Der Bitcoin legte im turbulenten ersten Halbjahr 2020 eine bessere Performance als viele Aktienindizes hin, zeigte aber während des Börsencrashs eine ungewohnte Korrelation mit Equities, so ein Bericht von Arcane Research.

Alles in allem kann der Bitcoin im ersten Halbjahr 2020 ein Plus von 27 Prozent verbuchen. Mit dieser Performance können weder der S&P 500 noch der Nasdaq mithalten, so Arcane Research. Dabei waren die Kurse von Kryptowährungen Mitte März noch stärker eingebrochen als die der Equities. Doch die Erholung im April fiel ebenfalls extremer aus. Die Höchststände vom Februar konnten wieder erreicht werden. So standen Ende Juni die plus 27 Prozent in den Büchern, verglichen mit einem Plus von 15 Prozent an der Nasdaq und einem Minus von 4 Prozent beim S&P 500.

Dennoch hat der Bitcoin laut Arcane Research enttäuscht: Grund ist die starke Korrelation mit anderen Märkten während der Phase der großen Verunsicherung im Februar und März. “Bitcoin hat die Rolle des sicheren Hafens in diesem Jahr nicht erfüllt, zumindest nicht kurzfristig”, so das Fazit der Analysten. Die Korrelation basiere vermutlich darauf, dass in der Phase der Geldschwemme sowohl Aktien als auch Kryptowährungen als Inflationsschutz dienen sollen.

Etherum ist Spitzenreiter

Aber nicht alle Kryptowährungen haben in der Krise gleich performt. Absoluter Kursgewinner im ersten Halbjahr ist Etherum. Zwar ereilte die Kryptowährung während des Marktcrashs infolge der Covid-19-Pandemie das gleiche Schicksal wie den Bitcoin. Aber die Erholung fiel ebenfalls deutlich besser aus. Ende Juni stand der Etherum-Kurs satte 75 Prozent über dem Kurs zu Jahresbeginn. Anders sieht es aus mit Ripple XRP. Die Nummer 3 unter den Kryptowährungen gab 9 Prozent nach. Ripple XRP legte zwar ebenfalls einen guten Jahresauftakt hin. Aber nach dem Marktcrash scheint das Interesse an XRP wegen der enttäuschenden Performance  eingefroren zu sein, konstatiert Arcane Reserach.

Handelsvolumina rückläufig

Das Volumen der Transaktionen ist zwar alles in allem positiv, wie Arcane Resarch betont. Doch nachdem der auf der Blockchain-Technologie basierende Bitcoin Mitte Mai erneut die Marke von 10.000 US-Dollar geknackt hatte, ließ das Interesse deutlich nach. Auch schon im Vorjahr hatte sich das Transaktionensvolumen nach der Sommerpause nicht erholt. Die gleiche Entwicklung könnte die Kryptowährung dieses Jahr durchmachen. “Unsicherheit und Angst sind präsent”, schlussfolgert Arcane Research.

Investoren halten Kryptowährungen in so genannten Wallets. Diese können relativ einfach gehackt werden, betont Dr. Jörn Matthias Häuser, Vorstandsmitglied der Deutsche Oppenheim Family Office AG.

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