Hanse Merkur und Itzehoer Versicherung übernehmen alle Anteile der Deutschen Pensionskasse

Die Konsolidierung des Pensionskassenmarktes in Deutschland setzt sich in kleinen Schritten fort. Jetzt berichtet das Branchenmedium „Versicherungsmonitor“, dass sich drei der fünf Aktionäre von ihren Anteilen an der DPK Deutsche Pensionskasse AG mit Sitz in Itzehoe trennen. Demnach veräußern die Inter Versicherung, die Continentale Lebensversicherung und die SHB Allgemeine Versicherung, die bislang zusammen 52,5 Prozent an der DPK halten, ihre Anteile an die verbleibenden Aktionäre Hanse Merkur und Itzehoer Versicherung.

Die DPK existiert seit 2004. Vier der fünf Aktionäre hielten 23,75 Prozent, die SHB einen Anteil von 5 Prozent. Jetzt sollen Hanse Merkur und Itzehoer Versicherung die zu veräußernden Anteilen zu gleichen Teilen übernehmen, heißt es in dem Medienbericht. Die Versicherungen haben schon in der Vergangenheit die operativen Tätigkeiten für die DPK wie die Kapitalanlage und das Berichtswesen untereinander aufgeteilt.

Düstere Prognose im Geschäftsbericht

Bereits der Geschäftsbericht der DPK für das Jahr 2019 mit Abschlussdatum 31. März 2020 weist auf verschärfte Markt- und in der Folge Liquiditätsrisiken für die eigene Pensionskasse hin. Als Treiber der Krise nennt der Geschäftsbericht den Niedrigzins und die Corona-Krise. Die Aktionäre verpflichteten sich demnach, zusätzliche Solvenzeigenmittel, die sich aus einer vor der Corona-Krise erstellten Planrechnung ergeben, durch Nachrangdarlehen zu decken. Laut Geschäftsbericht würde ein langfristig extrem niedriges Zinsniveau die wirtschaftlichen Verhältnisse der Pensionskasse überlasten und einen substanziellen Kapitalbedarf erfordern. Jetzt ziehen drei Aktionäre die Reißleine.

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