Im ersten Halbjahr ist der Sektor laut Preqin kräftig gewachsen. Auch in der Finanzkrise 2008 boomte der Sektor.

Institutionelle Investoren legten in den ersten sechs Monaten des Jahres so viel Kapital wie noch nie in Sekundärmarktfonds für Private Equity an. Global erreichen die Assets under Management inzwischen ein Volumen von 280 Milliarden US-Dollar, teilt der Datenanbieter Preqin mit. Das ist fünfmal soviel wie während der globalen Finanzkrise 2008. Damals verwaltete die Branche 55 Milliarden US-Dollar. Mit dieser Entwicklung steht der Sektor auch in starkem Kontrast zu anderen Privatkapital-Strategien, die in der Corona-Krise zumeist Federn ließen.

Insgesamt flossen im ersten Halbjahr 44 Milliarden US-Dollar an Neugeldern in die Fonds, darunter einige “Megafonds”. Allein 19 der 44 Milliarden gingen in den größten jemals aufgelegten PE-Sekundärmarktfonds ASF VIII von Ardian. Im Schnitt sammelten die insgesamt 11 Fonds, die im Berichtszeitraum schlossen, 4 Milliarden US-Dollar ein.

Per Juni suchten 73 PE-Sekundärmarktfonds Anlagegelder in Höhe von 69 Milliarden US-Dollar. Davon sind 18 in Europa aktiv. Im Vorjahr waren es 10 gewesen. Am asiatischen Markt waren es 8 (Vorjahr: 3) und der größte Markt Nordamerika zählte 37 Fonds. Somit dürfte das zweite Halbjahr 2020 das erste wohl noch einmal übertreffen.

Dry Powder auf Rekordhoch

Insgesamt standen 125 Milliarden US-Dollar an Dry Powder zur Verfügung. Das ist mehr als je zuvor, wie Preqin feststellt. Die Nachfrage unter den Anlegern ist also nach wie vor groß. “Die Sekundärmarktfonds haben es nicht nur geschafft, sich während der Finanzkrise als Erfolgsgeschichte hervorzuheben – sie weisen auch nun wieder einige der höchsten Performance-Kennzahlen aller Privatkapital-Strategien auf”, so Christopher Beales von Preqin.

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