Wo man hinschaut: Die Preise für Rohstoffe sowie Edelmetalle klettern fast ausnahmslos höher. Dies schürt die Inflationsängste.

Die Edelmetallmärkte entwickelten sich in den vergangenen Wochen überaus positiv. Von den letzten Zwischentiefs Ende März hat sich die Silber- und Goldpreise  inzwischen deutlich erholt. „Der Aufwärtstrend bei den Edelmetallen hat wieder an Fahrt gewonnen”, sagt Martin Siegel, Geschäftsführer der Stabilitas GmbH. Dazu trage natürlich auch die von den Zentralbanken bereitgestellte Liquidität bei. Von den positiven Entwicklung der Edelmetallpreise profitieren zugleich die Minenaktien. Und es dürften nach Einschätzung von Siegel noch weitere Wertsteigerungen möglich sein, da viele Minenaktien fundamental unterbewertet sind.

Platin und Palladium verzeichneten in den vergangenen Wochen hingegen leichte Rückgänge. „Nach dem Anstieg im Vormonat hat sich das Interesse der Anleger offenbar leicht abgeschwächt“, so Siegel.

Inflationstreiber Industriemetalle und Energie

Deutlich bergauf ging es bei den Basismetallen. Kupfer, Aluminium, Blei, Zink und Nickel legten im vergangenen Monat allesamt zu.  „Die kräftigen Preissteigerungen der Basismetalle auf breiter Front signalisieren allgemeine Zuversicht unter den Anlegern in die Erholung der Weltwirtschaft”, glaubt Siegel. Weitere Preisanstiege stehen wohl an.

Denn viele Materialien sind knapp, die internationalen Lieferketten liegen brach. Damit könnte sich die Hausse bei den Industriemetallen als langfristiger Inflationstreiber erweisen, sagt Evan Brown, Head of Multi-Asset Strategy bei UBS Asset Management. Dazu kommen die festeren Ölpreise. „Der anhaltende Preisauftrieb bei den Basismetallen sowie stark gestiegene Öl- und Energiekosten sorgen für wachsende Inflationsängste am Markt, die sich jetzt allmählich in den veröffentlichten Zahlen niederschlagen“, fasst Siegel zusammen.

Mit der Öffnung der Volkswirtschaften wird auch die Nachfrage nach Öl weiter steigen. Die Rohölpreise kennen seit Jahresbeginn ohnehin nur eine Richtung: nordwärts. Allerdings liegt die erwartete Ölnachfrage im Jahr 2021 immer noch etwa 5 Millionen Barrel pro Tag unter dem Niveau von 2019, bemerkt Olaf van den Heuvel, CIO bei Aegon AM Niederlande. Lesen Sie hier mehr zum Thema.

 

 

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