Metzler reagiert mit der Einrichtung eines Pensionsfonds für das Sozialpartnermodell als erster Marktplayer auf das Betriebsrentenstärkungsgesetz

Metzler Pension Management bietet eigens für die Umsetzung eines Sozialpartnermodells den nicht versicherungsförmigen Metzler Sozialpartner Pensionsfonds an. Das neue Vehikel erhielt am 8. Februar 2021 die Zulassung von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Der Vorstand setzt sich aus Christian Remke, Martin Thiesen und Steffen Beltz zusammen. Bei dem Pensionsfonds fungiert die Metzler Asset Management GmbH als Kapitalverwaltungsgesellschaft, während die B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA als Verwahrstelle agiert.

Bereits am 1. August 2014 hatte Metzler die Metzler Pensionsfonds AG gegründet. Auf den überbetrieblichen, nicht versicherungsförmigen Pensionsfonds können Unternehmen ihre bestehenden Versorgungsordnungen auslagern. Mit der aktuellen Einrichtung eines separaten Pensionsfonds für das Sozialpartnermodell reagierte Metzler auf das Betriebsrentenstärkungsgesetz. Das Bankhaus sieht sich damit als erster Anbieter in dieser Form im Markt. „Ausschlaggebend für diese strategische Entscheidung war neben dem unterschiedlichen Risikomanagement in den beiden Vehikeln auch der Wunsch nach einer klaren Trennung der Bestände, falls Tarifpartner auch in Beteiligungsgremien in Zusammenhang mit der reinen Beitragszusage vertreten sind“, sagt Vorstand Martin Thiesen. Man wolle vermeiden, dass Geschäftsinteressen vermischt werden, wie sie bei den Modellen „Ausfinanzierung von Leistungszusagen“ und „Kapitalanlage ohne Garantieversprechen des Arbeitgebers“ bestehen können.

Infrastruktur für das Sozialpartnermodell

Durch die Trennung ist die Zuordnung insbesondere der nicht kapitalanlageabhängigen Kosten eindeutig und für die Sozialpartner besser nachvollziehbar. „Mit dem neuen Pensionsfonds bieten wir den Tarifpartnern die passende Infrastruktur, um die Vorgaben aus dem Sozialpartnermodell umzusetzen“, fasst Christian Remke zusammen. „Aufgrund der großen Anzahl von Unternehmen und Mitarbeitern, die bei einer solchen Lösung einzubinden sind, planen wir, eine digitale Plattform bzw. eine App anzubieten, über die sich Unternehmen und Mitarbeiter schnell informieren können und die einen sicheren Austausch von Daten ermöglicht.“

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