An den Edelmetallen ging die Schere im vergangenen Jahr weit auseinander. Gold beendete das Jahr 3,6 Prozent im Minus.

Gold hat die Marke von 1.800 USD die Feinunze erneut überschritten. Seit dem letzten Zwischentief Mitte Dezember 2021 zeigen die Kurse tendenziell nach oben. Doch trotz dieses Jahresendspurts beendet das Edelmetall das Jahr 2021 mit einem Minus von 3,6 Prozent. Dies war der erste Preisrückgang auf Jahresbasis seit drei Jahren, bemerkt die Commerzbank. “Mitverantwortlich hierfür war unseres Erachtens die schwache Investmentnachfrage, die sich in umfangreichen ETF-Abflüssen widergespiegelt hat”, so die Experten. So wurden die Bestände der Gold-ETFs so stark abgebaut wie zuletzt 2013. Laut Martin Siegel von Stabilitas dürfte die vorherige Schwächephase damit zunächst beendet sein.

Anderen Edelmetallinvestoren erging es nicht besser. Einige Sorten verzeichneten 2021 deutlich höhere Preisrückgänge als Gold. “Auch hierzu hat wohl die insbesondere in den letzten Monaten schwache Investmentnachfrage beigetragen”, konstatiert die Commerzbank. So verzeichneten die von Bloomberg erfassten Silber-ETFs unter dem Strich  Abflüsse.

Einzig die Palladium-ETFs erfreuten sich über moderate Zuflüsse, die dem Preis per Saldo jedoch keinen Auftrieb gaben. Im Gegenteil, Palladium war unter den Edelmetallen im letzten Jahr der größte Verlierer. Es beendete den letzten Monat des Jahres mit 1.872 US-Dollar pro Feinunze.

Platin indes leitete im Dezember die Trendwende ein.   „Offensichtlich hat der Platinpreis bei etwa 920 US-Dollar pro Unze seinen Boden gefunden. Investoren setzen verstärkt auf das wertvolle Industriemetall, das für die vielversprechende Wasserstofftechnologie unverzichtbar ist“, sagt Edelmetallexperte Siegel.

 

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