Die russische Invasion in der Ukraine hat sich auf die Vermögen der Anlagefonds negativ ausgewirkt. Bei vergleichsweise schwachen Neugeldzuflüssen verloren die Vermögen der Anlagefonds im ersten Quartal 2022 rund 65 Milliarden Franken.

Die durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten Verwerfungen an den Finanzmärkten wirkten sich auch auf den Schweizer Fondsmarkt aus. Bei vergleichsweise schwachen Neugeldzuflüssen verloren die Vermögen der Anlagefonds im ersten Quartal 2022 rund 65 Milliarden Franken. Am deutlichsten war der Rückgang in Aktienfonds. Per Ende März 2022 hatten die Anlegerinnen und Anleger in der Schweiz noch 1.457.619 Millionen Franken (Jahresende 2021: 1.516.403 Millionen Franken) in Anlagefonds investiert. Das berichtet die Asset Management Association Switzerland.

Nettozuflüsse blieben schwach

Wie die führenden Marktindizes verloren auch die Anlagefonds in der Schweiz im Februar 2022 und Anfang März deutlich an Boden, bevor wieder eine Erholung einsetzte. Dabei blieben die Nettozuflüsse mit 6.2 Milliarden Franken über das ganze Quartal gesehen vergleichsweise schwach, sodass sich der Volumenrückgang im Schweizer Fondsmarkt unterm Strich auf knapp 65 Milliarden Franken belief.

Besonders deutlich zeigten sich die Auswirkungen bei den Aktienfonds, die in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 7,1 Prozent auf 670.848 Millionen Franken verloren.

Anlagestrategie- und Rohstofffonds zogen Neugelder an

Bei der Netto-Neugeldentwicklung stechen zwei Fondskategorien heraus; so standen für die Anlegerinnen und Anleger in den ersten drei Monaten des Jahres vor allem Anlagestrategiefonds und Rohstofffonds im Mittelpunkt. Anlagestrategiefonds zogen mit 4.8 Milliarden Franken den Löwenanteil der in den Fondsmarkt fliessenden Netto-Neugelder an. Auch Rohstofffonds (+248 Millionen Franken) lagen erstmals seit längerem wieder in der Gunst der Anlegerinnen und Anleger. Aktienfonds zogen dagegen nur knapp 2.2 Milliarden Franken an Neugeldern an und Obligationenfonds 1.3 Milliarden Franken.

Abflüsse erlitten die Alternativen Anlagen (-234 Millionen Franken) und vor allem Geldmarktfonds (-2.4 Milliarden Franken).

Die Top 10 Anbieter am schweizerischen Fondsmarkt

Entwicklung ausgewählter Indizes und Währungen im ersten Quartal 2022: Dow Jones -4.57 Prozent, S&P 500 -4.95 Prozent, EURO STOXX 50 -9.21 Prozent und SMI -5.55 Prozent sowie SBI -6.06 Prozent und Bloomberg Barclays US-Aggregate Bond Index -5.93 Prozent. Der Euro verlor gegenüber dem Schweizer Franken 1.37 Prozent, der US-Dollar gewann hingegen 1.32 Prozent.

Über die Schweizer Fondsmarktstatistik

Die Statistik von Swiss Fund Data AG und Morningstar basiert auf der FINMA-Genehmigungsliste und umfasst alle Fonds schweizerischen Rechts sowie alle ausländischen Fonds, die in der Schweiz zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sind, inklusive ihrer institutionellen Anteilsklassen. Ausländische Fonds, welche ausschliesslich qualifizierten Investoren vorbehalten sind, erfasst die Statistik nicht, weil diese Produkte nur privat platziert werden und keine FINMA-Genehmigung erhalten können.

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