PensionsEurope nimmt Stellung zur Vereinheitlichung der Berichtsstandards für Pensionsfonds durch Europäische Zentralbank und EIOPA

PensionsEurope hat die Roadmap der Europäischen Kommission zur Strategie für aufsichtliche Daten positiv kommentiert. Insbesondere stimmt der Verband als europaweite Vertretung nationaler Verbände von Pensionskassen und ähnlichen Einrichtungen für betriebliche und andere kapitalgedeckte Renten den Schlussfolgerungen der aufsichtlichen Meldefähigkeitsprüfung der Kommission zu. Diese Schlussfolgerungen kritisieren die derzeitig geltende Definition der Meldepflichten und der Datenerhebung als komplex und als ineffizient im Meldeprozess.

In den vergangenen Jahren haben EZB und EIOPA in Zusammenarbeit mit Eurostat, OECD und PensionsEurope die Berichtsstandards für Pensionsfonds vereinheitlicht. So gelang es in vielen Ländern, die Meldepflichten bezüglich EIOPA und EZB sowie die nationalen Meldepflichten zu einem Meldedatenfluss zu integrieren. In einigen EU-Mitgliedstaaten bereitete die Koordinierung zwischen den Behörden Schwierigkeiten. Zudem verursacht die Zusammenstellung von Daten aus verschiedenen Quellen im Zusammenhang mit den Berichtspflichten höhere Kosten.

Gerade die Verfügbarkeit von und die Kosten für ESG-relevante Daten sind laut PensionsEurope ein Problem, das unter Berücksichtigung der neuen Offenlegungspflichten laut den „Offenlegungsvorschriften für nachhaltige Finanzen“ (SFDR) zu lösen ist. Schwierig ist aus Sicht von PensionsEurope zudem, dass Ratinginformationen hauptsächlich von US-Unternehmen stammen und diese Informationen im EU-Kontext verzerrt sein können.

Zwar sind Pensionsfonds selbst nicht verpflichtet, XBRL-Formate bei der Meldung an die zuständigen nationalen Behörden zu verwenden, aber diese dürfen die erforderlichen Meldeformate frei wählen. In der Praxis führt das derzeit dazu, dass auch viele Pensionskassen nach der XBRL-Taxonomie berichten. Die wiederholte Anpassung daran verursacht laut PensionsEurope erhebliche Kosten und Verwaltungsaufwand. Zudem berichtet der Verband, Pensionsfonds seien wegen vorgezogener Meldefristen an die EIOPA bzw. die nationalen Aufsichten in den Jahren 2022 und 2024 besorgt.

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