Die Notenpresse ist nach Auffassung des Ökonoms Dr. Daniel Stelter kein Weg aus der Corona-Krise, sondern führt in die Sackgasse. Schließlich belastet der Staat immer auch das Eigentum der Bürger, wenn er Inflation schürt.

“Die so genannte Modern Monetary Theory (MMT), die eine völlige Unterordnung der Notenbanken unter die Politik postuliert, läutet demnach nur die finale Phase einer seit Jahrzehnten betriebenen Politik des immer billigeren Geldes und der immer höheren Verschuldung ein”, so Stelter. Durch die Intervention der Zentralbanken ist eine Schuldenmaschinerie entstanden, die zu Krisen führen muss, argumentiert Stelter auf seinem Blog „Beyond the obvious“.

Die Folge: Finanzmärkte und Vermögenspreise haben sich immer mehr von der Realwirtschaft entkoppelt, so Stelter. Die nicht endenden Schulden hätten zu einer Aufblähung der nicht-BIP-relevanten Bereiche der Finanzwirtschaft geführt und damit zu einer Ausweitung der Einkommens- und Vermögensungleichheit. So fließe ein großer Teil des geschaffenen Geldes in Aktien, Derivate oder Immobilien.

Ohne die ungebremste Geldschöpfung des Banken- und Finanzsektors wären Asset-Inflation und stark steigende Verschuldung von öffentlichen Haushalten Privatsektor nicht denkbar. “In der Realwirtschaft kamen diese Mittel schon lange nur unzureichend an, und wenn dann eher negativ durch die zunehmende Zombifizierung der Realwirtschaft, was Wachstum und Inflation zusätzlich dämpft”, so Stelter.

Dr. Stelter ist Keynote Speaker bei den iAA

„Wer nun glaubt, die Lösung liegt darin, eine Krise, die durch zu hohe Schulden verursacht wurde, mit noch mehr Schulden – diesmal ohne Umweg von den Notenbanken finanziert – lösen zu können, irrt gewaltig”, so sein Standpunkt. MMT sei weder monetär, noch modern. “Es ist einfach die Hoffnung, Staatsausgaben mit frischem Geld könnten alle Probleme lösen.“ Doch nicht nur für die USA erwartet Stelter diese Politik. Auch in der Eurozone sei sie faktisch „alternativlos“, denn nur so lasse sich für die Währungsunion „Zeit kaufen“.

Hören Sie mehr hierzu bei den institutional assets virtual-academy & AWARDS unter dem Motto „Die Neuvermessung des Risikos“ am 8. und 9. Oktober. Als Keynote-Sprecher geht Dr. Stelter in „Coronomics und die neue Riskmap“ unter anderem auf die Folgen der Liquiditätsschwemme auf das institutionelle Investmentuniversum ein.

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