Mit ‘Swiss Life 2024’ erhöht der Lebensversicherer seine Ambitionen für alle relevanten finanziellen Ziele. Dabei hat die Gruppe seit 2009 bereits drei Unternehmensprogramme hintereinander abgeschlossen.

Die Swiss Life Gruppe setzt sich für die Jahre 2022 bis 2024 ambitionierte Ziele. Sie will das Fee-Ergebnis auf 850 bis 900 Millionen Franken im Jahr 2024 erhöhen. Mit ‘Swiss Life 2021’ waren es noch 600 bis 650 Millionen Franken. Die bereinigte Eigenkapitalrendite soll auf 10 bis 12 Prozent ansteigen. Mit ‘Swiss Life 2021’ waren es 8 bis 10 Prozent. Der kumulierte Cash-Transfer an die Holding soll von 2022 bis 2024 auf 2,8 bis 3,0 Milliarden Franken angehoben werden. Mit ‘Swiss Life 2021’ betrug er 2,0 bis 2,25 Milliarden Franken. Die Dividendenausschüttungsquote soll zudem ab 2022 über 60 Prozent betragen; bei ‘Swiss Life 2021’ waren es 50 bis 60 Prozent. Der Zielbereich für die SST-Quote liegt unverändert bei 140 bis 190 Prozent. Das Aktienrückkaufsprogramm in Höhe von 1 Milliarde Franken läuft von Dezember 2021 bis Mai 2023. Die Nachhaltigkeitsstrategie 2024 schliesslich umfasst einen Absenkungspfad bezüglich CO2-Emissionen im direkt gehaltenen Immobilienportfolio und in der Betriebsökologie. Das gab Swiss Life am diesjährigen Investorentag bekannt.

Swiss Life will profitabel wachsen und die finanziellen Ziele erhöhen

Der grösste Schweizer Lebensversicherer, mit einem Marktanteil 2020 von 43,4 Prozent, hat seit 2009 bereits drei Unternehmensprogramme hintereinander abgeschlossen. «Wir werden unsere Ziele auch mit dem aktuellen Programm ‘Swiss Life 2021’ erreichen oder noch übertreffen», ist Patrick Frost, CEO der Swiss Life-Gruppe, überzeugt. Diese Ausgangslage sieht er als ausgezeichneten Startpunkt für ‘Swiss Life 2024’. Und er fährt fort: «Wir setzen unseren Weg in den kommenden drei Jahren konsequent fort und fokussieren uns auf die Vertiefung der Kundenbeziehungen, den Ausbau unserer Beratungsorganisationen, die operative Skalierbarkeit und die Verankerung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Damit ergreifen wir Chancen, um profitabel zu wachsen, und unsere finanziellen Ziele substanziell zu erhöhen.»

Fee-Ergebnis und die Eigenkapitalrendite sollen ansteigen

Swiss Life will bis 2024 das Fee-Ergebnis auf 850 bis 900 Millionen Franken erhöhen. Die Fee-Erträge von Swiss Life umfassen den Ertrag aus Gebühren, Kommissionen und Provisionen sowie verdiente Policengebühren (netto); sie dienen als Mass für das Fee-Geschäft in der Vermögensverwaltung, in eigenen Beraterkanälen, und mit eigenen und fremden Produkten und Dienstleistungen. Treiber dieser Steigerung sollen höhere Erträge aus dem Asset Management sein, von den eigenen unabhängigen Finanzberatungsorganisationen sowie aus den anteilgebundenen Produkten. Dies soll sich unter anderem auch positiv in der bereinigten Eigenkapitalrendite niederschlagen, für die das Ziel auf 10 bis 12 Prozent angehoben wird.

Neben der substanziellen Steigerung des Fee-Ergebnisses bleibt in den kommenden drei Jahren auch das Sparergebnis ein zentraler Ertragspfeiler, wie Frost erklärt. Es soll unter anderem die grösseren Ambitionen für den Cash-Transfer an die Holding unterstützen: «Wir erwarten sowohl für das Spar- als auch für das Risikoergebnis eine Steigerung gegenüber den Werten, die wir für das Geschäftsjahr 2020 ausweisen. Auch beim Kostenergebnis gehen wir von einer Verbesserung aus, wobei wir weiterhin in unser Wachstum und in neue Geschäftsopportunitäten investieren werden.»

Beratungsorganisationen sollen ausgebaut werden

Swiss Life will in die Stärkung ihrer Beratungsorganisationen investieren und macht den Ausbau ihrer Kundenzugänge zu einer strategischen Priorität. Darüber hinaus will die Gruppe die operative Effizienz in allen Bereichen verbessern – unter anderem durch Investitionen in Technologie und Digitalisierung, insbesondere im Bereich der Nutzung und der Weiterentwicklung von Kunden-, Berater- und «Backoffice»-Plattformen. «Alle Divisionen verfolgen das Ziel, ihre operative Effizienz zu verbessern, und insbesondere im jeweiligen divisionalen Fee-Geschäft die operative Skalierbarkeit zu nutzen, damit beispielsweise das Fee-Ergebnis stärker wächst als die Fee-Erträge», so Frost.

Nachhaltigkeit soll Kernelement für den Geschäftserfolg werden

Swiss Life setzt sich bis 2024 auch weitergehende Ziele im Bereich der Nachhaltigkeit. Priorität haben dabei Bereiche, in denen das Unternehmen direkt Einfluss nehmen kann, etwa in der Betriebsökologie, wo die CO2-Emissionen pro Mitarbeitendem gegenüber 2019 um 35 Prozent reduziert werden sollen. Dies soll primär über eine Reduktion der Reisetätigkeit und den ausschliesslichen Bezug von Elektrizität aus nachhaltiger Produktion erfolgen. Die unvermeidbaren CO2-Emissionen, die aufgrund der Geschäftstätigkeit entstehen, sollen ab 2022 vollständig kompensiert werden.

Bei den Immobilien, die sich zu Anlagezwecken im Direktbesitz von Swiss Life befinden, sollen die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Quadratmeter bis 2030 um weitere 20 Prozent gesenkt werden. Im Versicherungsgeschäft will Swiss Life ihr Produktportfolio zudem nach Nachhaltigkeitskriterien ausbauen. Ausserdem sollen Nachhaltigkeitsaspekte verstärkt in die Beratung integriert werden.

Swiss Life will überdies ihren ‘Responsible Investment’-Ansatz weiterverfolgen; dieser umfasst bereits 90 Prozent der verwalteten Vermögen. So steht Swiss Life bezüglich der CO2-Intensität des Wertschriftenportfolios laut eigenen Angaben markant besser da als die entsprechenden Benchmarks. Diese Position will Swiss Life über die kommenden drei Jahre halten. Swiss Life setzt sich zudem das Ziel, das Geschäft mit ESG-Kundenlösungen weiter auszubauen und die Opportunitäten in diesem Wachstumsmarkt wahrzunehmen.

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank beurteilten die Ankündigungen von Swiss Life als insgesamt vorteilhaft, weshalb sie weitere Kursfortschritte erwarten.

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