Unit-Linked-Produkte bieten mehr Rendite, Profit Partizipation bringt mehr Stabilität. Kosten bleiben konstant.

Zum fünften Mal stellte die European Insurance and Occupational Pensions Authority (EIOPA) ihren Report über Kosten und Performance vergangener Jahre vor.  Hierfür untersuchte sie für den Zeitraum 2017-2021 rund 1000 Versicherungsanlageprodukte, die von 170 Unternehmen vertrieben wurden und mit über 171, 6 Milliarden Euro rund 78 Prozent der gesamten Bruttoprämien im Europäischen Wirtschaftsraum (EEA) für die Sparten fondsgebundene Versicherungen (UL) und Versicherungen mit Gewinnbeteiligung (PP) ausmachen. Außerdem wurden mehr als 200 persönliche  Rentenprodukte (PPPs) mit insgesamt 1,7 Millionen Verträgen bei 36,2 Milliarden Euro GWP untersucht. Und auch mehr als 162.000 Systeme der betrieblichen Altersversorgung (EbAV) – von mehr als 1400 Einrichtungen – mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 2,5 Billionen – waren Teil der Studie.

Quelle: EIOPA

ESG auch im Pensions Management immer beliebter

Dabei konnten gerade gegen Ende 2020 und Anfang 2021 die Anlagen von einer Erholung von der Pandemie profitieren, nachdem sie im vorherigen Jahr durch teilweise starke Turbulenzen gingen. Besonders Unit Link Products brachten starke Rendite – 9,4 Prozent im Schnitt. Wobei sich hier auch der Trend hin zu ESG-Anlangen zeigt, denn UL mit ESG-Ausrichtung „provided higher returns for investors in 2021, while being overall cheaper than products which have not been classified as having sustainability features“, so die EIOPA-Studie. So performten 2021 UL-Produkte mit Fokus auf ESG bei 11,2 Prozent bei nur 2,1 Prozent Effektivkosten (RIY) , während Non-ESG-konforme-Produkte 1,8 Prozent weniger Rendite brachten, dafür jedoch mit 2,3 RIY leicht teurer waren.

Quelle: EIOPA

UL-Produkte bleiben riskanter als Hybrid-Produkte

Hybrid-Anlagen performten 2021 bei 4,0 Prozent Rendite und fielen damit deutlich hinter UL-Produkten ab, wenngleich sie damit noch 2,7 Prozent über Produkten mit Gewinnbeteiligung (PP) lagen. Diese Differenzen führt die EIOPA jedoch auf die unterschiedlichen Natur der unterschiedlichen Versicherungsanlagen zurück. UL-Fonds konnten im Jahr 2021 dank ihrer starken Volatilität gut auf Trends reagieren von einer herausragenden Marktsituation profitieren. Andererseits bedeute dies aber auch, dass im Falle von nicht performenden Märkten das Risiko für Konsumenten deutlich höher als bei PP- oder UL-Produkten sei, die noch Formen von Schutz für Konsumenten bieten, so die EIOPA.

Die Kosten sind im Allgemeinen stabil geblieben, wobei PP-Produkte weiterhin billiger als UL- und HY- Produkte sind –  trotz eines Kostenrückgangs bei UL-Produkten. Trotz des Rückgangs der Renditeminderung (RIY) für UL-Produkte sind diese weiterhin teurer als PP-Produkte. Diese lagen 2021 bei einem RIY-Wert von 1,6 % lag. Laufende Kosten sind weiterhin die Hauptkomponente, die den gesamten RIY bestimmt, aber die unterschiedliche Behandlung der Kosten in den einzelnen Ländern verhinderte eine allgemeine Aussage.

Quelle: EIOPA

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