Der Rückzug vom russischen Markt soll auf Anordnung der Regierung in Oslo so rasch wie möglich erfolgen.

Der norwegische staatliche Pensionsfonds – Statens pensjonsfond utland (SPU) – hat angekündigt, sich aus allen Investments in Russland zurückzuziehen. Das Land besitzt mit 1,16 Billionen Euro einen der größten Staatsfonds der Welt. Der SPU investiert die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft des Landes für die Altersvorsorge künftiger Generationen und achtet dabei auf hohe ethische und ökologische Standards.

Die norwegischen Investitionen in Russland sollen sich auf einen Gesamtwert von rund 2,5 Milliarden Euro belaufen. Der Rückzug vom russischen Markt soll auf Anordnung der Regierung in Oslo so rasch wie möglich erfolgen. Das norwegische Finanzministerium hat die Norges Bank aufgefordert, alle Investitionen des SPU in Russland unverzüglich einzufrieren. Die Bank soll zudem einen Plan erstellen, um den Fonds vollständig von Investments im russischen Markt zu bereinigen.

Norwegen beteiligt sich an den internationalen Sanktionen gegen Russland. „Wir verurteilen aufs Schärfste die schwere Verletzung des Völkerrechts, die Russland jetzt begeht“, sagte Norwegens Finanzminister Trygve Slagsvold Vedum. Der Verkauf der russischen Beteiligungen muss innerhalb der geltenden Sanktionen erfolgen. Dem steht aktuell aber das russische Verkaufsverbot für Aktien an der Moskauer Börse entgegen. Somit kann sich die Veräußerung der Anteile noch um längere Zeit verzögern.

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