Fondsmanager investieren verstärkt in Kryptowährungen mit hoher Marktkapitalisierung. Multi-Asset-Ansatz nicht mehr gefragt.

Setzen sich am Ende doch die Platzhirsche unter den Kryptowährungen durch? Diesen Eindruck hinterlässt zumindest eine aktuelle Umfrage des Investmenthauses CoinShares unter 27 europäischen Fondsmanagern, die zusammen knapp 330 Milliarden Euro verwalten.

Demnach habe sich die Stimmung zugunsten von Kryptowährungen mit größerer Marktkapitalisierung gedreht. Die Befragten glauben, dass Bitcoin, Ethereum und Cardano die überzeugendsten Wachstumsaussichten und gleichzeitig die höchste relative Sicherheit bieten. Breite Streuung unter den Krypto-Assets ist daher nicht mehr gefragt. Hielten im November 2021 noch 16 Prozent der Fondsmanager einen Multi-Asset-Ansatz für am attraktivsten, sprach sich nun kein einziger mehr dafür aus. Aktuell macht die bekannteste Währung Bitcoin durchschnittlich 28 Prozent eines Krypto-Portfolios aus, im November 2021 waren es noch 22 Prozent.

Kryptos werden als günstig wahrgenommen

Die Gewichtung digitaler Anlagen in den Portfolios der befragten Fondsmanager hat sich gegenüber Juni 2022 insgesamt zwar kaum verändert und ist von 1,0 auf 0,9 Prozent sogar leicht gesunken. Die Zurückhaltung einiger Investoren liegt der Umfrage zufolge vor allem an der Unsicherheit über die Regulierung digitaler Anlagen und zunehmend auch an der Sorge über die Verwahrung.

Interessant: Investoren, die ihre Positionen aufstockten, gaben erstmals seit Beginn der im Rhythmus von zwei Monaten durchgeführten Umfrage im September 2021 das günstige Preisniveau der Kryptos als Grund für die Zukäufe an. Zu ihnen zählen Family Offices, die im Durchschnitt drei Prozent digitale Vermögenswerte in ihren Portfolios halten – ein Anstieg von 0,3 Prozent seit März 2022.

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