Die Pensionsvermögen der DAX- und MDAX-Unternehmen haben sich im 3. Quartal 2020 weiter stabilisiert. Die Erholung vom pandemiebedingten Einbruch im 1. Quartal hatte bereits zwischen April und Juni eingesetzt, berichtet Willis Towers Watson.

In den sechs Monaten nach dem historischen Einbruch der Kapitalmärkte durch die Corona-Krise erholen sich Pensionsverpflichtungen und -vermögen der DAX- und MDAX-Unternehmen weiter. Bereits im 2. Quartal hatte die Erholung eingesetzt, das 3. Quartal brachte eine weitere Stabilisierung.

Dabei entwickelten sich die einzelnen Asset-Klassen sehr unterschiedlich. Besonders stach die zunehmende Bedeutung von Investments in Alternative Anlagen heraus, berichtet Willis Towers Watson.

Der Rechnungszins setzte das moderate Auf und Ab des 2. Quartals fort und stagnierte per Saldo im anhaltenden Niedrigzinsumfeld. Das führte zu gegenüber dem letzten Quartal weitgehend unveränderten Pensionsverpflichtungen. Alles in allem lag der Ausfinanzierungsgrad etwas höher als im Vorquartal: Gemäß der Modellrechnung stieg er leicht an um knapp einen Prozentpunkt.

Wie es weitergeht, ist fraglich. Der Rechnungszins steht weiter unter Druck, da das Ende der Niedrigzinsphase nicht abzusehen ist. Die Kapitalmärkte stellen Pensionsmanager mit der vergleichsweise hohen Volatilität und geringen Renditeerwartungen vor Herausforderungen.

„Unternehmen, die ihre Pensionswerke bereits risikooptimiert ausgerichtet haben, dürfte es leichter fallen, ihre Pensionswerke stabil durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu steuern“, sagt Dr. Heinke Conrads, Leiterin Retirement Deutschland und Österreich bei Willis Towers Watson. Die Unternehmen sollten sich auf eine weiter anhaltende Phase der niedrigen Zinsen einstellen.

 

 

 

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