Die von der UBS beobachteten Pensionskassen erzielten im März 2022 noch eine durchschnittliche Rendite von 0,15 Prozent. Im April betrug sie nur noch -1,43 Prozent. Damit liegt die Rendite seit Jahresbeginn bei -4,72 Prozent.

Die Pensionskassen in Sample der UBS erreichten im April 2022 eine durchschnittliche Performance von insgesamt -1,43 Prozent nach Gebühren. Damit beträgt die Rendite seit Jahresbeginn -4,72 Prozent, und seit Messbeginn 2006 gut 69,76%.

Die Bandbreite der Performance aller Pensionskassen lag im April bei 2,96 Prozentpunkten. Das beste Ergebnis von -0,12 Prozent, wie auch das schlechteste Ergebnis von -3,08 Prozent lieferte je eine grosse Pensionskasse mit mehr als einer Milliarde Franken verwalteten Vermögen. Die Bandbreite der grossen Pensionskassen war damit am grössten; bei den mittleren Pensionskassen belief sie sich auf 2,62 Prozentpunkte und bei den kleinen auf 2,56 Prozentpunkte.

Die Sharpe Ratio (der letzten 36 Monate) lag mit durchschnittlich 0,76 deutlich unter dem Vormonat (0,96). Die grossen Pensionskassen (0,87) und die mittleren (0,82) wiesen eine deutlich höhere risikoadjustierte Rendite auf als die kleinen (0,65).

Riskantere Anlagen rentierten im April besser

Hedge Funds (+5,54 Prozent) und Private Equity und Infrastructure (+4,57 Prozent) erzielten im April ein weitaus besseres Ergebnis als die anderen Anlageklassen. Immobilien waren ebenfalls leicht positiv (+0,45 Prozent). Schweizer Aktien traten auf der Stelle, während internationale am schlechtesten abschnitten (-2,96 Prozent). Anleihen in Schweizer Franken (-1,96 Prozent) und in Fremdwährungen (-0,57 Prozent) schlossen ebenfalls negativ.

Wachstumsängste belasten die Märkte

Der April war gezeichnet von Ängsten um das globale Wachstum. «Es wurde deutlicher, dass die Inflation höher und langwieriger sein dürfte als erwartet und die Zentralbanken dementsprechend stärker Gegensteuer geben müssen», erklären die UBS-Ökonomen Jackie Bauer und James Mazeau. Die geopolitischen Spannungen seien zudem ungebrochen hoch und ein schnelles Ende des Ukrainekonflikts sei unwahrscheinlicher geworden. «Das führte zum schlechtesten Monat für die Aktienmärkte seit dem Ausbruch des Coronavirus und auch die Anleihen litten», legen sie nach. Der Ausblick sei allerdings nicht so trüb, wie dies den Eindruck mache, fügen sie an: «Das Konsumverhalten war solide und die Gewinnberichtssaison deutet auf robuste Margen hin, trotz höher als erwarteter Inflationszahlen.» Ihr Fazit: «Die Diversifikation mit alternativen Anlagen war in diesem Umfeld hilfreich.»

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