Nachhaltigkeit aus Überzeugung sowie das Risikomanagement wurden als zwei Hauptfaktoren zur Umsetzung von Nachhaltigkeit bei Schweizer Pensionskassen definiert. Dieses Ergebnis geht aus einer aktuellen ASIP-Umfrage hervor.

In konkreten Zahlen sehen 60 Prozent der Befragten Nachhaltigkeit aus Überzeugung als wichtigsten Faktor für die Umsetzung von Nachhaltigkeit. Dicht dahinter folgt das Risikomanagement mit einem Prozentsatz von 51. An der Umfrage nahmen 160 Pensionskassen aus der Schweiz teil.

Die weiteren Ergebnisse stellen sich wie folgt dar: 47 Prozent der Pensionskassen investieren in Aktien-Direktanlagen und 90 Prozent legen ihr Geld in kollektive Kapitalanlagen (Fonds). 60 bis 70 Prozent davon befassen sich mit einer Nachhaltigkeitsstrategie. Ebenso besitzen 48 Prozent der Befragten Unternehmensobligationen-Direktanlagen und 80 Prozent sind in kollektive Kapitalanlagen investiert. Davon befassen sich 60 bis 80 Prozent der investierten Pensionskassen mit einer Nachhaltigkeitsstrategie.

Des Weiteren haben beinahe alle Pensionskassen, genaugenommen 95 Prozent, ihr Geld auch in Immobilien investiert. Über die Hälfte dieser Beteiligten haben sich laut Umfrage bereits mit Nachhaltigkeitsstrategien für ihre Immobilien auseinandergesetzt. Beispiele hierfür sind die Berücksichtigung des CO2-Ausstoßes, die Zertifizierung von Gebäuden (Minergie-Label) und der Energieverbrauch oder die Energiebilanz. 52 Prozent der Pensionskassen tätigen laut ASIP Investitionen im Private-Equity-Bereich. Davon befasst sich bisher wiederum die Hälfte, genaugenommen 52 Prozent, mit der Implementierung von Nachhaltigkeit. Zu den häufigsten Nennungen gehören hier Ausschlüsse (u.a. Waffen), Einhaltung des UN Global Compact, Reduktion von Klimarisiken und ESG-Integration in der Investment Case-Analyse.

Pensionskassen vertiefen ihren Bezug zur Nachhaltigkeit

Fortsetzend bleibt zu sagen, dass laut Umfrage zwischen einem Drittel und der Hälfte der Pensionskassen ihre Nachhaltigkeitsstrategien in verschiedenen Prozessen umgesetzt haben: 55 Prozent verwenden die Ausschlussliste des SVVK-ASIR, 39 Prozent haben eine Nachhaltigkeitsstrategie bereits in ihr Anlagereglement mit eingebunden und 31 Prozent lassen die Resultate ihrer Nachhaltigkeitsmessungen sogar durch außenstehende Dritte prüfen. Laut Umfrage ist der Prozentsatz jener Pensionskassen, welche ihre Nachhaltigkeitsresultate auch öffentlich publizieren der Niedrigste, er liegt bei 18 Prozent.

Ein Drittel der Befragten beteiligt sich an der Stimmrechtausübung für Unternehmen im Ausland und mit einer Beteiligung von 40 Prozent bereits am direkten Dialog mit Unternehmen.

Der Schweizerische Pensionskassenverband erhob im November anhand von 24 Fragen, ob und wie Nachhaltigkeit in der Anlagestrategie umgesetzt wird. Die repräsentative Umfrage mit einer Rücklaufquote von 22 Prozent wurde in Zusammenarbeit mit der CSSP AG durchgeführt.

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