Im globalen Vergleich verzeichnet Deutschland den drittgrössten Vermögensanstieg. Die Schweiz liegt an der Spitze beim Vermögen Pro-Kopf.

Der Global Wealth Report 2017 der schweizerischen Grossbank Credit Suisse liefert eine Fülle von Daten zum grossen Geld. So hat das weltweite Vermögen nach dem Taucher von 12,6 Prozent im Nachgang der Finanzkrise seit 2009 wieder um 27 Prozent zugenommen. Im letzten Jahr wuchs es um 6,4 Prozent auf insgesamt 280 Billionen US-Dollar. Das Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem erreichte mit 56‘540 Dollar ein Rekordhoch.

In Deutschland leben nach den USA und China die meisten Vermögenden, die sogenannten Ultra-High-Net Worth Individuals (UHNWIs) mit Vermögen über 50 Millionen Dollar. Ihre Zahl stieg um 500 auf 7400. Auch das durchschnittliche Pro-Kopf-Vermögen erhöhte sich hierzulande innert Jahresfrist um 7,9 Prozent auf 203‘946 Dollar.  Insgesamt belegt Deutschland in dieser Rangliste den 18.Platz. Die Spitze halten da die Schweizer mit 537‘600 Dollar. Unter den Top 10 liegen mit Norwegen, Dänemark, Belgien, Grossbritannien und Frankreich fünf weitere europäische Länder.

Legt man die Latte bei einer Million Dollar,  so werden laut CS-Report bis in fünf Jahren über 2,2 Millionäre in Deutschland leben. Derzeit liegt das Land in diesem Ranking hinter den USA, Japan und Grossbritannien auf Rang vier.

Im Ländervergleich bleiben die USA der Hort der Reichen. Heute wird das US-Vermögen auf rund 93,6 Billionen Dollar geschätzt, was 33 Prozent des weltweiten Gesamtvermögens entspricht. Auf die USA entfallen auch mehr Mitglieder des obersten 1 Prozents der Superreichen als auf jedes andere Land; hier leben 43 Prozent der Millionäre weltweit.

Generation ohne Glück?

Schwerpunktthema des Global Wealth Reports 2017 sind die Millenials. Demnach werden ihre Aussichten zur Vermögensbildung durch den schwierigen Start und die ungünstigen Marktbedingungen in den Jahren nach der Dotcom-Krise und der Lehmann-Pleite geschmälert. Dazu kommen höhere Immobilienpreise, verschärfte Hypothekarregeln und in einigen Ländern ein beträchtlicher Anstieg der Studienschulden. Auch 12 Prozent der deutschen Millenials mussten sich fürs Studium verschulden.

Nach den jüngsten US-Daten für 2017 lag das durchschnittliche Vermögen der 30- bis 39-Jährigen mit 72 400 Dollar um 46 Prozent unter dem Wert für die 40- bis 49-Jährigen. Positiver ist die Situation für die Millenials in China und in verschiedenen Schwellenländern.

Der CS-Report wirft auch einen Blick in die Glaskugel: Demzufolge wird das weltweite Vermögen für die nächsten fünf Jahre in ähnlichem Tempo (3,9 Prozent) weiterwachen wie in den letzten fünf Jahren (3,8 Prozent) und bis 2022 auf 341 Billionen Dollar steigen. Schwellenländer dürften dazu mehr beitragen als Industrieländer und dann einen Anteil von 22 Prozent am weltweiten Vermögen ausmachen.

Der Global Wealth Report 2017 ist online erhältlich: www.credit-suisse.com/gwr

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