Deutsche Versicherungen erhöhen ihre Immobilienquote. Sie bevorzugen Büroinvestments.

Im Niedrigzinsumfeld wird die Asset-Klasse Immobilien immer bedeutender. Das gilt auch für die Assekuranz. Deutsche Versicherungen weisen für dieses Jahr eine Immobilienquote von 9,3 Prozent aus. Das sind um 1,7 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Angezeigt wird der Immobilienboom durch den aktuellen Trend Barometer Real Estate Assekuranz des Beratungsunternehmens EY.

Bei den Nutzungsarten geht der Trend zur Büroimmobilie; 75 Prozent der Befragten setzen darauf. Im letzten Jahr waren es nur 35 Prozent. Laut EY-Barometer büsst die lange favorisierte Einzelhandelsimmobilie an Attraktivität ein. Geographisch sind nach wie vor Deutschland und Europa die begehrtesten Regionen.

Zwar ist das Interesse an sicherheitsorientierten Investments weiterhin hoch, doch mit sinkender Tendenz. So waren Projektentwicklungen lange Zeit ein Tabu, weil mit Fertigstellungs- und Vermietungsrisiken verbunden. Heute werden Projektentwicklungen teilweise schon vor der Baugenehmigung verkauft. 45 Prozent der Befragten favorisieren solche Projekte. Um die Risiken zu kontrollieren, sichern sich die Käufer durch verstärktes Controlling ab.

Bei den indirekten Anlagen dominieren offene Immobilien-Spezialfonds und geschlossene Fonds. 20 Prozent der Befragten setzen auch auf Real Estate Debt Fonds, die Immobilienfinanzierung für Dritte. Und sieben von zehn Unternehmen beschäftigen sich mit dem Thema von Infrastrukturinvestments, wobei aber erst 30 Prozent hier konkret Zukäufe planen.

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