dominanz von Masterfondsstrukturen, wo trennscharfe Subfonds auf Masterfondsebene meistens als gemischte Mandate klassifiziert werden, wenig überraschend“. Den zweiten Platz belegen hier die Rentenspezialfonds mit einem Nettoneugeschäft in Höhe von 6,1 Milliarden Euro. Den dritten Platz des kumulierten Nettomittelaufkommens per Ende Juni 2026 belegen die Dachspezialfonds, mit 2,5 Milliarden Euro netto. 

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Finanzielle Absicherung ist Deutschlands Schwachstelle im Ruhestand  https://www.dpn-online.com/news/news/finanzielle-absicherung-ist-deutschlands-schwachstelle-im-ruhestand-150777/ Thu, 24 Sep 2026 05:00:00 +0000 https://www.dpn-online.com/?p=150777 Foto: AdobeStock_bilderstoeckchen

Im Global Retirement Index 2026 von Natixis Investment Managers belegt Deutschland insgesamt Platz sieben. Doch im Bereich der finanziellen Absicherung bleibt noch Luft nach oben.

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Im Global Retirement Index 2026 von Natixis Investment Managers belegt Deutschland insgesamt Platz sieben. Doch im Bereich der finanziellen Absicherung bleibt noch Luft nach oben.

Der Vermögensverwalter Natixis Investment Managers hat mit Unterstützung von CoreData Research den Global Retirement Index 2026 erstellt. Deutschland bleibt darin das bestplatzierte Industrieland und verbessert sich im Gesamtranking um einen Platz auf Rang sieben.

Für das Ranking wurden insgesamt 44 Länder untersucht, die die fortgeschrittenen Volkswirtschaften nach Definition des Internationalen Währungsfonds (IWF), die Mitgliedstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OSZE) sowie die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China umfassen.

Der Global Retirement Index berücksichtigt 18 Leistungsindikatoren, die zu einem finanziell und gesellschaftlich abgesicherten Ruhestand beitragen. Neben finanziellen Kennzahlen berücksichtigt er unter anderem den Zugang zu Gesundheitsversorgung und deren Kosten, das Klima, die Qualität staatlicher Institutionen sowie den allgemeinen Wohlstand der Bevölkerung. Die Platzierungen sind relativ und beruhen auf den 18 Indikatoren, die in vier Teilindizes aufgeteilt werden: Finanzen im Ruhestand, materieller Wohlstand, Gesundheit und Lebensqualität.

Auch wenn Deutschland insgesamt mit Rang sieben sehr gut abschneidet, weist das positive Gesamtbild eine klare Schwachstelle auf: Im Teilindex „Finanzen im Ruhestand“ erreicht Deutschland lediglich Rang 23. Das Ergebnis wird insbesondere durch die alternde Bevölkerung und die Steuerbelastung gedrückt. Diese Schwäche wird durch die guten Platzierungen beim materiellen Wohlstand (Rang acht) und der Lebensqualität (Rang sieben) ausgeglichen.

Info

Die Top-10-Länder im Überblick:  

  1. Norwegen – 83% (stabil) 
  2. Irland – 81% (stabil) 
  3. Niederlande – 79% (um drei Plätze verbessert)
  4. Schweiz – 79% (um einen Platz verschlechtert)
  5. Dänemark – 78% (stabil) 
  6. Australien – 77% (um einen Platz verbessert)
  7. Deutschland – 75% (um einen Platz verbessert)
  8. Luxemburg – 75% (um einen Platz verbessert)
  9. Island – 75% (um fünf Plätze verschlechtert)
  10. Tschechien – 75% (neu, 2025: 11. Platz) 

Alterssicherungssysteme passen nicht mehr zu modernen Erwerbsbiografien

Heutzutage ist es nicht unüblich, dass Arbeitnehmer häufiger den Arbeitgeber wechseln oder in Teilzeit arbeiten. Es gibt auch mehr Selbstständige und die Menschen leben im Allgemeinen länger. Doch laut Natixis beruhen viele Alterssicherungssysteme weiterhin auf der Annahme einer langjährigen Vollzeitbeschäftigung bei einem einzigen Arbeitgeber. Auch tragen viele Arbeitnehmer einen wachsenden Teil der Verantwortung für ihre Altersvorsorge selbst. Hierzu hat Natixis ebenfalls eine Befragung unter Privatanlegern in 21 Ländern durchgeführt, die dies bestätigt. Insgesamt 78 Prozent stimmten dem zu. Zehn Jahre zuvor sind es noch 67 Prozent gewesen.

Weltweit konzentrieren sich Reformen deshalb vor allem auf drei Bereiche: Zugang, Automatisierung und Vermögensaufbau.

So sollen beispielsweise mehr Menschen die Möglichkeit erhalten, ergänzend für das Alter vorzusorgen, indem Vorsorgesysteme auch für Teilzeitbeschäftigte, Selbstständige und Menschen mit häufigen Arbeitgeberwechseln geöffnet, oder Modelle, wie die in Deutschland geplante Frühstartrente eingeführt werden.

Menschen sollen auch deutlich häufiger für das Alter ansparen, wenn sie nicht selbst aktiv werden müssen. Natixis führt hier das Beispiel von Großbritannien an, wo die automatische Einbeziehung in betriebliche Vorsorgepläne eingeführt wurde. Dort muss aktiv widersprochen werden, wenn man nicht daran teilnehmen möchte. Seit der Einführung des Modells soll die Teilnahmequote von 55 auf 90 Prozent gestiegen sein.

Für den Vermögensaufbau müssen Vorsorgegelder laut des Asset Managers langfristig investiert werden. Dabei lohne sich eine stärkere Ausrichtung auf langfristige Kapitalmarktanlagen, wie es Frankreich mit seinem Plan d’Épargne Retraite tut.

Diese Reformen sollen unmittelbar bei den größten Sorgen der Anleger ansetzen: Laut des Global Retirement Index fürchten 40 Prozent, im Ruhestand nicht genug Geld für den gewünschten Lebensstandard zu haben. Die Inflation bereitet 38 Prozent Sorgen und insgesamt glauben 43 Prozent der weltweit befragten Privatanleger, für einen finanziell abgesicherten Ruhestand „sei geradezu ein Wunder nötig“.

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Christian Reiss erhält zweiten VBV-Vorstandsposten  https://www.dpn-online.com/news/karriere/generationenwechsel-im-vorstand-der-vbv-150726/ Tue, 22 Sep 2026 05:00:00 +0000 https://www.dpn-online.com/?p=150726 v.l.n.r.: Ronald Laszlo, Michaela Attermeyer, Andreas Zakostelsky, Christian Reiss, Martin Vörös Foto: VBV / Hinteramskogler

Bereits im Sommer hat die VBV-Pensionskasse ihren Vorstand mit Christian Reiss an der Spitze neu aufgestellt. Nun übernimmt Reiss auch den Vorstandsvorsitz der VBV-Vorsorgekasse.

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v.l.n.r.: Ronald Laszlo, Michaela Attermeyer, Andreas Zakostelsky, Christian Reiss, Martin Vörös Foto: VBV / Hinteramskogler

Bereits im Sommer hat die VBV-Pensionskasse ihren Vorstand mit Christian Reiss an der Spitze neu aufgestellt. Nun übernimmt Reiss auch den Vorstandsvorsitz der VBV-Vorsorgekasse.

Die Führung der österreichischen VBV-Unternehmensgruppe stellt sich neu auf. Nachdem der Vorstand der VBV-Pensionskasse bereits im Juli 2026 neu aufgestellt wurde, folgt nun der nächste Schritt. So beschloss der Aufsichtsrat, dass Christian Reiss ab Oktober 2026 als CEO der VBV-Vorsorgekasse die Bereiche Personal, Recht, Kunden und Vertrieb, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, CSR sowie Digitalisierung und Business Development verantworten wird. Dafür übernimmt er zusätzlich zu seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der VBV-Pensionskasse auch den Vorstandsvorsitz der VBV-Vorsorgekasse. Zusätzlich wird Ronald Laszlo neu in den Vorstand der VBV-Vorsorgekasse berufen. Laszlo verantwortet die Verwaltung, IT sowie KI & Digitalisierung. Michaela Attermeyer bleibt weiterhin für die Veranlagung zuständig, Martin Vörös für Finanzen, Risikomanagement, Datenschutz und Informationssicherheit. 

Christian Reiss hat bereits zum 1. Juli 2026 den Vorstandsvorsitz der VBV-Pensionskasse übernommen, wie dpn berichtete. In diesem Zuge erhielt der Vorstand eine Struktur, die der der VBV-Vorsorgekasse vergleichbar ist. Das neue Führungsteam soll künftig die Zusammenarbeit der beiden Kerngesellschaften der VBV-Gruppe stärken.

Andreas Zakostelsky – zugleich Obmann des Fachverbandes der Pensions- und Vorsorgekassen in der WKÖ – bleibt als Generaldirektor der VBV-Gruppe bis Sommer 2027 an der Spitze der Unternehmensgruppe.

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DEVK Pensionsfonds stellt Vorstand neu auf  https://www.dpn-online.com/news/karriere/devk-pensionsfonds-stellt-vorstand-neu-auf-150707/ Fri, 18 Sep 2026 12:00:00 +0000 https://www.dpn-online.com/?p=150707 (v.l.n.r.) Christoph Kürz, Joachim Gallus und Oliver Wagner Foto: DEVK/Peter Joester

Oliver Wagner und Christoph Kürz folgen im Vorstand der DEVK Pensionsfonds-AG auf Dr. Michael Zons und Lutz Lammert.

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(v.l.n.r.) Christoph Kürz, Joachim Gallus und Oliver Wagner Foto: DEVK/Peter Joester

Oliver Wagner und Christoph Kürz folgen im Vorstand der DEVK Pensionsfonds-AG auf Dr. Michael Zons und Lutz Lammert.

Kürzlich hat der Aufsichtsrat der DEVK Pensionsfonds-AG zwei neue Mitglieder berufen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die BaFin werden Oliver Wagner und Christoph Kürz zum 1. Oktober die Aufgaben der beiden ausscheidenden Mitglieder Dr. Michael Zons und Lutz Lammert übernehmen. Hierfür ist ein gleitender Übergang geplant, da Zons sein Vorstandsmandat für die DEVK Pensionsfonds-AG zum Jahresende niederlegen wird, um sich ganz seinem Ressort „Kunde“ zu widmen. Hierzu gehören unter anderem die Bereiche Sach-HUK Schaden und Betrieb sowie Leben. Auch Lammert bleibt im Unternehmen und fokussiert sich auf seine Tätigkeit als verantwortlicher Aktuar der DEVK Pensionsfonds-AG.

Die beiden neuen Vorstandsmitglieder sind beide bereits lange bei den Kölnern tätig. Wagner wechselte bereits 2007 von der Allianz zur DEVK und hatte dort seither in verschiedenen Führungsfunktionen den Geschäftskundenvertrieb sowie das Kooperationsgeschäft weiterentwickelt. Im Vorstand wird er künftig den Vertrieb verantworten und seine bisherige Aufgabe als Leiter Stab Vertrieb Verkehrsmarkt und Großkunden weiterhin wahrnehmen.

Kürz fing 2012 bei der DEVK an und übernahm bis 2023 zahlreiche Fach- und Führungsaufgaben, bis er schließlich als Abteilungsleiter die Versicherungstechnik und die Koordination der Datenverarbeitung in der Lebensversicherung managte. Im Vorstand wird er künftig die Bereiche Betrieb, Aktuariat und IT verantworten.

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Deutsche Finance spielt BaFin-Ermittlung runter https://www.dpn-online.com/news/news/deutsche-finance-spielt-bafin-ermittlung-runter-150630/ Mon, 14 Sep 2026 12:00:00 +0000 https://www.dpn-online.com/?p=150630 Foto: AdobeStock_nmann77

Der Einsatz eines BaFin-Sonderbeauftragten hebt die Ermittlungen gegen die Deutsche Finance auf eine neue Eskalationsstufe. Es geht um mehr als eine Meinungsverschiedenheit, wie der Asset Manager zu beschwichtigen versucht.

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Foto: AdobeStock_nmann77

Der Einsatz eines BaFin-Sonderbeauftragten hebt die Ermittlungen gegen die Deutsche Finance auf eine neue Eskalationsstufe. Es geht um mehr als eine Meinungsverschiedenheit, wie der Asset Manager zu beschwichtigen versucht.

Die BaFin hat mit Bescheid vom 9. Juni 2026 die DF Deutsche Finance Investment GmbH verpflichtet, Auskünfte zu erteilen und Unterlagen vorzulegen. Gleichzeitig wurde dafür ein Sonderbeauftragter zur Überwachung der Anordnung bestellt.

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Flossbach-Studie: Wer profitiert vom Altersvorsorgedepot?  https://www.dpn-online.com/news/asset-management/flossbach-studie-wer-profitiert-vom-altersvorsorgedepot-150602/ Fri, 11 Sep 2026 12:00:00 +0000 https://www.dpn-online.com/?p=150602 Foto: AdobeStock_K Abrahams/peopleimages.com

Das Flossbach von Storch Research Institute hat eine Studie zum Altersvorsorgedepot veröffentlicht: Welche Personenkreise können damit ihre jeweilige Rentenlücke schließen?

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Das Flossbach von Storch Research Institute hat eine Studie zum Altersvorsorgedepot veröffentlicht: Welche Personenkreise können damit ihre jeweilige Rentenlücke schließen?

Die Riester-Rente ist gescheitert und die gesetzliche Rente allein kann den Lebensstandard im Alter nicht mehr vollständig sichern. Von ursprünglich 60 Prozent in den 1980er-Jahren, ist das Rentenniveau auf mittlerweile 48 Prozent gesunken.

In der neuen Studie des Flossbach von Storch Research Institute hat Autor und Analyst Sven Ebert ausgerechnet, wie hoch die Rücklagen eines Durchschnittsverdieners bei Renteneintritt sein müssten, um die Rentenlücke zu schließen. Dabei kam er auf eine Summe von 250.000 Euro.

Was ändert sich mit dem Altersvorsorgedepot?

An der Stelle kommt nun das Altersvorsorgedepot ins Spiel. Das neue staatlich geförderte Sparprodukt soll am 1. Januar 2027 starten und die Riester-Rente ablösen. Es setzt verstärkt auf Aktien, und im Gegensatz zu Riester sind Sicherheiten und somit die Beitragsgarantie nur noch optional. So können weiterhin Garantieprodukte mit 80 bis 100 Prozent Beitragssicherung gewählt werden, die Aktienquote und damit mögliche Renditen werden dadurch jedoch stark eingeschränkt.

Sparer können hier von steuerbefreiten Einzahlungen und staatlichen Zulagen profitieren. So werden Einzahlungen bis zu 1.800 Euro vom Staat mit Zulagen von 500 Euro gefördert, indem der Sparer für die ersten eingezahlten 360 Euro 50 Cent pro Euro erhält und für die nächsten 1.440 Euro 25 Cent.

Zudem gibt es für das Depot im Gegensatz zu normalen Wertpapierdepots gesetzliche Anforderungen, die ein Standarddepot vorsehen, das mit einen Kostendeckel von 1,0 Prozent für die Effektivkosten versehen ist und online abschließbar sein muss. In diesem Standarddepot sind zwei mögliche Investmentfonds enthalten. Einer der wachstumsorientiert ist und den Risikoklassen drei bis fünf zugeordnet wird, sowie ein defensiver Fonds der Risikoklassen eins oder zwei.

Vorgesehen ist hier eine Umschichtung der Ersparnisse der rentennahen Jahrgänge. Fünf Jahre vor Rentenbeginn einer Person muss die Hälfte in den defensiven Fonds umgeschichtet werden. Zwei Jahre vor Rentenbeginn müssen es dann 70 Prozent sein.

Bei der Auszahlung bietet das Depot eine höhere Flexibilität, da zu Rentenbeginn bis zu 30 Prozent der Ersparnisse als Einmalzahlung entnommen werden können. Die weitere Auszahlung muss mindestens bis zum 85. Lebensjahr laufen, oder kann alternativ als monatlicher Auszahlungsplan bis zum Lebensende gestaltet werden.

Neben dem Standarddepot steht es Anbietern frei, auch Produkte, ohne oder mit Garantien anzubieten. Damit bietet das Altersvorsorgedepot eine breitere Auswahl als die Riester-Rente mit ihrer 100-prozentigen Beitragsgarantie.

Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot?

Sven Ebert hat in seiner Analyse die Wertentwicklung verschiedener Portfolios simuliert, wobei er drei Altersklassen berücksichtigt: den 20-jährigen Berufseinsteiger, den 40-jährigen Arbeitnehmer und den 60-jährigen Baby-Boomer.

Für die drei Kategorien hat Ebert jeweils sechs Szenarien durchgerechnet, in welchen der Sparer sein Geld jeweils über einen gleich langen Zeitraum in Depots mit entweder 100, 80, 70, 50, 30 oder null Prozent Aktienquote anlegt. Die Simulation basiert er auf 1.001 Kapitalmarktpfaden.

Der 20-jährige Berufseinsteiger hat eine Ansparphase von 50 Jahren und zahlt rund 2.340 Euro pro Jahr ein. Nach Eberts Berechnung läge das Endkapital bei einer eingezahlten Summe von 117.000 Euro im Median bei rund 543.000 Euro. Nach Abzug von 2 Prozent Inflation entspricht das rund 202.000 Euro heutiger Kaufkraft. Die Rentenlücke von 250.000 Euro wäre damit fast geschlossen. Sogar dann, wenn der ungünstigste Fall eintritt und die Rendite im 5-Prozent-Perzentil-Szenario liegen sollte, stünden noch 268.000 Euro (real 94.000 Euro) zur Verfügung.

Die Analyse zeigt besonders deutlich, welchen Wert der Zinseszinseffekt bei der Anlage hat. So kommt jemand, der nur 25 Jahre lang einzahlt und mit 45 aufhört, im Median auf über 400.000 Euro. Wer andererseits erst mit 45 zu sparen beginnt und ebenfalls 25 Jahre einzahlt, kommt bei gleicher Einzahlsumme nur auf knapp 120.000 Euro.

Bei dem 40-jährigen Arbeitnehmer liegt der Median für die 70-prozentige Aktienquote bei 167.000 Euro, vorausgesetzt, dass 70.200 Euro eingezahlt wurden. Die Analyse beachtet auch das Life-Cycling, das für das Standarddepot vorgegeben ist. So reduziert die Umschichtung zwar das Verlustrisiko von rund 6 Prozent (80 Prozent Aktien) auf ungefähr 2 Prozent (Absenkung auf 30 Prozent Aktien) und erhöht damit die Planungssicherheit, senkt aber auch die mögliche Rendite. So ergäbe eine Absenkung von 80 auf 70 Prozent einen Median von 179.000 Euro, während die Absenkung auf 30 Prozent nur 163.000 Euro ergäbe.

Am wenigsten profitiert der 60-jährige Sparer vom Zinseszinseffekt. Bei einer Einzahlsumme von 23.400 Euro ergibt sich für ihn bei einer Aktienquote von 70 Prozent im Median nur ein Guthaben von 31.000 Euro. Es gibt jedoch den Vorteil, dass bei der Anlage im Altersvorsorgedepot selbst im schlimmsten simulierten Szenario aufgrund der 30-prozentigen Förderquote, die selbst eingezahlten 18.000 Euro erhalten bleiben.

Allgemein zeigt die Studie also auf, dass ein frühzeitiger Einstieg am attraktivsten für Sparer ist, um überproportional von dem Zinseszinseffekt zu profitieren.

Was die Auszahlphase betrifft, deutet Sven Ebert darauf hin, dass eine zu starke Reduktion der Aktienquote, wie sie gesetzlich für das Standarddepot vorgesehen ist Rendite kostet. Denn die Entnahmephase dauert oft 20 Jahre oder länger, wodurch bei einem zu frühen Umstieg in defensive Fonds über die gesamte Laufzeit potenzielle Rendite verloren geht.

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Kräftiges Wachstum für Depotbanken in Deutschland https://www.dpn-online.com/news/administration-custody/kraeftiges-wachstum-fuer-depotbanken-in-deutschland-150507/ Tue, 08 Sep 2026 12:00:00 +0000 https://www.dpn-online.com/?p=150507

Insgesamt 27 Depotbanken betreuen in Deutschland Investmentfonds im Wert von 3.250 Milliarden Euro – angeführt von BNP Paribas, State Street und DZ Bank.

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Insgesamt 27 Depotbanken betreuen in Deutschland Investmentfonds im Wert von 3.250 Milliarden Euro – angeführt von BNP Paribas, State Street und DZ Bank.

Der deutsche Fondsverband BVI hat in Zusammenarbeit mit dem Praxisforum Depotbanken seine Verwahrstellenstatistik für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Diese zeigt auf, dass Verwahrstellen insgesamt 3.250 Milliarden Euro für in Deutschland aufgelegte Investmentfonds betreuten. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind das gut 10 Prozent mehr.

Die drei größten Anbieter verwahren zusammen mit insgesamt rund 1.691 Milliarden Euro knapp 52 Prozent des Vermögens. Die Liste wird von BNP Paribas mit 839,1 Milliarden angeführt. Auf Platz zwei liegt die State Street Bank International mit 450,3 Milliarden Euro, gefolgt von der DZ Bank mit 401,2 Milliarden Euro auf Platz drei. Insgesamt umfasst die Statistik 27 Verwahrstellen in Deutschland.  

Von diesen sind 24 Depotbanken im Bereich offener Wertpapierfonds aktiv und verwalten ein Vermögen von 2.887 Milliarden Euro. Neun Verwahrstellen kümmern sich um offene Sachwertefonds mit einem Nettovermögen von 300 Milliarden Euro. Im Bereich der geschlossenen Investmentfonds, die nach dem Kapitalanlagegesetzbuch aufgelegt sind, sind 13 Depotbanken tätig und verwahren dort ein Nettovermögen von 63 Milliarden Euro.

Quelle: BVI

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Nachhaltige Fonds fristen Nischendasein  https://www.dpn-online.com/news/esg-anlagen/nachhaltige-fonds-fristen-nischendasein-150486/ Fri, 04 Sep 2026 12:00:00 +0000 https://www.dpn-online.com/?p=150486 Foto: AdobeStock_tronixAS

Aus einem aktuellen BVI-Bericht geht hervor, dass das Fondsvermögen nachhaltiger Spezialfonds im ersten Halbjahr 2026 leicht gewachsen ist. Bei den Mittelzuflüssen hingegen hinken nachhaltige Fonds ihren konventionellen Pendants weit hinterher.

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Aus einem aktuellen BVI-Bericht geht hervor, dass das Fondsvermögen nachhaltiger Spezialfonds im ersten Halbjahr 2026 leicht gewachsen ist. Bei den Mittelzuflüssen hingegen hinken nachhaltige Fonds ihren konventionellen Pendants weit hinterher.

Der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) hat einen Bericht zum nachhaltigen Fondsmarkt in der ersten Jahreshälfte 2026 veröffentlicht. Demnach habe sich das Fondsvermögen der Spezialfonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen von 480 Milliarden Euro auf 509 Milliarden Euro erhöht. Den deutlichen Vermögensanstieg führt der BVI vor allem auf die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten zurück. Das Netto-Mittelaufkommen blieb verhalten. Im ersten Halbjahr 2026 flossen Spezialfonds nach Artikel 8 bzw. 9 insgesamt 2,7 Milliarden Euro an Nettomitteln zu. Fonds ohne Nachhaltigkeitsmerkmale verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 vergleichsweise Nettozuflüsse von insgesamt 75,4 Milliarden Euro.

Transformationsfonds spielen bisher keine signifikante Rolle im deutschen Markt

Die Europäische Kommission möchte im Rahmen der SFDR-Reform ein System klar definierter Nachhaltigkeitskategorien etablieren, das die bisherigen Transparenzvorschriften ergänzen soll. Besonders diskutiert wird die Kategorie „Transition“, welche Fonds umfassen soll, die in Unternehmen investieren, die sich im Übergang zu nachhaltigeren Geschäftsmodellen befinden.

Das würde zur Folge haben, dass Kapital nicht nur in bereits CO₂-arme Wirtschaftszweige fließt, sondern auch dorthin, wo Unternehmen auf dem Weg sind, ihren Treibhausgasausstoß zu verringern und glaubwürdige Transformationspfade verfolgen.

Eine Auswertung des BVI hat ergeben, dass solche Strategien bisher keine signifikante Rolle spielen. Die Analyse erfolgte anhand der Fondsnamenrichtlinie, die die European Securities and Markets Authority (ESMA) veröffentlicht hat. Diese definiert eine eigene Gruppe von transformationsbezogenen Begriffen. Dazu zählen unter anderem „Transition“ oder „Fortschritt“. Solche Namenszusätze sind nach dem ESMA-Konzept ausdrücklich mit Transformationsstrategien verknüpft.

ETFs dominieren Markt für Tansformationsfonds

Anhand dieser Kriterien hat der BVI rund 200 Fonds bzw. Anlageklassen als Transformationsfonds identifiziert. Diese kommen gemeinsam auf ein verwaltetes Vermögen von rund 9,2 Milliarden Euro, was einem Marktanteil von weniger als einem Prozent entspricht.

ETFs, die Climate-Transition-Benchmarks (CTB) oder Paris-Aligned-Benchmarks (PAB) nachbilden, machen mit einem verwalteten Vermögen von 5,7 Milliarden Euro mehr als die Hälfte des Marktes für Transformationsfonds aus. Die Anforderungen an die Referenzindizes, die die EU definiert hat, zielen auf Klimaneutralität bis 2050 ab. PABs sehen jedoch eine stärkere Mindestreduktion von Treibhausgasemissionen und strengere Ausschlüsse vor. Damit sieht der BVI geeignete Konzepte für Transformationsinvestitionen bereits vorhanden. Ihre Verbreitung im deutschen Fondsmarkt ist jedoch begrenzt.

BVI sieht Handlungsbedarf bei Ausschlusskriterien und regulatorischer Flexibilität

Der BVI sieht den Abbau von übermäßig restriktiven Ausschlusskriterien in der Kategorie Investitionen als notwendige Maßnahme, damit die SFDR-Reform tatsächlich die Schwächen des aktuellen Klassifizierungssystems adressieren kann. Ebenso notwendig ist dies, um die Transformationsstrategien als eigenständigen Ansatz nachhaltigen Investierens sichtbarer machen zu können und Anlegern damit eine bessere Orientierung geben zu können. Zudem plädiert der BVI dafür, „dass Transformationsinvestitionen auf globaler Basis möglich bleiben und der regulatorische Rahmen ausreichend Flexibilität für unterschiedliche Anlageklassen und Anlagestrategien bietet.“

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