Jeannette Schläpfer, Autor bei dpn https://www.dpn-online.com/ueber-uns/mitarbeiter/schlaepfer/ Das Magazin für institutionelle Investoren Thu, 15 Dec 2022 07:16:57 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.1 KOF-Globalisierungsindex: Covid-Pandemie dämpft Globalisierung https://www.dpn-online.com/news/schweiz/kof-globalisierungsindex-covid-pandemie-daempft-globalisierung-128112/ Thu, 15 Dec 2022 07:16:57 +0000 https://stage01.dpn-online.com/news/kof-globalisierungsindex-covid-pandemie-daempft-globalisierung-128112/ Covid-19-Pandemie und Eindämmungsmassnahmen verursachten den grössten und schnellsten Rückgang internationaler Handelsströme in der modernen Geschichte. Die Schweiz indes ist immer noch das globalisierteste Land der Welt.

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Covid-19-Pandemie und Eindämmungsmassnahmen verursachten den grössten und schnellsten Rückgang internationaler Handelsströme in der modernen Geschichte. Die Schweiz indes ist immer noch das globalisierteste Land der Welt.

Die Covid-19-Pandemie hat der Globalisierung einen merklichen Dämpfer versetzt. Das bestätigt sich im aktuellen KOF-Globalisierungsindex. Historisch betrachtet wird der Verlauf der Globalisierung von einschneidenden Ereignissen geprägt. So nahm die Globalisierung nach dem Ende der Sowjetunion zwischen 1990 bis zum Jahr 2007 rasant zu. Die Finanzkrise und die darauffolgende Grosse Rezession im Jahr 2009 haben diese Entwicklung jedoch jäh gebremst. Für das Jahr 2020, dem aktuellen vom KOF-Globalisierungsindex erfassten Jahr, sinkt der Grad weltweiten Globalisierung spürbar.

Ökonomische Globalisierung litt unter der Pandemie besonders stark

Die Entwicklung der ökonomischen Globalisierung stagnierte bereits seit der Finanzkrise von 2007 und wurde durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China in den vergangenen Jahren zusätzlich verschärft. Dabei ist zwischen der finanziellen Globalisierung und der Handelsintegration zu unterscheiden: Während die internationalen Finanzflüsse (de facto finanzielle Globalisierung) bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen (de jure finanzielle Globalisierung) auch 2020 nicht sanken, schwächelte der Handel. Besonders negativ war die Entwicklung der internationalen Handelsintegration (de facto Handelsglobalisierung). Insbesondere der Handel mit Dienstleistungen, wie beispielsweise Tourismus und Verkehr, wurde massiv eingeschränkt und führte zu einer rückläufigen Entwicklung.

Auch die soziale Globalisierung wurde beeinträchtigt

Die soziale Globalisierung wurde ebenfalls stark beeinträchtigt, da die Intensität der persönlichen Kontakte (gemessen z. B. an den Tourismusströmen oder der Migration) erheblich eingeschränkt wurde. Aufgrund der Reisebeschränkungen kam es zu einem Rückgang des Reiseverkehrs; zudem erreichte die Migration in die OECD-Länder im Jahr 2020 einen historischen Tiefstand. Gleichzeitig ist ein leichter Abwärtstrend bei der kulturellen Globalisierung festzustellen. Unterdessen nimmt der Grad der politischen Globalisierung, gemessen am aktuellen Index, weiter leicht zu.

Schweiz gilt als das am stärksten globalisierte Land

Die Schweiz, die Niederlande und Belgien bleiben die am stärksten globalisierten Länder weltweit. Die Schweiz nahm im Jahr 2020 wieder den ersten Platz ein. Sie ist in allen Kategorien (ökonomisch, sozial und politisch) stark globalisiert. Dabei war im Krisenjahr 2020 besonders die wirtschaftliche Struktur der Schweiz von Vorteil. Sie hat eine hohe internationale Handelsverflechtung und exportiert besonders viele chemische und pharmazeutische Produkte. Der Sektor wurden von der Corona-Krise weniger stark erfasst als zum Beispiel die Produktion von Flug- und Fahrzeugen. Politisch spielen die drei Länder an der Spitze eine bedeutende Rolle für viele internationale Institutionen, wie die Welthandelsorganisation in Genf, oder dem EU-Parlament in Brüssel. Auf den weiteren Rängen folgen Schweden, das Vereinigte Königreich, Deutschland, Österreich, Dänemark, Finnland und Frankreich.

Europäische Staaten sind tendenziell stark globalisiert

Aufgrund ihrer starken politischen Verflechtung und Freihandelsabkommen sind europäische Staaten tendenziell stark globalisiert. China verbesserte sich um mehrere Plätze auf Rang 77. China war eines der ersten Länder, die von der Pandemie betroffen waren, doch stellte sich die Produktion dort rasch um, so dass der Handel 2020 nur sehr geringfügig eingeschränkt wurde.

Da sich der Indikator nur bis ins Jahr 2020 erstreckt, sind der Einfluss des Ukraine-Krieges und seine Folgen im aktuellen KOF-Globalisierungsindex nicht berücksichtigt.

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Büroflächenmarkt Schweiz: Die Angebotsquote reduziert sich nur langsam https://www.dpn-online.com/news/schweiz/bueroflaechenmarkt-schweiz-die-angebotsquote-reduziert-sich-nur-langsam-128111/ Wed, 14 Dec 2022 16:29:48 +0000 https://stage01.dpn-online.com/news/bueroflaechenmarkt-schweiz-die-angebotsquote-reduziert-sich-nur-langsam-128111/ Der Büromarkt erlitt im Zuge der Covid-19-Pandemie einen Einbruch. Dank eines robusten Beschäftigungswachstums befindet sich die Büroflächennachfrage gegenwärtig im Hoch. Allerdings: Das Homeoffice reduziert die Absorption.

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Der Büromarkt erlitt im Zuge der Covid-19-Pandemie einen Einbruch. Dank eines robusten Beschäftigungswachstums befindet sich die Büroflächennachfrage gegenwärtig im Hoch. Allerdings: Das Homeoffice reduziert die Absorption.

Die Büroflächennachfrage befindet sich – angetrieben von einem kräftigen Beschäftigungswachstum – im Hoch. Die Stimmen, die dem Büromarkt im Zuge der Covid-19-Pandemie eine disruptive Entwicklung prophezeiten, sind leiser geworden. Die Belebung der Flächennachfrage hat im Gegenteil die Absorption ausgeschriebener Flächen angekurbelt und eine Reduktion des verfügbaren Flächenangebotes bewirkt. Dennoch bleibt ein Wermutstropfen: Gemessen am Plus der Beschäftigten hat sich die Angebotsquote nur verhalten reduziert. Im Vergleich zu früheren Erholungsphasen ist das Flächenangebot weniger stark gesunken. Das heisst, das Homeoffice hinterlässt dennoch Spuren und mindert die Nachfrage nach Büroflächen, wie die Credit Suisse in ihrer Studie «Büroflächenmarkt Schweiz 2023» erklärt.

Homeoffice mindert die Nachfrage

Die Flexibilisierung der Arbeitswelten im Zuge des Homeoffice ist eine Realität. Auch nach der Rückkehr vieler Arbeitnehmer ins Büro bleiben die Belegungsraten klar unter dem vorpandemischen Wert. Die Unterschiede sind je nach Branche und Unternehmung zwar gross; inzwischen bietet aber die Mehrheit der Arbeitgeber flexible Arbeitsmodelle an – auch, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Aufgrund der nur noch zeitweisen Präsenz der Mitarbeiter im Büro ändert sich auch dessen Rolle. Die Bedeutung des Büros als Kommunikations- und Austauschort nimmt deutlich zu, was sich wiederum in veränderten Ansprüchen der Mieter äussert.

Angebotene Flächen reduzieren sich nur partiell

Tatsächlich ist die Angebotsquote in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr auf neu 5,6 Prozent gesunken. In den Büroflächenmärkten der Grosszentren konnten bei 54 Prozent der ausgeschriebenen Angebote von über 1000 m2 Bürofläche Vermietungserfolge beobachtet werden. Zwar sind Vollvermietungen eher selten, aber das angebotene Volumen schrumpft. Gleichzeitig tauchen an anderer Stelle jedoch neue Bestandsflächen zur Wiedervermietung auf. Die verfügbaren Flächen reduzieren sich in der Summe daher nur partiell und verlagern sich teilweise von einem Objekt zum anderen. Die nur verhaltene Reduktion der Angebotsquote lässt in Anbetracht des robusten Beschäftigungswachstums auf eine nur mittelmässige Absorption schliessen.

Entwicklung in Lausanne und Zürich ist robust

Der Rückgang der Angebotsquote ist insbesondere den Büroflächenmärkten Lausanne und Zürich zu verdanken. In Lausanne hatte eine starke Nachfrage trotz ansehnlicher Bautätigkeit einen Angebotsrückgang zur Folge. In Zürich trug die seit Jahren verhaltene Flächenausweitung bei, die Angebotsquote weiter zu reduzieren. Demgegenüber vermochte Basel die hohe Bautätigkeit der letzten Jahre weit weniger gut zu verdauen und weist mittlerweile hinter Genf die zweithöchste Angebotsquote auf. Genf scheint sich zu stabilisieren, konnte allerdings aufgrund einer anhaltenden Flächenproduktion nicht verhindern, dass die Angebotsquote abermals geringfügig zunahm.

Investitionen in Bürobauten gehen zurück

Das in den letzten zwölf Monaten bewilligte Investitionsvolumen in Bürobauten lag um rund 11 Prozent unter dem Langfristmittel. In den Grosszentren werden im Schnitt sogar 23 Prozent weniger Mittel für Büroflächen geplant. Die Investoren legen damit unverändert eine eher vorsichtige Haltung an den Tag. Diese ist auch notwendig, denn dort, wo jüngst kräftig gebaut wurde, erhöhten sich in der Folge – mit wenigen Ausnahmen – unweigerlich die Angebotsquoten.

Vermarktung in den Vororten der Grosszentren ist schwierig

Das Zwischenhoch kam für den Schweizer Büromarkt genau richtig: Dank sinkender Leerstände und steigender Mieten kann er sich einigermassen gestärkt dem nächstjährigen Abschwung stellen. Wenn etwas das Bild trübt, dann das für die Schweiz eher hohe Niveau der Angebotsquoten. Insbesondere in den Vororten der Grosszentren haben in den letzten Jahren immer mehr Flächen Vermarktungsschwierigkeiten gezeigt. Dieser Trend setzt sich fort. Umnutzungen bleiben folglich ein Thema. Sie sind jedoch weitaus schwieriger umzusetzen, als gemeinhin angenommen wird.

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Die Reform AHV 21 tritt auf Anfang Jahr 2024 in Kraft https://www.dpn-online.com/news/schweiz/die-reform-ahv-21-tritt-auf-anfang-jahr-2024-in-kraft-128104/ Tue, 13 Dec 2022 13:00:09 +0000 https://stage01.dpn-online.com/news/die-reform-ahv-21-tritt-auf-anfang-jahr-2024-in-kraft-128104/ Der Bundesrat das Datum für das Inkrafttreten der Reform AHV 21 auf den 1. Januar 2024 festgelegt. Er hat zudem die Ausführungsbestimmungen in die Vernehmlassung geschickt. Diese dauert bis zum 24. März 2023.

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Der Bundesrat das Datum für das Inkrafttreten der Reform AHV 21 auf den 1. Januar 2024 festgelegt. Er hat zudem die Ausführungsbestimmungen in die Vernehmlassung geschickt. Diese dauert bis zum 24. März 2023.

Die Schweizer Bevölkerung hat am 25. September 2022 die Stabilisierung der AHV (AHV 21) angenommen. Die Reform beinhaltet eine Änderung des AHV-Gesetzes und den Bundesbeschluss über die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Die Verordnung über die Anhebung der Mehrwertsteuersätze tritt ebenfalls auf den 1. Januar 2024 in Kraft; damit soll der administrative Aufwand der Steuerpflichtigen niedrig gehalten und den Ausgleichskassen und Arbeitgebenden genügend Zeit gegeben werden, um die Reform umzusetzen. Ab diesem Datum gelten somit folgende Mehrwertsteuersätze: Der Normalsatz beträgt neu 8,1 Prozent (bisher 7,7 Prozent), der Sondersatz für Beherbergungen steigt auf 3,8 Prozent (bisher 3,7 Prozent) und für den reduzierten Satz gelten neu 2,6 Prozent (bisher 2,5 Prozent).

Vernehmlassung über die Verordnungsänderungen hat begonnen

Damit die Reform AHV 21 umgesetzt werden kann, braucht es Änderungen auf Verordnungsebene. Die Ausführungsbestimmungen werden in der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) sowie in ihrem Anhang für alle anderen betroffenen Erlasse geregelt. Hier die wichtigsten Bestimmungen:

  • Der Begriff «Rentenalter» muss analog zum Gesetz sowohl in der AHVV als auch in allen davon betroffenen Verordnungen mit dem Begriff «Referenzalter» ersetzt werden.
  • Die im Gesetz vorgesehenen Kompensationsmassnahmen zugunsten der Frauen der Jahrgänge 1961 bis 1969 werden in der AHVV präzisiert, insbesondere die Kürzungssätze beim Vorbezug und die Beträge des Rentenzuschlags bei Teilrenten.
  • Der flexible Altersrücktritt erfordert ebenfalls Präzisierungen sowohl in der AHVV als auch in zahlreichen anderen Erlassen, insbesondere was die Modalitäten bei einer Änderung des Prozentsatzes der bezogenen Rente betrifft.
  • Schliesslich braucht es konkrete Bestimmungen in der AHVV, damit Personen, die über das Referenzalter hinaus arbeiten, wählen können, ob sie Beiträge auf dem gesamten Lohn entrichten wollen oder nur auf dem Teil ihres Lohnes, der den Freibetrag von 16’800 Franken im Jahr übersteigt. Geregelt wird dabei auch, wie die Beiträge bei der späteren Rentenberechnung berücksichtigt werden.

Referenzalter der Frauen wird erhöht

Das Referenzalter der Frauen wird in vier Schritten von 64 auf 65 Jahre erhöht. Mit Inkrafttreten am 1. Januar 2024 steigt das Referenzalter der Frauen am 1. Januar 2025 erstmals um drei Monate. Als erste betroffen sind die Frauen des Jahrgangs 1961. Beim zweiten Schritt sind es die Frauen des Jahrgangs 1962; für sie beträgt das Referenzalter 64 Jahre und sechs Monate, für Jahrgang 1963 anschliessend 64 Jahre und neun Monate und ab Jahrgang 1964 schliesslich 65 Jahre. Ab Anfang 2028 gilt für alle das Referenzalter 65. Die schrittweise Erhöhung des Referenzalters gilt analog auch für die berufliche Vorsorge.

Der Bundesrat hat die vorgesehenen Anpassungen der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung bis zum 24. März 2023 in die Vernehmlassung geschickt.

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Der Euro-Frankenkurs dürfte weiter unter Parität liegen https://www.dpn-online.com/news/schweiz/der-euro-frankenkurs-duerfte-weiter-unter-paritaet-liegen-128087/ Thu, 08 Dec 2022 13:00:10 +0000 https://stage01.dpn-online.com/news/der-euro-frankenkurs-duerfte-weiter-unter-paritaet-liegen-128087/ Die Finanzanalysten der Credit Suisse bleiben bezüglich globaler und Schweizer Konjunkturentwicklung pessimistisch. Für den Euro-Franken-Wechselkurs erwarten sie in den nächsten Monaten keinen nachhaltigen Anstieg.

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Die Finanzanalysten der Credit Suisse bleiben bezüglich globaler und Schweizer Konjunkturentwicklung pessimistisch. Für den Euro-Franken-Wechselkurs erwarten sie in den nächsten Monaten keinen nachhaltigen Anstieg.

Die Analystenstimmung bleibt pessimistisch. Das reflektiert auch der CS CFA Society Switzerland Indikator; er ging im November 2022 erneut leicht zurück (-4.4 Punkte) und notiert mit -57.5 Zählern weiter in einem Bereich, aus dem er nicht mehr ausgebrochen ist, seit er im April 2022 infolge des Ukrainekriegs und der ersten Zinserhöhung durch die US-Notenbank drastisch abgerutscht war. Unverändert erwarten zwei Drittel der befragten Schweizer Finanzanalysten, dass sich die Konjunkturlage im kommenden halben Jahr eintrüben wird. Das zeigt die aktuelle Finanzmarkt-Umfrage Schweiz.

Arbeitsmarkt dürfte sich eintrüben

Zunehmend pessimistischer werden die Analysten bezüglich des Schweizer Arbeitsmarkts. Bisher waren ihre Einschätzungen trotz der prognostizierten wirtschaftlichen Schwäche robust, doch nun erwarten 54 Prozent der Befragten eine steigende Arbeitslosenquote. Dies ist ein deutlicher Anstieg von 24 Prozentpunkten im entsprechenden Subindikator.

Inflation dürfte zurückgehen, nicht aber die Zinsen

Die kurzfristigen Inflationserwartungen der Analysten fallen auch im November und führen damit ihren seit Juli 2022 deutlich sichtbaren Rückgang weiter fort. Wie stark die Inflationsraten nach Ansicht der Analysten sinken werden, lässt sich daraus aber nicht ablesen.

Immer noch unwahrscheinlich sind in den Augen der Analysten Zinssenkungen durch die Schweizerische Nationalbank (SNB), die Europäische Zentralbank (EZB) oder die US-Notenbank (Fed) in den nächsten sechs Monaten. Am langen Ende der Zinskurve fallen die Erwartungen der Analysten jedoch. Für die USA rechnet nicht einmal mehr die Hälfte der Befragten mit einem erneuten Anstieg der langfristigen Zinsen.

Wechselkurs dürfte unter Parität bleiben

Weitgehend unverändert bleiben die Einschätzungen zum fairen Euro-Franken-Wechselkurs. Ähnlich wie bei der letzten vierteljährlichen Umfrage zum Thema sehen die Analysten den Fair Value mit 57-prozentiger Wahrscheinlichkeit unter Parität. Vor dem starken Anstieg der Inflation lag der Fair Value in den Einschätzungen der Analysten in der Regel deutlich über 1.00, wenn nicht sogar 1.10. Dass der nominale Wechselkurs nochmals über die Parität steigt, halten die Analysten damit für eher unwahrscheinlich. Tatsächlich rechnen 40 Prozent der Befragten auch mit einer weiteren Aufwertung des Frankens, wenn auch die erwartete wachsende Zinsdifferenz zum Euroraum den Druck im Vergleich zum Vormonat etwas lindern sollte.

Analysten erwarten für Aktien weitere Kursverluste

Trotz der Entspannung bei den Inflationserwartungen und den langfristigen Zinsen bleiben die Analysten vorsichtig in ihrer Einschätzung zum Aktienmarkt. Der entsprechende Indikator deutet weiterhin auf fallende Kurse im nächsten halben Jahr hin, und nur rund ein Drittel der Befragten ist optimistisch in Bezug auf den Swiss Market Index, den EuroStoxx 50 oder den S&P 500 Index.

Bewertungsniveau von Anleihen und Immobilien verbessert sich

Die starke Kurskorrektur dieses Jahres macht sich in den Einschätzungen zum Bewertungsniveau von Aktien deutlich bemerkbar. Nachdem im letzten Jahr phasenweise mehr als die Hälfte der Finanzanalysten Schweizer Aktien als überbewertet angesehen haben, erachten nun14 Prozent der Analysten Aktien als unterbewertet. Auch die Preise von Immobilien und Unternehmensanleihen sind den aktuellen Einschätzungen zufolge fairer als noch im August, wenn in der Tendenz auch nach wie vor überbewertet. Gold ist zwar gemessen am Renditepotenzial laut Analysten leicht teurer geworden, bleibt aber weiterhin fair bewertet.

Die CFA Society Switzerland und die Credit Suisse führen seit Januar 2017 die Finanzmarkt-Umfrage Schweiz, eine monatliche Befragung von Finanzanalysten, durch. Die detaillierten Ergebnisse der zwischen dem 17.11.2022 und 24.11.2022 durchgeführten Umfrage, an der sich 40 Analysten aus der Schweizer Finanzbranche beteiligt haben, sind hier abgebildet.

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Family Offices investieren immer häufiger in Private Debt https://www.dpn-online.com/news/schweiz/family-offices-investieren-immer-haeufiger-in-private-debt-128082/ Wed, 07 Dec 2022 13:00:05 +0000 https://stage01.dpn-online.com/news/family-offices-investieren-immer-haeufiger-in-private-debt-128082/ Family Offices steigern ihre Allokation in Private Debt. Das ist vor allem auf eine Kombination aus erhöhter Transparenz in der alternativen Anlageklasse und attraktiven Renditen zurückzuführen.

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Family Offices steigern ihre Allokation in Private Debt. Das ist vor allem auf eine Kombination aus erhöhter Transparenz in der alternativen Anlageklasse und attraktiven Renditen zurückzuführen.

Rund 80 Prozent der Family Offices aus Grossbritannien, den USA, der Schweiz, Deutschland und den nordischen Regionen gehen davon aus, dass sie die Zuweisungen an die Anlageklasse Private Schulden in den nächsten zwei Jahren erhöhen werden. Fast jeder Zehnte (9 Prozent) erwartet gar einen starken Anstieg. Als attraktivste Branchen sehen sie Wohnimmobilien und Spezialbereiche der Unternehmensfinanzierung, wie gewerbliche Luftfahrt, Schifffahrt und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das ergibt eine neue Befragung von 100 leitenden Investmentmanagern und Vermögensverwaltern, die für Family Offices mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 98,4 Milliarden US-Dollar arbeiten. Durchgeführt hat sie das Marktforschungsinstitut Pureprofile im Auftrag von Aeon Investments, einer auf Kredite spezialisierten Investmentgesellschaft mit Sitz in London.

Spezialbereiche der Unternehmensfinanzierung und Kredite sind beliebt

Mehr als die Hälfte (52 Prozent) will die Allokationen in Wohnimmobilien in den nächsten 18 Monaten erhöhen. 51 Prozent der Befragten planen Allokationen in Spezialbereiche der Unternehmensfinanzierung. Etwa ein Viertel (26 Prozent) möchte die Allokationen für Verbraucherkredite wie Studienfinanzierung und Autokredite stark anheben, während 22 Prozent die Zuweisungen an gewerbliche Immobilien erhöhen wollen.

Transparenz, Rendite und Innovationen locken die Anleger

Hauptgrund für erhöhte Investitionen in den Private-Debt-Investmentmarkt scheint die verbesserte Transparenz zu sein. 71 Prozent der Befragten heben die Attraktivität der Transparenz hervor, während 70 Prozent auf die möglichen Renditen verweisen, die im Vergleich zu traditionellen festverzinslichen Anlagen besser seien.

Auch Innovationen auf dem Private-Debt-Investmentmarkt ziehen Family-Office-Investoren an. Rund 57 Prozent nennen dies als Grund dafür, dass das Family Office, in dem sie tätig sind, seine Allokation in Private Debt erhöht habe, während 43 Prozent angeben, dass es jetzt eine grössere Auswahl auf dem Markt gebe.

Gebührenstrukturen sind wichtig

Die Studie ergibt weiter, dass Family Offices mit etwas grösserer Wahrscheinlichkeit in private Schulden über private Strukturen allozieren; 60 Prozent wählen diesen Weg. 55 Prozent allozieren hingegen über öffentliche Vehikel. Mehr als zwei Fünftel (43 Prozent) geben an, dass es für Finanzinstitute, die Private Debt anbieten, sehr wichtig sei, mit dem gleichen zugrunde liegenden Risiko und der gleichen Gebührenstruktur zu co-investieren. Und Khalid Khan, Managing Director bei Aeon Investments weiss: «Family Offices müssen stabile und vorhersehbare Renditen liefern, und das treibt das Interesse an Private Debt. Finanzinstitute müssen jedoch anerkennen, dass Family Offices anspruchsvoll sind, wenn es um Gebührenstrukturen geht.»

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Institutionelle wenden sich vermehrt Arbitrage-Hedgefonds zu https://www.dpn-online.com/news/schweiz/institutionelle-wenden-sich-vermehrt-arbitrage-hedgefonds-zu-128081/ Tue, 06 Dec 2022 13:00:25 +0000 https://stage01.dpn-online.com/news/institutionelle-wenden-sich-vermehrt-arbitrage-hedgefonds-zu-128081/ Die starke Performance von Hedgefonds, die Arbitrage-Anlagestrategien während der jüngsten Marktvolatilität einsetzten, dürfte den Sektor im nächsten Jahr ankurbeln. Die Marktvolatilität ist dabei die Hauptattraktion.

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Die starke Performance von Hedgefonds, die Arbitrage-Anlagestrategien während der jüngsten Marktvolatilität einsetzten, dürfte den Sektor im nächsten Jahr ankurbeln. Die Marktvolatilität ist dabei die Hauptattraktion.

Eine Studie mit 100 professionellen Anlegern, die gemeinsam für ein verwaltetes Vermögen von 276 Milliarden US-Dollar verantwortlich sind, ergab, dass 28 Prozent glauben, dass institutionelle Anleger und Vermögensverwalter die Allokationen in Arbitrage-Hedgefonds in den nächsten 12 Monaten drastisch erhöhen werden, während 46 Prozent der Ansicht sind, dass sie sie leicht erhöhen werden. Das zeigen aktuelle Untersuchungen der internationalen Vermögensverwaltungsgesellschaft Managing Partners Group (MPG).

Starke Performance der Hedgefonds erhöht Interesse am Sektor

Die befragten institutionellen Anleger und Vermögensverwalter in der Schweiz, Deutschland, Italien und Grossbritannien waren sich demnach einig, dass die starke Performance einer Reihe von Arbitrage-Hedgefonds das Interesse an diesem Sektor erhöht. Ihr Fokus auf den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Vermögenswerten auf verschiedenen Märkten, um Preisunterschiede auszunutzen, ermöglichte es ihnen, Gewinne und beeindruckende Renditen in volatilen Märkten zu erzielen, wenn sie in grossem Umfang ausgeführt wurden.

Die Untersuchung von MPG besagt auch, dass die Anlageklasse Hedgefonds insgesamt in den nächsten 12 Monaten ein Wachstum der institutionellen Anlagen verzeichnen wird – 17 Prozent der befragten professionellen Anleger erwarten einen dramatischen Anstieg der Allokationen und 58 Prozent einen leichten Anstieg der Allokationen.

Marktvolatilität gilt als grosses Plus

Institutionelle Anleger sehen laut Studie in Hedgefonds verschiedene Vorteile:

Vorteile für Institutionelle Anleger durch die Zuteilung in HedgefondsRang
Die Märkte werden volatiler bleiben oder zunehmend volatiler werden, was Gelegenheiten für Hedgefonds schafft1
Wachsender Wunsch, Portfolios zu diversifizieren2
Potenzial für höhere Renditen als herkömmliche Anlagestrategien bieten3
Die Gelegenheit für unkorrelierte Renditen zu Hauptmärkten/Makrothemen4

 

Viele Marktbeobachter erwarten, dass die Märkte weltweit auf absehbare Zeit volatil bleiben werden: «Das weckt das Interesse an den Arbitrage-Fonds, die sich in letzter Zeit so gut entwickelt haben», sagt Jeremy Leach, Chief Executive Officer der Managing Partners Group. Und er fährt fort: «Hedgefonds als Anlageklasse bleiben attraktiv; es besteht echtes Vertrauen in die Leistung von Arbitragefonds und ihre Fähigkeit, von Preisunterschieden in verschiedenen Märkten zu profitieren.»

MPG ist ein multidisziplinäres Investmenthaus, das sich auf die Auflegung, Verwaltung und Verwaltung von regulierten Investmentfonds und Emittenten von forderungsbesicherten Wertpapieren für KMU, Finanzinstitute und anspruchsvolle Anleger spezialisiert hat. Es verwaltet derzeit Fonds mit einem Bruttowert von 500 Millionen US-Dollar.

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Neo-Banken machen klassischen Banken den Markt streitig https://www.dpn-online.com/news/schweiz/neo-banken-machen-klassischen-banken-den-markt-streitig-128065/ Thu, 01 Dec 2022 14:55:03 +0000 https://stage01.dpn-online.com/news/neo-banken-machen-klassischen-banken-den-markt-streitig-128065/ Bereits jede zehnte Person in der Schweiz nutzt eine Smartphone-Bank. Solche Neo-Banken werden bisher lediglich als Zweit- und Drittbanken genutzt, könnten den etablierten Banken aber auch den Status als Hausbank streitig machen.

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Bereits jede zehnte Person in der Schweiz nutzt eine Smartphone-Bank. Solche Neo-Banken werden bisher lediglich als Zweit- und Drittbanken genutzt, könnten den etablierten Banken aber auch den Status als Hausbank streitig machen.

Smartphone-Banken machen klassischen Banken das Geschäft streitig. Es sind meist junge Technologie-Firmen, welche in einem ersten Schritt Basisdienstleistungen sehr günstig und ohne Filiale anbieten. Eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zeigt, dass rund 10 Prozent der Schweizer Bevölkerung bereits Smartphone-Banken nutzen – das sind bis zu 900’000 Menschen in der Schweiz. Auch der Bekanntheitsgrad dieser Banken ist bereits hoch. 43 Prozent der befragten Personen kennen mindestens eine Smartphone-Bank. Die Apps der Smartphone-Banken sind mittlerweile also in der Bevölkerung angekommen. Sie werden in der Zwischenzeit auch weit mehr als nur für Zahlungstransaktionen in den Ferien benutzt. So öffnet mehr als ein Drittel aller Nutzenden eine entsprechende App mindestes einmal pro Tag.

Kunden drohen abzuwandern

Etablierte Banken stellt das vor Herausforderungen, weiss Andreas Dietrich, Professor für Banking and Finance an der Hochschule Luzern: «Unsere Analyse zeigt, dass die Kundschaft von Smartphone-Banken diese viel häufiger weiterempfehlen als ihre Hausbank und die Kundenbasis bei Smartphone-Banken daher weiter rasch wächst.» Bisher würden Smartphone-Banken in der Regel als Zweit- oder Drittbank genutzt und seien somit eine Ergänzung und kein Ersatz für bestehende Bankbeziehungen. Die Umfrage habe aber gezeigt, dass sich viele Nutzende von Smartphone-Banken vorstellen könnten, künftig ihre Hauptbankbeziehung bei Anbietern wie Neon, Zak oder Yuh zu haben, statt wie bisher bei Regionalbanken, Raiffeisenbanken oder Kantonalbanken.

Jeder zweite Haushalt legt in Wertschriften an

In der Umfrage ging es letztlich auch ums Anlegen. Wie die Bevölkerungsbefragung ergab, legt in der Schweiz jeder zweite Haushalt in Wertschriften an. Die subjektiv wahrgenommene wirtschaftliche Situation (Einkommen, Vermögen) sowie Angst und Unwissen sind wesentliche Ursachen, weshalb sich Menschen dazu entscheiden, ihr Geld nicht anzulegen. Unter den anlegenden Personen ist der Anteil Frauen (40 Prozent) deutlich tiefer als derjenige der Männer (60 Prozent). Personen mit höherem Einkommen und Vermögen, höherem Bildungsabschluss sowie in der Deutschschweiz wohnhafte Personen investieren zudem häufiger. Jede fünfte nicht-anlegende Person in der Schweiz kann es sich vorstellen, künftig zu investieren. Dies entspricht einem Potenzial von rund 550’000 bis 600’000 Personen in der Schweiz. Damit Personen zunehmend anlegen, müssten gemäss den Studienautoren aber auch die Finanzkenntnisse der Schweizer Bevölkerung verbessert werden.

Nachhaltige Bank-Finanzierungen bergen Potenzial

Das Kreditvolumen der Schweizer Banken von 1.3 Billionen Franken entspricht fast dem Doppelten des Schweizer Bruttoinlandproduktes. Bankkredite tragen daher wesentlich zur Finanzierung der Schweizer Wirtschaft bei – und finanzieren die Umweltbelastung von Unternehmen und Privatpersonen mit. Gemäss den Studienautoren ist es für Retailbanken, welche Nachhaltigkeit strategisch verankert haben, deshalb wichtig, neben nachhaltigen Anlagen den Fokus zunehmend auf die nachhaltige Finanzierung zu legen. Dabei sei es einerseits zentral, die Nachhaltigkeit der Kreditnehmenden ganzheitlich zu beurteilen, indem neben dem Sicherungsmittel auch der Verwendungszeck bewertet wird. Andererseits sei es von grosser Bedeutung, zu analysieren, welche konkreten Nachhaltigkeitsmassnahmen Kreditrisiken einschränken können und welche vorwiegend von Wertvorstellungen getrieben sind. Mit Blick auf die Effektivität von Zinsvergünstigungen seien gezielte Preisnachlässe sinnvoll, beispielsweise auf dem Kreditbetrag, welcher für den Ersatz fossiler Energiesysteme durch erneuerbare Energieträger eingesetzt wird.

Kleinbanken weisen nach wie vor sehr gute finanzielle Kennzahlen aus

Das HSLU-Forschungsteam untersuchte die Jahresabschlüsse von 90 Instituten. Basierend auf neun Kennzahlen wurde die aus finanzieller Sicht beste Retailbank ermittelt. Insgesamt sind die meisten Kennzahlen stabil und die finanzielle Verfassung der Schweizer Retailbanken kann als gut bezeichnet werden. Insbesondere kleine Banken weisen weiterhin sehr gute Werte auf, was sich auch im Ranking niederschlägt. Die Banken auf den ersten drei Plätzen haben Bilanzsummen zwischen lediglich 280 und 565 Millionen Franken.

Mit Blick auf die Marktregionen der Banken zeigen sich teilweise deutliche regionale Unterschiede, wie die HSLU-Studie zeigt. So haben Banken in der Genfersee-Region die höchsten Zinsmargen und die beste Profitabilität, derweil Banken in der Zentralschweiz vergleichsweise überdurchschnittliche Effizienz-Kennzahlen ausweisen.

Frauenanteil in den Verwaltungsräten der Banken steigt

Die Frauenanteile in den Verwaltungsräten der Banken steigen weiter an. Unter den 518 VR-Mitgliedern waren per Juni 2022 141 Frauen (Vorjahr 132). «Die Tatsache, dass bei den seit 2015 neu gewählten 349 VR-Mitgliedern der Frauenanteil im Durchschnitt bei 34 Prozent lag, lässt einen weiteren Anstieg des Anteils der Frauen in Verwaltungsräten von Retailbanken erwarten», sagt Co-Studienautor Christoph Lengwiler. Wie die Analyse der seit 2015 neu gewählten VR-Mitglieder weiter zeigt, verlassen rund zehn Prozent aller Neugewählten innerhalb von drei Jahren das Verwaltungsratsgremium wieder. «Hier stellen sich offenbar bei der optimalen Personalauswahl für den Verwaltungsrat einige Herausforderungen», so Lengwiler.

Die 220-seitige «IFZ Retail Banking Studie 2022» kann unter ifz@hslu.ch für 190 Franken bestellt werden.

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Schweizer Wirtschaft steigert Investitionen in digitale Technologien https://www.dpn-online.com/news/schweiz/schweizer-wirtschaft-steigert-investitionen-in-digitale-technologien-128064/ Wed, 30 Nov 2022 16:21:24 +0000 https://stage01.dpn-online.com/news/schweizer-wirtschaft-steigert-investitionen-in-digitale-technologien-128064/ Die Schweizer Wirtschaft investiert immer mehr Geld in Hard- und Software. Vor allem der Einsatz von digitalen Technologien wie Robotern, Big-Data-Anwendungen und Künstlicher Intelligenz weitet sich in vielen Branchen aus.

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Die Schweizer Wirtschaft investiert immer mehr Geld in Hard- und Software. Vor allem der Einsatz von digitalen Technologien wie Robotern, Big-Data-Anwendungen und Künstlicher Intelligenz weitet sich in vielen Branchen aus.

Der durchschnittliche Anteil der Investitionen in Hard- und Software an den Gesamtinvestitionen eines Unternehmens hat sich zum wiederholten Male erhöht und liegt aktuell bei rund 17 Prozent. Besonders deutlich war die Zunahme der relativen Investitionsanstrengungen bei den mittelgrossen Unternehmen (50 bis 249 Beschäftigte). Die Unternehmen investierten im Untersuchungszeitraum von 2018 bis 2020 vor allem in neue Sicherheitsvorkehrungen, um sich vor unerlaubten Zugriffen auf ihre digitale Infrastruktur und den Daten zu schützen. Das sind die zentralen Erkenntnisse der Innovationserhebung der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich.

Unternehmen setzen auf Roboter, Big Data und Künstliche Intelligenz

Der Einsatz von Servicerobotern, beispielsweise im Bereich Gütertransport oder Gebäudereinigung, hat in den zwei untersuchten Jahren in allen Sektoren und Grössenklassen der Schweizer Wirtschaft stark zugenommen. Der Anteil von Unternehmen mit Servicerobotern stieg von 3 Prozent im Jahr 2018 auf 7 Prozent im Jahr 2020. Beim Anteil der Unternehmen mit Industrierobotern, welche für Arbeiten wie Schweissen, Zuschneiden oder Spritzlackieren verwendet werden, ist eine ähnliche Zunahme auf sogar noch höherem Niveau zu beobachten.

Auch der Anteil der Unternehmen, die Software zur Analyse grosser Datenmengen (Big Data) einsetzen, hat sich gegenüber der Vorperiode erhöht. Besonders stark zugenommen hat zudem die Verbreitung der Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI). Im Jahre 2020 verwendeten rund 9 Prozent der Unternehmen Applikationen mit KI-Komponenten. Der Verbreitungszuwachs war in der Industrie und bei den grossen Unternehmen besonders stark: knapp 30 Prozent der Grossunternehmen gaben an, KI zu verwenden.

Zahl der Unternehmen die F&E betreiben ist gestiegen

Mit der neuesten Umfragewelle zeichnet sich eine Trendwende bei den Aktivitäten der privaten Unternehmen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) ab. Erstmals seit der Untersuchungsperiode 2000 bis 2002 ist der Anteil der F&E-aktiven Unternehmen deutlich gestiegen. Dieser hat sich um 3,7 Prozentpunkte von 12,6 Prozent auf 16,3 Prozent erhöht. Gleichzeitig ist der durchschnittliche Umsatzanteil der F&E-Ausgaben im Vergleich zur Vorperiode (2016 bis 2018) konstant geblieben, womit die Konzentration der F&E-Ausgaben in der Gesamtwirtschaft abgenommen hat.

Jedes zweite Unternehmen kennt Produktions- oder Logistikprobleme

Die Corona-Krise hat auch in der Innovationslandschaft Spuren hinterlassen. In einer allgemeineren und für die Schweizer Wirtschaft repräsentativen Sicht zeigt sich, dass mehr als die Hälfte der Schweizer Unternehmen von Covid-19 im Bereich der Beschaffung, der Produktion, und/oder des Absatzes von Gütern und Dienstleistungen erheblich bis stark betroffen waren. Rund 20 Prozent der Unternehmen hatten bedeutende Probleme bei der Akquise von nationalen Lieferanten und bei der Auslieferung an internationale Kunden.

Die Umfrage umfasst den Untersuchungszeitraum 2018 bis 2020 und wurde zum 13. Mal auf Basis des KOF-Unternehmenspanels durchgeführt. Die Umfrage wurde an insgesamt 9323 Unternehmen mit mehr als fünf Beschäftigten (in Vollzeitäquivalenten) versandt. Die Rücklaufquote betrug für die Schweiz insgesamt 25%.

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Der FINMA-Risikomonitor 2022 zeigt erhöhte Risiken für die Finanzbranche https://www.dpn-online.com/news/schweiz/der-finma-risikomonitor-2022-zeigt-erhoehte-risiken-fuer-die-finanzbranche-128053/ Tue, 29 Nov 2022 13:00:06 +0000 https://stage01.dpn-online.com/news/der-finma-risikomonitor-2022-zeigt-erhoehte-risiken-fuer-die-finanzbranche-128053/ Die FINMA identifiziert im Risikomonitor 2022 sieben für die Finanzbranche bedeutende Risiken. Wegen grosser Unsicherheiten über die Entwicklung der Zinsen und Konjunktur sieht sie vor allem bei Zinsen und Krediten erhöhte Risiken.

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Die FINMA identifiziert im Risikomonitor 2022 sieben für die Finanzbranche bedeutende Risiken. Wegen grosser Unsicherheiten über die Entwicklung der Zinsen und Konjunktur sieht sie vor allem bei Zinsen und Krediten erhöhte Risiken.

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat ihren Risikomonitor 2022 veröffentlicht. Damit liefert sie einen Überblick über die aus ihrer Sicht aktuell bedeutendsten Risiken für Finanzinstitute und beschreibt den daraus abgeleiteten Fokus ihrer Aufsichtstätigkeit.

Konjunkturelle Risiken überwiegen

Das globale Wirtschaftswachstum hat in den vergangenen Monaten aufgrund des Kriegs in der Ukraine deutlich an Schwung verloren. Angesichts des hohen Inflationsdrucks haben die Zentralbanken ihren geldpolitischen Kurs angepasst und die Zinsen zum Teil deutlich angehoben. Auch in der Schweiz endete am 22. September 2022 eine längere Phase mit negativem Leitzins. Die unsichere weitere Entwicklung der Inflation, der Zinssätze sowie des Wirtschaftswachstums birgt nach Ansicht der FINMA Risiken.

Sieben Hauptrisiken bedrohen die Finanzbranche

Vor diesem Hintergrund identifiziert die FINMA sieben Hauptrisiken für die Finanzbranche. Sechs davon lauten gleich wie im Vorjahr. Es sind dies: Zinsrisiken, Kreditrisiken bei Hypotheken, Kreditrisiken bei übrigen Krediten, Risiken vor Cyber-Angriffen, Risiken im Bereich der Geldwäschereibekämpfung sowie Risiken wegen eines erschwerten grenzüberschreitenden Marktzugangs. Während die FINMA die Risiken im Zusammenhang mit Cyber-Angriffen als gleichbleibend hoch beurteilt, ortet sie bei allen anderen erwähnten Themen erhöhte Risiken gegenüber dem Vorjahr. Als zusätzliches Risiko wird die Erhöhung der Risikoaufschläge (Credit Spreads) erstmals im Risikomonitor aufgeführt.

Dezentrale digitale Finanzdienstleistungen bergen Risiken

Der Risikomonitor behandelt jeweils auch einen ausgewählten Trend, der den Schweizer Finanzmarkt nach Ansicht der FINMA längerfristig und nachhaltig beeinflussen kann. Im diesjährigen Bericht beleuchtet die FINMA sogenannte ‘Decentralized-Finance-Applikationen’ auf zugangsoffenen Blockchain-Infrastrukturen. Diese sind weltweit im Trend und haben in jüngster Zeit viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Die Verwendung solcher Applikationen birgt laut FINMA Risiken. Konsumentinnen und Konsumenten riskierten in erster Linie den Verlust von Vermögenswerten, beispielsweise wegen erheblicher Marktschwankungen, Eingabefehlern, Bugs in den Applikationen, Hacking oder Betrug, so die FINMA. Bei institutionellen Nutzern stünden operationelle sowie Rechts- und Reputationsrisiken im Vordergrund. Bislang sieht die FINMA aufgrund des nach wie vor geringen Volumens aber keine systemischen Risiken.

Rechtlicher Rahmen ist unklar

Das Thema Decentralized Finance berge auch für die Regulatoren und Aufsichtsbehörden Herausforderungen, fährt die FINMA fort. So könne bei einer effektiven Dezentralisierung von Finanzmarktanwendungen gemäss heutigem Finanzmarktrecht nicht mehr klar zugeordnet werden, wer welche Verantwortung trage. Zudem sei auch das Geldwäschereirisiko aufgrund der Anonymität bei dezentralen Finanzapplikationen allgemein hoch.

FINMA sucht Transparenz über die risikoorientierte Aufsicht

Im Zentrum der Arbeit der FINMA steht die Aufsicht über den Finanzsektor. Diese soll sicherstellen, dass die beaufsichtigten Finanzinstitute mit Blick auf mögliche Risiken auch künftig stabil bleiben. Ein wichtiges Element der Aufsichtstätigkeit der FINMA ist deshalb die Einschätzung der Risikolage für den Gesamtsektor sowie für die Beaufsichtigten. Darauf basierend richtet die FINMA ihren künftigen Aufsichtsfokus aus. Mit dem Risikomonitor schaffe die FINMA gegenüber den Beaufsichtigten und der Öffentlichkeit Transparenz über die Art und Weise, wie sie ihre gesetzlichen Aufgaben erfülle, so das Fazit des Regulators.

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Schweizer Vermögensverwaltungsmandate sind teuer https://www.dpn-online.com/news/schweiz/schweizer-vermoegensverwaltungsmandate-sind-teuer-128036/ Thu, 24 Nov 2022 13:00:40 +0000 https://stage01.dpn-online.com/news/schweizer-vermoegensverwaltungsmandate-sind-teuer-128036/ Die Kosten für Vermögensverwaltungsmandate bei Schweizer Banken variieren stark. Manche Mandate sind dreimal so teuer wie die günstigsten. Viele Schweizer Anlegerinnen und Anleger wissen erstaunlich wenig darüber.

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Die Kosten für Vermögensverwaltungsmandate bei Schweizer Banken variieren stark. Manche Mandate sind dreimal so teuer wie die günstigsten. Viele Schweizer Anlegerinnen und Anleger wissen erstaunlich wenig darüber.

Die Vermögensverwaltung ist eines der wichtigsten Geschäftsfelder der Schweizer Banken. Doch Vermögensverwaltungsmandate sind im Allgemeinen teuer. Es gibt aber je nach Bank grosse Unterschiede. «Viele Schweizer Anlegerinnen und Anleger haben ein Mandat bei einer Bank und wissen erstaunlich wenig darüber», beobachtet Benjamin Manz, Geschäftsführer von moneyland.ch. Die meisten würden einfach ihrem Bankberater vertrauen. Doch das könne sich rächen, so Manz.

Klassische Mandate sind rund doppelt so teuer wie Anlage-Apps

Ein klassisches Vermögensverwaltungsmandat in der Höhe von 250.000 Franken kostet mit einer reinen Aktienstrategie im Durchschnitt 3425 Franken pro Jahr, wie aus der Studie hervorgeht. Das sind 1.37 Prozent. Doch dies entspricht nur den Pauschalgebühren. Hinzu kommen noch Steuern, Börsen-, Fonds- und Fremdwährungskosten. Die Fondsgebühren können ähnlich teuer sein wie das Mandat selbst.

Zum Vergleich: Die durchschnittlichen Pauschalgebühren bei den Anlage-Apps von digitalen Vermögensverwaltern betragen 0.73 Prozent und setzen meistens deutlich günstigere Produkte ein. Insgesamt sind klassische Mandate rund doppelt so teuer wie Anlage-Apps. Im Extremfall können die Kosten einer klassischen Vermögensverwaltung aber auch ein Mehrfaches der günstigsten Angebote betragen.

Bei den Mandatskosten gibt es grosse Unterschiede

Auch zwischen den klassischen Mandaten gibt es grosse Unterschiede. Ein Beispiel im Bereich der reinen Aktienportfolios: Ein ETF-Mandat in der Höhe von 1 Million Franken bei der Sparkasse Schwyz kostet 6500 Franken pro Jahr, während es beim «Invest Mandate (alle Instrumente)» von der Credit Suisse 19.500 Franken sind. «Das teuerste Angebot ist dreimal so teuer wie das günstigste der untersuchten Mandate», so Manz.

Auch bei anderen Strategien sind die Unterschiede gross. Ein Mandat mit einem mittleren Aktienanteil von 40 bis 60 Prozent kostet im Fall des ETF-Mandats der Sparkasse Schwyz 3500 Franken im Jahr, beim «Invest Mandate (alle Instrumente)» der Credit Suisse sind es 8750 Franken.

Vermögensverwaltung ist nicht gleich Vermögensberatung

Banken unterscheiden zwischen der Vermögensverwaltung und der Anlageberatung. Im Fall der Anlageberatung (auch Vermögensberatung genannt) haben die Kunden das letzte Wort, ob die Bankempfehlungen umgesetzt werden sollen oder nicht.

Für ein reines Aktienportfolio in der Höhe von 500.000 Franken schneidet von den untersuchten Banken die Anlageberatung der Sparkasse Schwyz mit Gebühren von 1500 Franken pro Jahr am günstigsten ab, gefolgt vom Uno-Mandat der Basellandschaftlichen Kantonalbank mit 1750 Franken und Invest Compact der Credit Suisse mit 2500 Franken pro Jahr.

Methodik

Moneyland.ch hat die Pauschalgebühren für drei verschiedene Anlagebeträge in der Höhe von 250.000, 500.000 und 1 Million Franken für je drei unterschiedliche Aktienstrategien von klassischen Schweizer Vermögensverwaltungsmandaten erhoben und verglichen. Die drei verglichenen Strategien sind die folgenden: Minimales Risiko (0 Prozent Aktien, vor allem Obligationen), mittleres Risiko (40 bis 60 Prozent Aktien) und hohes Risiko (80 bis 100 Prozent Aktien). Im Bereich der Anlageberatung hat moneyland.ch die Gebühren dieser Strategien für einen Anlagebetrag von 500.000 verglichen. Die Produktgebühren konnten aufgrund mangelnder Daten nicht erhoben werden.

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