Höhere Risiken in der Vermögensanlage von Institutionellen zahlen sich selten aus, wie eine aktuelle Studie der Schweizer Beratungsgesellschaft PPCmetrics zeigt.

Sicher ist bei Kapitalanlagen nur die Unsicherheit – so das Fazit von Hansruedi Scherrer, Partner bei Schweizer Vorsorgeberater PPCmetrics, in seiner Studie zur Performance von helvetischen Pensionskassen in den vergangenen sieben Jahren (per Ende September 2014). Demnach schnitten die Kassen mit dem höchsten Anteil an risikoreichen Anlagen vergleichsweise am schlechtesten ab. Stetig gesunken sind die erwarteten Portfoliorenditen unter der Annahme konstanter Risikoprämien: Lag die erwartete Rendite bei durchschnittlicher Anlagestrategie im Jahr 2000 noch bei 5,67 Prozent, so sank diese auf aktuell noch 2,17 Prozent – das ist mehr als eine Halbierung seit der Jahrhundertwende.

Ein anderer interessanter Vergleich aus der Studie am Beispiel von Aktien Schweiz: Für die Gesamtperiode 1926 bis 2013 liess sich eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9,8 Prozent erzielen. Seit 2000 sind es noch 5,4 Prozent.

Welche Renditen sind in Zukunft am Markt zu erwarten? An der Tagung von PPCmetrics wagte der Basler Finanzprofessor Heinz Zimmermann die Prognose von 7 Prozent für Aktien auf lange Sicht. Wobei er einschränkte, dass mit langfristigen Renditeerwartungen oft falsche Erwartungen an die Sicherheit der Anlage verknüpft seien. Das deckt sich mit einer anderen Studie von PPCmetrics zum Einfluss der Anlage-Strategie auf die Renditen. Über einen Zeitraum von drei Jahren konnten Pensionskassen durch taktische Gewichtung ein Mehrwert von mageren 0,1 Prozent gegenüber der jeweiligen Anlagestrategie erwirtschaften, wohingegen der Beitrag aus der Titelselektion nach Kosten mit -0,4 Prozent negativ war.

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