Die Banken stehen vor dem größten Stellenabbau seit 2015. Vor allem europäische Arbeitnehmer sind betroffen.

Banken rund um den Globus läuten die größte Runde von Stellenstreichungen seit vier Jahren ein, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. So haben in diesem Jahr mehr als 50 Institute Pläne zum Abbau von insgesamt 77.780 Arbeitsplätzen angekündigt. Das ist die höchste Zahl seit 2015 (91.448), geht aus Angaben der Unternehmen und Gewerkschaften hervor.

Banken in Europa, die auf Jahre hinaus mit der Belastung durch negative Zinssätze konfrontiert sind, machen fast 82 Prozent (63.611 Stellen) des Abbaus aus. Es folgt Nordamerika mit einem Rückgang von 7.669 Jobs und Lateinamerika mit 3.500 weniger Angestellten. Im Nahen Osten und Afrika werden 2.487 Posten gestrichen und in der Region Asien / Pazifik 513.

Mit den Kürzungen im Jahr 2019 addiert sich die Gesamtzahl der Stellenstreichungen in den letzten sechs Jahren auf mehr als 425.000. Tatsächlich dürfte die tatsächliche Summe aber höher sein, da viele Banken Personal abbauen, ohne ihre Pläne offen zu legen, wie Bloomberg berichtet.

Deutsche Bank führt Liste an

Deutschlands größte Bank plant, bis 2022 rund 18.000 Stellen abzubauen. Hintergrund ist der Rückzug aus einem großen Teil ihres Investmentbanking-Geschäfts.

Zuletzt hatte Morgan Stanley zum Jahresende einen Abbau von etwa 1.500 Stellen angekündigt. Laut dem Chief Executive Officer James Gorman sind dies etwa 2 Prozent der gesamten Belegschaft.

Aktuelle Beiträge

Alles Wichtige für institutionelle Investoren - Kompetent und unabhängig - Jede Woche neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN »
Alles Wichtige für institutionelle Investoren - Kompetent und unabhängig - Jede Woche neu
NEWSLETTER KOSTENLOS ABONNIEREN »