10.07.2019 | Von Michael Lennert

Ohne ESG geht bald nichts mehr

Fast 80 Prozent der institutionellen Investoren beziehen ESG-Kriterien in den Anlageprozess mit ein.

Bildquelle: maxsattana/iStock/GettyImagesPlus

Die Umfrage der Schweizerischen Grossbank UBS und von Responsible Investor unter 600 institutionellen Investoren weltweit mit einem verwalteten Vermögen von über 19 Billionen Euro bestätigt den Trend: ESG wird Mainstream. 78 Prozent bezeichnen sich als ESG-aktiv und geben an, bei der Anlage nachhaltige Kriterien zu berücksichtigen.

Auch der Umkehrschluss gilt: Über 80 Prozent der Befragten erachten es als grosses Risiko, ESG-Faktoren nicht zu beachten. Und immerhin 55 Prozent sind überzeugt, dass sich Nachhaltigkeit auch in der Performance niederschlägt.

Europa hat mit 82 Prozent den höchsten Anteil an ESG-Investoren, gefolgt von Asien, Ozeanien und Afrika mit 76 Prozent. Hier ist auch der Anteil von künftigen ESG-Anlegern am höchsten. Selbst in der eher ESG-kritischen USA setzen 68 Prozent auf den Trend zur Nachhaltigkeit. Nur 11 Prozent deklarieren sich als ESG-Muffel.

Während einige Investoren die ESG-Kriterien in den gesamten Anlageprozess integrieren, trifft dies bei der Anlagestrategie (69 Prozent), der Suche nach der Auswahl der Portfoliomanager (65 Prozent) sowie der Performance-Kontrolle (60 Prozent) auf mehr als die Hälfte der Befragten zu. Allerdings: Nur knapp jeder Dritte ist aktuell in der Lage, die Auswirkungen seiner ESG-Strategie auch zu messen. Immerhin wollen dies weitere 44 Prozent in Zukunft erreichen.

Weiterführende Infos zur Studie “ESG: Do you or don’t you?” finden Sie unter www.esg-data.com

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